jo, mein oller Zahnarzt aus Kindertagen war auch so einer,
war halt ein 'Praktiker',
aber ich glaube schon, dass man heutzutage ein bissl mehr über Mathematik wissen muss, um als Zahnmediziner im Alltagsdschungel überleben zu können ...
gruß hafis
Druckbare Version
Wie stellst du dir das denn vor? Soll jeder sein Abitur + Studienabschluss geschenkt bekommen? :D
Man muss halt was dafür tun. Ich konnte das nie verstehen wie Leute die in jeder Mathe- und Englischarbeit ne 4 geschrieben haben und voll oft die Hausaufgaben nicht hatten, dann am Ende so entsetzt waren, dass sie auch die 4 bekommen. Gerade im letzten Schuljahr, als es dann darum ging, ob man die Zulassung zum Fachabi oder Abitur bekommt.
Ich hatte früher viele Freunde die im Hauptschulzweig waren. Was waren das für Leute? Zu 100% solche, bei denen der Ranzen nach der Schule in der Ecke gelandet ist und da ist der dann auch bis zum nächsten Morgen geblieben. Da wurde wirklich 0 für die Schule gemacht. Ich weiß nicht, ob ich da sagen würde, dass die das Schulsystem unfair behandelt hat...
Aber das hat sich meiner Meinung nach durch die ganze Schule gezogen. Auch im Realzweig war 90 % der Leute die Schule mehr oder weniger Wurst. Da wurden die Hausaufgaben vor der Schule gemacht und für Arbeiten mal 1-2 Tage vorher 2-3 Stunden gelernt. Wenn überhaupt...
Wenn man dann nicht gerade überdurchschnittlich "intelligent" ist, dann kommt man halt irgendwann an einen Punkt, wo es halt einfach nicht mehr schulisch weitergeht. Für den einen kommt er früher, für den anderen später...
Intelligenz hat zu 0 % etwas mit Schule zu tun, angesehen vielleicht von Mathematik.
Intelligenz ist eine Faehigkeiten die der Mensch nur zu 7% braucht.
Ok, dann anders. Je weiter man kommt, desto anspruchsvoller wird es doch. Wenn man sich doch schon am Anfang schwer tut, dann wird es ja später nicht einfacher. Soll man dann die ganze Zeit sich durchquälen bis es irgendwann nicht mehr geht? Das ist doch auch für denjenigen kein schönes Gefühl, wenn der permanent überfordert ist.
Dann muss derjenige halt überdurchschnittlich viel dafür tun.
Du willst doch wohl jetzt nicht etwa andeuten, daß die Untalentierten dann allen Ernstes mal für etwas arbeiten sollen? :ups:
Oder, ganz verrückt ich weiß, sich anstrengen und lernen.
Seien wir dochmal ehrlich: In der Schule ist in den allermeisten Fällen nicht fehlendes Talent der Grund für schlechte Noten, sondern Faulheit und Desinteresse!
Das war in meiner Schulzeit so, in der Schulzeit der Leute vor mir und ist heute auch nicht anders.
Einer meiner Vorredner hat es doch schon gesagt: Wenn man nach Hause kommt wird das Schulzeug in die Ecke geschmissen und nichts mehr getan - ist bei vielen so.
War bei mir persönlich selten anders - die meisten denken mit 12 oder so nicht unbedingt so über Schule, wie es jemand macht, der schon raus ist.
Wenn man mit 12 gesagt bekommt: "Boah, ich würde sofort nochmal zur Schule zu gehen, daß war so entspannt" verdreht man die Augen oder lacht drüber.
Und im schlimmsten Fall ist es dann irgendwann zu spät, als das man alle Defizite mal so nebenbei aufarbeiten kann.
Dann muß man sich auf seine vier Buchstaben setzen und pauken, pauken, pauken.
Hat man eine Schwäche in diversen Fächern, muß für diese Fächer halt mehr gelernt werden.
Deutsch kam mir persönlich zugeflogen, Englisch seinerzeit nicht.
Tja, Pech, hätte ich halt für Englisch lernen müssen anstatt mich mit "Der Lehrer ist blöd" rauszureden.
Selbst wenn der Lehrer blöd ist, kann man für die Fächer üben.
Und um eine mittlere Reife zu bekommen, braucht man kein übermäßiges Talent, da muß man nur den Allerwertesten auch hochbekommen wollen.
Auf jeden Fall :D Belassen wir es dabei, dass die Lehrer bzw. das Schulsystem daran schuld sind. Alles Andere wäre doch unfair ;)
Du sagst es doch quasi mehr oder weniger selbst: Intelligenz ist nicht wichtig. Da die restlichen 93 % sicherlich nicht Glück sind, muss es wohl auf etwas Anderes drauf ankommen ;) Ich stelle einfach mal die These auf, dass alle erfolgreichen Leute für ihr Erreichtes hart gearbeitet haben. Den wenigsten wird alles einfach so zugeflogen sein. Ich musste für mein Studienabschluss ackern wie bekloppt. So wie wahrscheinlich 95 % der anderen Leute auch. Das hieß ~2 Monate bevor die Klausuren losgingen wurde jeden Tag (auch samstags und sonntags) von morgens um 8 bis abends 18/19 Uhr gebüffelt. Teilweise hätte ich am liebsten meinen Kopf gegen die Wand gehauen, weil ich manche Sachen einfach nicht verstehen wollte. Aber ich hab mich da irgendwie durchgebissen...
So, wenn du mir nun erzählst, dass du während deiner Schulzeit genauso motiviert, ausdauernd und fleißig warst, dann könnte ich deinen Unmut noch verstehen. Aber ich bezweifel ehrlich gesagt, dass du auch nur 20 % meiner Zeit investiert hast. Das wären nur 2 h pro Tag gewesen. Ich bin der Meinung, dass jeder mit diesem Zeitaufwand in Deutschland locker die mittlere Reife erreichen kann...
Das Recht auf gute Noten sollte im Grundgesetz verankert werden. Und auch das Recht auf Fleißbienchen. Kann ja nicht sein das faule Menschen keine Fleißbienchen bekommen.
:halbyeaha
Ist meiner Erfahrung nach auch so. Viele Schüler scheitern letztlich nicht aus Mangel an Intelligenz, sondern aus dem Unvermögen der Selbstdisziplinierung. Im Unterricht zuhören, mitarbeiten, ordentlich mitschreiben, zuhause mal auf Freunde und Freizeitvergnügungen verzichten und pauken... daran hapert es meistens.
das nennt man wohl gute Arbeitsgewohnheiten
Eine Erziehung dahin finden manche ekelhaft, denn die zielt auf die Selbstausbeutung des Individuums.
Was ist denn überhaupt "Intelligenz" deiner Meinung nach Pharao? Viel Wissen? Logisches Denken und Schlussfolgern? Oder ganz was anderes??
Sollten wir vielleicht mal klären, bevor du dann nochmal nachvollziehbar aufdröselst, warum man das in Schule nicht braucht...
Und, gibt's dafür auch 'ne wissenschaftlich fundierte Quelle, oder reimst du dir das selber zusammen?
Und warum braucht man in der Schule nochmal keine Auffassungsgabe?
... und was hat das Ganze jetzt mit der Relevanz von Sportnoten zu tun?
gruß hafis
Wie kann man etwas "können", das man nicht "verstanden" hat?
Fragen über Fragen...
... deshalb lassen Eltern ihr Nachgelass bei schulischen Auffälligkeiten auch häufig auf 'Hochbegabung' testen, und die Ergebnisse sind immer sehr erstaunlich
(wen wundert's, mittlerweile leben schließlich viele Freiberufler von solchen Attesten ...)
na ja, und dann wird eben eine spezielle Förderung verlangt ...
gruß hafis
Hat irgendwie einen unschönen Beigeschmack Deine Aussage. Was ist verwerflich daran, dass ich, Zugehöriger zu letztgenannter Berufsgruppe, zwei Dekaden nach dem Abschluß des Studiums viele Dinge nur mehr anwenden kann? Das bringt das Berufsleben so mit sich. Mir hilft es im Beruf null, wenn ich den Satz des Pythagoras mit acht unterschiedlichen Ansätzen beweisen kann. Kein Auftraggeber würde mir dafür eine müde Mark zahlen, ausser ich wäre in einer "Lehranstalt" beschäftigt.
Auch wenn Pharao hier meint, den definitorischen Stein der Weisen gefunden zu haben, gibt es in der Wissenschaft schon lange Streit darüber, was eigentlich unter "Intelligenz" zu verstehen ist. Stichwort "Emotionale Intelligenz".
Es gibt dabei auch durchaus Forscher die von "Bewegungsintelligenz" sprechen, für Leute die motorisch extrem schnell lernen, oder sich Bewegungen ohne große Erklärungen richtig abschauen können bzw. intuitiv richtig ausführen.
Nur um mal wieder die Brücke zum Sportunterricht zu schlagen.
@Pharao
Also gibt es jetzt doch keinen Unterschied zwischen Mathe und Sport, oder wie?