Proto-Formen sind doch der Ausgangszustand der Übungen, wie sie vor der Erfindung von möglichst langen Sequenzen praktiziert wurden, was zumindest bei einigen laut deren eigenen Darstellung noch gar nicht so lange her ist. Die Senkong-Übung z.B. besteht aus 3-6 (oder so) Bewegungen die ein paar mal wiederholt werden und ein bischen variiert.

Auch nicht unbekannt sollte die Übungsform sein, wo man schlicht keine "festen" Haltungen in festen Sequenzen macht, sondern generelle Komponenten intuitiv aneinanderhängt und improvisiert, in sich versunken. Kennt man hauptsächlich aus dem Umfeld von Bagua bei den Typen mit Hut, gab es aber auch in Shaolin, und vermutlich bei vielen anderen.

Des weiteren ist es natürlich Käse, wenn man es als "Training" versteht wenn man sich diese Bewegungen merken kann. Verballhornungen, "Verstecken", Weglassen tun dann ihr weiteres Werk. Eigentlich sollte jeder in der Lage sein, so einfache Dinge wie eine 6-Bewegungs-Übung nach ein bischen Einführung und Korrektur richtig zu machen, und zwar nach Wochen und nicht "Jahren der mühevollen ...". Die Wirkung setzt aber langsam und über Jahre ein, manches später, manches gleich.

Das Ganze ist ein Prozess, der wie Beni mühevoll formuliert etwas wieder etabliert was irgendwann mal vorhanden gewesen ist, angereichert mit Einflussnahme von etwas grösserem das einen führt und sich in den Alltag einschalten kann. Ich habe das als Einfluss in lebensgefährlichen (und ansonsten tödlichen) Situationen schon erlebt, wenn etwas Handlungen ausgelöst hat und ich sass oder stand nur da und dachte wieso mache ich das. Wäre das nicht passiert, sässe ich nicht hier. "Instinkt". Dafür gibt es keinen Knopf und kein Mantra, das passiert unter gewissen Umständen, und erfordert dass man das akzeptiert, und im Zweifel lieber das macht was intuitiv kommt. Wer damit nicht leben kann dass er Instinkte hat die man wecken kann und die komisches Zeug tun, der soll halt tun was er meint, aber andere Leute in Ruhe lassen.