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Thema: Karate und Selbstverteidigung

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  1. #11
    IsoO Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Nick_Nick Beitrag anzeigen
    Viel wahrscheinlicher ist, dass mit funakoshis aussage jugendliche heißsporne angehalten werden sollten, den ruf des karate nicht zu beschädigen. Also in heldenmanier zu zehnt durch die straßen zu streifen und alten opas die mütze vom kopf zu treten.
    Das ist recht wahrscheinlich, ja. Es gab in unserem Verein einmal einen Fall, bei dem ein Schüler unwiderruflich aus dem Verein ausgestoßen wurde, da er Karate in einem Streit benutzt hat. Zack, raus war er.

    Zitat Zitat von Nick_Nick Beitrag anzeigen
    Von einer kampfperspektive ist „karate ni sente nashi“ völliger unsinn. Die günstigste option ist stets der erstschlag. Ob das moralisch und in heutigen zeiten rechtlich haltbar ist, sei mal dahingestellt. Aber ich rede hier vom kampf (bzw. einer notwehrsituation). Und im kampf befinde ich mich bereits, wenn ich das gefühl habe, der angriff des gegners steht kurz bevor.
    Ich denke eher, dass es besser ist, sich deeskalativ zu verhalten. Sollte die Nutzung von Karate nicht zu vermeiden sein, ist die Anwendung der Kampfkunst nach meiner Meinung nach allerdings vollkommen legitim. Ein Angriff gegen einen selbst beginnt, wie ich finde, schon mit der Bedrohung im Vorfeld durch verbale Gewalt und Versuche des Gegners, die Situation eskalieren zu lassen. Ich finde auch, dass in einem solchen Fall der Erstschlag gerechtfertigt und erlaubt ist, denn jeder Mensch mit ein klein wenig Wahrnehmungs- und Interpretationsgabe merkt, wann Gewaltanwendung des Gegenübers feststeht und wann mit entsprechenden Maßnahmen dagegen vorgegangen werden muss.

    Zitat Zitat von Nick_Nick Beitrag anzeigen
    Ein grundprinzip im wado ryu (!) ist jedenfalls, dass ich in der kampfsituation stets der angreifer bin. Die prinzipien sen, sen no sen und go no sen enthalten alle das wörtchen sen! Das heißt, ich habe stets eine nach vorn gehende denkweise. Bspw. muss ich beim go no sen – prinzip es hinkriegen, dass der gegner zu einem zeitpunkt angreift, den ich bestimme und ein ziel attackiert, das ich kenne. Das geht nur, wenn ich psychisch auf angriff gebürstet bin. Wenn ich es nicht bin, bestimmt mein gegner sowohl zeitpunkt als auch ziele und das sind zu viele unbekannte, um erfolgreich bestehen zu können.
    Das klingt einleuchtend. Es würde keinen Sinn ergeben, sich durch "Nachgeben" in Bezug auf die Kontrolle des Kampfes selbst einen Nachteil zu verschaffen. Von daher sollte man die zweite Regel wohl nicht allzu wörtlich nehmen, was nicht heißen soll, dass sie sinnentleert ist. Man muss zwischen den Zeilen lesen.

    Gruß, Iso
    Geändert von IsoO (08-06-2008 um 17:00 Uhr)

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