Ich fahre gar keins, weil ich an meinem Leben hänge :D
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Ich fahre gar keins, weil ich an meinem Leben hänge :D
Selbstverständlich besitze ich einen Organspendeausweis.
wer am leben hängt, trinkt keinen alkohol, raucht nicht, hat keinen sex, nimmt nicht am strassenverkehr teil, macht keine hausarbeiten, arbeitet nicht, ist nicht faul, ...
das lediglich auf motorradfahren zu reduzieren greift zu weit.
das problem sind auch nicht unbedingt die motorradfahrer, sondern die autofahrer, die sich oft verschätzen oder die motorräder einfach übersehen. obwohl sie denen noch mit einem gewissen respekt begegnen.
fahrradfahrer haben es da noch deutlich schwerer.
Sehe ich auch so. Motoradfahren wäre mein sicheres Todesurteil. Der Rausch der Geschwindigkeit würde mich so "high" machen, dass irgendwann etwas passieren muss.
Darum verzichte ich lieber ganz drauf :cool:
Big X Zustimmung
Motorradfahrer werden in der Regel getötet, wobei sicher auch viele durch Raserei das Leben riskieren.
Grundsätzlich für mich eines der geilsten Dinge der Welt, grundsätzlich aber auch bei dem Verkehrsaufkommen und vor allem dem Preis, den man auf dem Bock für Dummheit und Arroganz anderer zahlen muss seit 17 Jahren kein Hobby mehr.
Allerdings werd ich jeden Frühling sehr, sehr sehnsüchtig...
Ich hatte schon mit dem Auto so viele Situationen die wirklich haarscharf gewesen sind und da war ich nicht mal dran schuld. Es sind nun mal leider viele Raudis im Straßenverkehr unterwegs. Mit einem Motorrad hat man bei einem Verkehrsunfall leider immer die Arschkarte gezogen...
Haargenau meine Gedanken, als ich heute morgen aus dem Fenster in den Sonnenschein geschaut habe. Als jemand, der vor knapp einem Jahr von einem PKW abgeschossen wurde und deshalb bis auf unbestimmte Zeit Eisen in den Knochen haben wird, kann ich nicht guten Gewissens wieder auf den Bock steigen. Allerdings sollen sie irgendwann auch wieder raus kommen. Und die überall gestellte Frage (von Krankenschwestern, Ärzten, Physios, Bettnachbarn, etc...) ist daher nicht überzeugend zu beantworten.
Das habe ich auch - obwohl ich selber noch nie mehr als eine 80er gefahren bin.
Btw. vor einigen Jahren ist einer meiner besten Freunde mit dem Motorad verunglückt. Schuld war er zum Teil und zum anderen Teil ein anderer Verkehrsteilnehmer.
Ende vom Lied: er ist heute noch an den Rollstuhl gefesselt, ein Arm geht nicht mehr und das Gehirn funktioniert nur noch sehr langsam. Man versteht ihn auch nur sher schwer - man muss sich sehr stark konzentrieren.
Er war ein super cooler Typ der im Begriff war Mathelehrer zu werden - und ich glaube es wäre ein wirklich guter Lehrer geworden (ist ja sehr selten inzwischen - konnte mir alles so einfach beibrigen - hammer!).
Er war ein begnadeter Schachspieler.
usw usf... Das alles ist natürlich weg gefallen.
ABER was sagte er nach dem Koma und auch heute noch: Wenn er wieder könnte würde er sich sofort wieder auf eine Maschine setzten.
Es muss schon verdammt viel Spaß machen um nach so Erlebnis noch immer davon begeistert zu sein.
Genau aus diesem Grund fahre ich generell defensiv und rechne immer mit den Fehlern der anderen Verkersteilnehmer.
Meine Einstellung ist, dass jeder mögliche Fehler irgendwann auch gemacht wird. Wer sich als Motorradfahrer auf seine Vorfahrt verlässt, lebt gefährlich. Ich denke während der Fahrt nicht "Ich habe Vorfahrt!", sondern "Nimmt er mir die Vorfahrt?"... das hat mir schon oft den Allerwertesten gerettet.
Naja, ich weiß nicht... überschätzen sich schon recht viele. Bin auch ein paar Mal in Situationen gewesen, in denen ich wirklich Glück hatte. Seitdem ist oberstes Prinzip die Kontrolle. Ob Schräglage oder reine Geschwindigkeit, ich fahre nie bis an die absolute Grenze. Das aufmerksame Fahren tut sein übriges, da denke ich, dass jeder langjährige Motorradfahrer ähnlich wachsam unterwegs ist.
Insgesamt fahre ich seit 2001 unfallfrei und das beinrund 15.000km im Jahr. Allerdings würde ich auch nie jemanden mit Bedenken vom Mopped fahren überzeugen. Muss jeder selber wissen.
Da hab' ich schlechte Neuigkeiten für dich:
Statistisch gesehen ist es äusserst wahrscheinlich, dass du trotz deines Verzichtes auf das geile Gefühl des Motorradfahrens früher oder später dein Leben verlieren wirst.
Ich weiss, ist hart zu schlucken, aber irgendwer muss es ja mal aussprechen.
Ein Bekannter meiner Familie hatte einen schweren Unfall, seitdem habe ich ein ungutes Gefühl
Ja die Unfälle. Irgendwie kommt man nicht um das Thema ringsum...
Aber was bringt es nur zu grübeln. Beim sparring kann auch viel schief gehen
Wenn der Reiz der Geschwindigkeit zu groß wird, geht man eben auf die rennstrecke. Da gibt es keinen Gegenverkehr ;)
[emoji111]
Hatte erst ein Mopedchen, dann 17 PS, dann rd. 90, jetzt rd. 100. Mit dem Mopedchen hatte ich mehr 90° als Geradeausfahrt, vor 10 PS hat der moderne Mensch einfach keinen Respekt. :o
Mit den großen kommt der Respekt dann.
Hat sich eigentlich die Anzahl der Unfälle erhöht, seit die 34-PS-Regel gefallen ist? Ich würde tippen, nein.
Wann soll die gefallen sein? Die hat sich nur verändert, aber ist weiterhin in Kraft: www.flvbw.de -> Führerscheinklassen Motorrad (A, A1, M, Mofa)Zitat:
Hat sich eigentlich die Anzahl der Unfälle erhöht, seit die 34-PS-Regel gefallen ist? Ich würde tippen, nein.
Habe mir erzählen lassen, so was gäbe es nicht mehr. Danke für die Richtigstellung.
Die hier teilweise diskutierte Schuldfrage halte ich nicht für relevant.
Wenn einem ein letzter klarer Gedanke durch den Kopf gehen sollte, dann ist das wahrscheinlich nicht "aber wenigstens bin ich nicht Schuld" sondern "shit, meine Kinder, meine Frau/mein Mann...".
Ich fahre nicht mehr.
U. a. weil ein Kumpel von mir an der Ampel stehend von einem Rentner von hinten über den Haufen gefahren wurde. Schon unangenehm, wenn Dir unverhofft einer mit Tempo 60 von hinten reinfährt.
Also ich fahr Motorrad und das leidenschaftlich gern. Natürlich ist das Risiko, verletzt zu werden oder zu sterben, auf so einem Zweirad größer als in einem Auto. Aber was ist nicht ohne Risiko.
Ich lebe am Rande der Eifel. Wenn ich mit dem Mopped auf größerer Tour bin, geht's immer in die Eifel oder ins bergische Land. Die Tagesstrecken umfassen nach Lust und Laune zwischen 250 und 400km, rund um den Nürburgring oder Richtung Benelux. Jeder, der regelmäßig hier fährt, kennt Motorradunfälle, mit glimpflichen und tragischen Ausgängen. Ich habe auch schon ein halbes Dutzend Stürze während der Fahrt gesehen und Unfallorte mit abgesichert, auch das ist keine Ausnahme. Vor mir ist ein Motorradfahrer auf regennasser Fahrbahn weggerutscht und mit dem Hals genau unter die Ladekante eines LKW's aus dem Querverkehr geraten. Er war natürlich sofort tot. Die allermeisten Motorradfahrer werden sich auch mit solchen Bereichen auseinandersetzen. Jeder soll seine Entscheidungen treffen, aber Menschen sind per se nicht weniger verantwortungsbewusst, weil sie Motorrad fahren. Dann könnte ein Onkologe jedem Raucher erzählen "du solltest nur ein einziges Mal das sehen und tun, was ich sehe und tue"...
Will sagen: Vergleiche führen zu nichts. Mein Vater würde nie Motorrad fahren und ich halte mich für recht vorsichtig und verantwortungsbewusst, obwohl ich Motorrad fahre. Allerdings bleibt es ein gefährliches Hobby und man muss sich regelmäßig selbst disziplinieren und sollte nie nachlässig/leichtsinnig werden. Das ist halt der springende Punkt...
Da stimme ich dir zu. Ich bin auch gerne gefahren - so ist das nicht. Ich halte mich für einen sehr vorausschauenden Fahrer, der der Verkehrssituation entsprechend fährt. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass (ich jedenfalls) eben diese auf dem Motorrad durch die Vorteile, die man da genießt anders bewerte und ich habe auch wiederholt die Erfahrung gemacht.... sagen wir mal am Kurvenausgang nicht unbedingt dort rauszukommen, wo ich eigentlich rauskommen wollte.
Es ist aber wirklich nochmal ein Unterschied, ob man mit absperrt, vielleicht auch was sehen muss oder ob man am Opfer (länger) arbeitet - egal in welcher Funktion. Und wahrscheinlich spielt auch eine Rolle, mit welcher Erfahrung man dies tut. Das sind halt unterschiedliche Perspektiven.
Ich habe auch so einen gewissen Gesinnungswandel durchgemacht. Ich halte das Leben und die Gesundheit (auch anderer) geradezu für ein fast heiliges Gut. Aus dieser Sicht finde ich manche Argumentation ein wenig...
Aber ich würde niemals jemandem, nur weil er Motorrad fährt irgendetwas absprechen - auch nicht auf Basis meiner Erfahrungen. Es sind halt unterschiedliche Lebenswirklichkeiten und so wie der eine sagt "was ich sehen muss usw." (teilweise Vergleichbares sieht man ja auch bei Unfällen auf dem Bau etc.) so sagt der andere eben "Ihr müsstet einmal dieses Gefühl haben...".
Da ist es wirklich Leben und Leben lassen.
Ich sags mal so: rational gesehen, sollte man vom Moped Abstand halten. Man begibt sich für reinen Luxus (diese Rolle nimmt das Motorrad jedenfalls bei mir ein) in Gefahr. Von daher hat jeder mein Verständnis, der sich gegen dieses Hobby ausspricht. Ich bin sowieso nicht immer vernünftig. Es ist also eine bewusste Entscheidung wider der Vernunft...
...ich halte einfach nichts von aufwiegen. Es gibt auch Rettungssanitäter und Ärzte, die Motorrad fahren. Habe mich auch nie damit auseinandergesetzt, ob es schockierender ist, einen Unfall in der Entstehung zu sehen oder die Verletzten zu versorgen. Sind einfach unterschiedliche Erfahrungen.
Rational gesehen hast Du den Unfall, nicht das Motorrad. Gut, Helmut Dähne ist auf der Nordschleife mal eine Felge gebrochen - war aber auch eine Magnesiumfelge, wie sie im Straßenverkehr nicht zugelassen ist. Und Dähne ist nach seiner Genesung (natürlich) auch wieder gefahren.
Dähne kann halt auch fahren:
Derjenige unten im Video hat's mit dem Fahren nicht so gehabt - zumindest an dem Tag nicht. War wohl gerade von einem besonderen Erlebnis zurückgekehrt und stand vielleicht emotional neben sich - ist mir ein ansonsten ein Rätsel, wie man sich so verhalten/ fahren kann:
- Hinweis: nicht schön anzusehen - auch wenn man nix Körperliches sieht - tödlicher Unfall -
Ist das so? Hier wird doch das Unfallrisiko dazu instrumentalisiert, mein Leben fremdzubestimmen. Mein Recht, eigene Entscheidungen zu treffen und dafür Verantwortung zu übernehmen wird pauschal in Frage gestellt durch das erhöhte Risiko einer schweren Unfallfolge. Soweit ist noch nichtmal die Versicherungswirtschaft.
Wenn es nur den Fahrer betrifft (als ob das jemals so ist...) darf er gerne fahren, aber wenn er Familie hat oder sonst jemandem, der von ihm abhängig ist, dann ist ihm diese Entscheidung abzunehmen und wenn er es trotzdem macht, ist er verantwortungslos?
Ob ich aufhöre, entscheide ich, nicht meine Familie, nicht meine Verwandten und (in meinem Fall) auf gar keinen Fall ein Dosenfahrer, der letztes Jahr blind abgebogen ist.
Es entscheidet jeder selbst für sich, was gut für ihn ist und was nicht. Darum geht es mir auch gar nicht.
Ich habe nur aufgrund meiner Erfahrungen Zweifel daran, dass sich tatsächlich jeder Motorradfahrer der Gefahr bewusst ist und sich dementsprechend auf der Gasse verhält (ganz besonders Anfänger). In vielen Dingen habe ich auch einmal anders gedacht, bevor ich in andere Rollen geschlüpft bin, aus deren Perspektive vieles plötzlich anders aussah. Nur um das Umdenken geht es mir bei den betreffenden Kandidaten. Wer sich dann immer noch dafür entscheidet, dann mit der richtigen Portion gesunden Menschenverstand. Risiko bleibt immer. Soweit meine These.
Ich orientiere mich an dem, was hier steht. Nicht mehr, nicht weniger. Und wenn ich nichts überlesen habe, dann ist das so, ja.
Ach du meine Güte, das hier ist ein Internetforum. Wie sehr oder wenig eigen die eigenen Entscheidungen sind lohnt zwar zu diskutieren, aber ein Internetforum wird wohl kaum besonders geeignet sein dich fremdzubestimmen. Ich sehe in solchen Empfindlichkeiten ein Problem mit gewissen sachlichen Standpunkten.Zitat:
Hier wird doch das Unfallrisiko dazu instrumentalisiert, mein Leben fremdzubestimmen.
Ich habe hier, neben anderem aber genau das Gegenteil gelesen. Und die Verantwortung wie auch mögliche Folgen KANN dir eh keiner abnehmen.Zitat:
Mein Recht, eigene Entscheidungen zu treffen und dafür Verantwortung zu übernehmen wird pauschal in Frage gestellt durch das erhöhte Risiko einer schweren Unfallfolge.
Ich habe mich zur Verantwortung gar nicht geäußert, aber da du mich fragst: Ja, unter gewissen Bedingungen ist dies verantwortungslos. Das kann doch gar nicht in Frage stehen.Zitat:
Wenn es nur den Fahrer betrifft (als ob das jemals so ist...) darf er gerne fahren, aber wenn er Familie hat oder sonst jemandem, der von ihm abhängig ist, dann ist ihm diese Entscheidung abzunehmen und wenn er es trotzdem macht, ist er verantwortungslos?
Ja wer denn auch sonst?! Das entscheidet jeder für sich allein. Es ist aber eine Entscheidung, die einen aber nicht alleine betrifft.Zitat:
Ob ich aufhöre, entscheide ich...