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Thema: Was mich am derzeit "gelebten" Karate stört

  1. #166
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    Zitat Zitat von shorinryuchemnitz Beitrag anzeigen
    Schreib mal Tsuki bitte nicht so falsch, wenn Du schon behauptest das Du einen solchen schlagen kannst...

    Wer im Glashaus sitz sollte nicht mit Steinen werfen

    Gruß

    PS: Ich bin vorher vor die Tür gegangen.
    Ihr habt ja beide Recht. Steht tsuki alleine wird es in der Umschrift mit tsu geschrieben. Steht was davor wie oi-, gyaku-, etc. wird es in der Umschrift mit zu geschrieben (als bspw. oi zuki). Das nennt sich Rendaku (könnt ja mal danach googeln). Genau wie keri und mae geri oder tachi und zenkutsu dachi usw.

  2. #167
    Trunkenbold Gast

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    @kanken
    Wenn Du in einen Kampf eintreten musst , verkürze möglichst schnell die Distanz. Gehe in den Gegner hinein, kontrolliere und immobilisiere ihn.
    Genau so kämpfe ich wenn ich den aktiven Pfad wähle, aber beim erreichen des 0,5m Abstandes ist es gelaufen, oder ich gehe mit dem Gegner auf den Boden.
    Da ist kein Denkfehler meine Stärke ist beim hineintreten in den Gegner. Niemand auch Kase spricht nicht (zumindest hoffe ich dass) von heranwatscheln auf einen 0,5m Abstand um dann die Kampfhandlungen aufzunehmen. (Bildlich gesprochen)

    Prost

  3. #168
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    @ Trunkenbold, @ Yabu_Kentsu

    Ich denke das was Du sagst das die Würfe und Hebel nicht die Stärken des Karate sind trifft auf die 4 modernen Karatestilrichtungen wie Shotokanryu, Wadoryu, jap. Gojuryu und (Kyoshinkairyu) durchaus zu. Bei diesen ist durch den Wettkampf besonders im Shotokanryu ein großer Abstand zum Gegner wichtig geworden um ein Getroffen werden zu verhindern. Dadurch ändert sich auch die gesamte Kampftatik, besonders durch Pointfighting.

    Wenn ich nicht mehr am Mann bin um zu schlagen, zu greifen, zu treten kann ich natürlich getrost vergessen dass ich auch hebeln und werfen kann. Hier reicht es dann meist nur noch für Ashi barai, damit hat es sich dann aber auch schon.

    Was birngt es z.B. in Pinan Sandan Empi uke gefolgt von Uraken uchi zu machen wenn der Uraken den anderen nicht treffen kann. Wer sagt das Empi uke eine Trittabwehr ist?
    Nein, es ist Kampf in Nahdistanz. Empi uke wehrt einen Schlag zur Kurzen Rippe ab oder ist eine Griff am Handgelenk lösen mit Vitalpunktangriff auf den Unterarm des Greifenden. Danach erfolgt sofort der Konter mit Ureken zum Kopf, Kehlkopf oder Schlüsselbein des Angreifers (wie einem beliebt). Man beachte die Schwerpunktverlagerung (absenken der Hüfte) zur Stärkung des eigenen Gleichgewichtes und zur Schwächung des Gleichgewichtes des Angreifers. Die ganze Aktion kann ohne Problem mit einem Wurf abgeschlossen werden.

    Ich hoffe man konnte die Ausführungen nachvollziehen. Ist in schriftform immer etwas schwierig.

    Gruß

  4. #169
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    Zitat Zitat von FireFlea Beitrag anzeigen
    Ihr habt ja beide Recht. Steht tsuki alleine wird es in der Umschrift mit tsu geschrieben. Steht was davor wie oi-, gyaku-, etc. wird es in der Umschrift mit zu geschrieben (als bspw. oi zuki). Das nennt sich Rendaku (könnt ja mal danach googeln). Genau wie keri und mae geri oder tachi und zenkutsu dachi usw.
    War ja auch nur als kleiner Einwurf zur Auflockerung der Diskussion gedacht. Konnte ja keiner ahnen das es gleich mit Beschimpfungen endet.

    Gruß

  5. #170
    bodycheck Gast

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    Zitat Zitat von shorinryuchemnitz Beitrag anzeigen
    Konnte ja keiner ahnen das es gleich mit Beschimpfungen endet.
    Der Kinski-Clip war ja auch eigentlich als Joke gedacht.

    (Ich kann ja nicht ahnen, dass den keiner versteht.)

  6. #171
    ZoMa Gast

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    Nur mal so btw. für diejenigen, die es noch nicht wissen sollten:
    Es gibt durchaus belegbare Beweise für das Vorkommen von Würfen und Greiftechniken im Funakoshi-Karate. Sollte dies jemanden detaillierter interessieren, sollte er mal einen Blich hier hinein werfen:

    Karate Jutsu: The Original Teachings of Gichin Funakoshi: Amazon.de: Gichin Funakoshi, Tsutomu Oshima: Englische Bücher

  7. #172
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    Zitat Zitat von ZoMa Beitrag anzeigen
    Nur mal so btw. für diejenigen, die es noch nicht wissen sollten:
    Es gibt durchaus belegbare Beweise für das Vorkommen von Würfen und Greiftechniken im Funakoshi-Karate. Sollte dies jemanden detaillierter interessieren, sollte er mal einen Blich hier hinein werfen:

    Karate Jutsu: The Original Teachings of Gichin Funakoshi: Amazon.de: Gichin Funakoshi, Tsutomu Oshima: Englische Bücher
    Sensei Funakoshi hat ja auch Shorinryu gelernt.

    Gruß

  8. #173
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    in Ohshimas SKA shotokan ist nagewaza prüfungsteil zum 3. dan.
    okay, nicht sonderlich früh... aber die kata würfe etc werden auch der unterstufe gezeigt (selten geübt).
    (neulich übrigens auch von Heian Shodan, irgendjemand erwähnte das in nem anderen fred)

    ansonsten für die nahdistanz:
    wie wär's mit knie und ellenbogen? lernen wir doch auch im shotokan.
    "Eternity my friend is a long f'ing time!"

  9. #174
    Trunkenbold Gast

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    @shorinryuchemnitz
    Mal weg von dem Thema Distanz, wobei dies schon ein Knackpunkt an sich darstellt, hin zum Thema traditioneller Stil.

    Die von dir aufgezählten Stilrichtungen galten und gelten noch heute als die Traditionellen. Unabhängig moderner Strömungen der vergangenen 40 Jahre.

    Irgendwann zum Zeitpunkt meiner persönlichen Auszeit, wurde das Bunkai wiederentdeckt. Darin ist sicherlich einiges wahres enthalten, nur wird heute von den von mir so genannten Neo Traditionellen, so getan als wäre dies schon immer so gewesen. Zumindest für die Mehrheit des Karate in der Welt war dies vor meiner Auszeit ca. 1997, nicht so. Und in dieser Zeit hat Karate seine Stärken nicht zuletzt durch dass Wettkampf-Karate erworben.

    Aber warum durchleuchten wir nicht einem die Ansichten der Neo Traditionellen die ihren Gral im Bunkai und dem anwenden von Kata sehen. Im Besonderen würde mich dazu eine Diskussion über den Kranich Stil interessieren, der wiederum direkt mit der Lehre der Quelle zusammenhängt.

    Prost

    PS: Dass ich beim Thema Kampfdistanzen Recht habe versteht sich von selbst…

  10. #175
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    Zitat Zitat von Trunkenbold Beitrag anzeigen
    Aber warum durchleuchten wir nicht einem die Ansichten der Neo Traditionellen die ihren Gral im Bunkai und dem anwenden von Kata sehen. Im Besonderen würde mich dazu eine Diskussion über den Kranich Stil interessieren, der wiederum direkt mit der Lehre der Quelle zusammenhängt.
    Die Hakutsuru ist essentieller Bestandteil unserer Karatelinie und Bunkai gab es auch vor 1997 schon

    Das "innere" Konzept wird von vielen okinawanischen Meistern gelehrt. In wie weit da die Wurzeln im Hequan, Arhat, Xingyiquan, Baqua oder wo auch immer liegen, wird man wohl letztendlich nicht sicher sagen können. Meiner Meinung nach liegt dort jedoch eine der wichtigsten Prinzipien des Karate.

    Grüße

    Kankejn

  11. #176
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    Zitat Zitat von Trunkenbold Beitrag anzeigen
    @shorinryuchemnitz, Shugyo, kanken
    Ich sprach von Stärken des Karate, natürlich sollten wir auch 0,5 m Distanz üben, aber da sind wir nicht wirklich stark. Unser System beinhaltet vor allem an Anfang durchaus realistische Nahkampftechniken, diese wurden aber fast völlig vergessen. Damit meine ich nicht Hebel und Würfe, diese Techniken kamen erst später hinzu (meine Meinung).
    Ich denke doch auch hebel&Würfe. Vielleicht nicht so intensiv wie bei den japanischen koryu aber vorhanden waren sie sicher.

    Throws and Locks in Karate Kata by Harry Cook

  12. #177
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    Zitat Zitat von Trunkenbold Beitrag anzeigen
    @shorinryuchemnitz
    Mal weg von dem Thema Distanz, wobei dies schon ein Knackpunkt an sich darstellt, hin zum Thema traditioneller Stil.

    Die von dir aufgezählten Stilrichtungen galten und gelten noch heute als die Traditionellen. Unabhängig moderner Strömungen der vergangenen 40 Jahre.
    Also das mit modern und traditionell ist eine Definitionsfrage.
    Die Tradition des Karate fußt jawohl auf der mündlichen Überlieferung Okinawanischer Karatelehrer an ihre Schüler und das seit ca. 400 Jahren und wahrscheinlich noch davor.

    Demzufolge kann man Stile die diese Art des Karate weiterführen und wenige (keine wird es nicht geben) Japanisierungseinflüße übernommen haben als klassisch bzw. traditionell bezeichnen.

    Alle Stile die im Zuge der Einführung von Karate in Japan oder danach entstanden sind, kann man als moderne Stile bezeichnen.
    Das diese sich selbst oft als trditionell bezeichen ändert ja nichts daran das sie modern(neu) sind.

    Zitat Zitat von Trunkenbold Beitrag anzeigen
    Irgendwann zum Zeitpunkt meiner persönlichen Auszeit, wurde das Bunkai wiederentdeckt. Darin ist sicherlich einiges wahres enthalten, nur wird heute von den von mir so genannten Neo Traditionellen, so getan als wäre dies schon immer so gewesen. Zumindest für die Mehrheit des Karate in der Welt war dies vor meiner Auszeit ca. 1997, nicht so. Und in dieser Zeit hat Karate seine Stärken nicht zuletzt durch dass Wettkampf-Karate erworben.
    Du sprichst immer von der Mehrheit des Karate und meinst damit die modernen Stile, weil Mitgliederstark die Mehrheit. Quantität war aber noch nie ein Qualitätsmerkmal.
    Und das es Leute gibt die Zweifel an den Methoden des modernen Sportkarate bekommen haben und es deshalb eine Rückbesinnung auf alte Techniken und Übungsmethoden gibt (Von Dir als Neo Traditionell bezeichnet) ist richtig. Daraus aber zufolgern das es das davor nicht gab weil Du nichts davon erfahren hast ist schon eine starke Portion von Egozentriertem Weltbild, oder? Was Dein letzter Satz im Post nur belegt.

    Zitat Zitat von Trunkenbold Beitrag anzeigen
    PS: Dass ich beim Thema Kampfdistanzen Recht habe versteht sich von selbst…
    Zitat Zitat von Trunkenbold Beitrag anzeigen
    Aber warum durchleuchten wir nicht einem die Ansichten der Neo Traditionellen die ihren Gral im Bunkai und dem anwenden von Kata sehen. Im Besonderen würde mich dazu eine Diskussion über den Kranich Stil interessieren, der wiederum direkt mit der Lehre der Quelle zusammenhängt.
    Was Du nur immer mit dem Kranichstil und der Quelle hast.
    Ich denke nicht das es die eine Quelle gibt, aber darüber kann man ja diskutieren.
    Im Karate (Shorinryu) gibt es meiner Ansicht Drachen und Kranich, wobei diese Einteilung auf Tierstiele bei uns nicht üblich ist.

    Gruß

  13. #178
    Trunkenbold Gast

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    @kanken
    Bitte fair bleiben und die Zitate auch vollständig wiedergeben.

    Zitat: Trunkenbold
    Zumindest für die Mehrheit des Karate in der Welt war dies vor meiner Auszeit ca. 1997, nicht so.

  14. #179
    Trunkenbold Gast

    Standard

    @FireFlea
    Ich möchte die Diskussion in eine völlig neue Richtung lenken, die scheinbar, wir werden sehen, noch nicht bedacht wurde. Hingegen werden die hier angeführten Thesen maßgeblich auf die letzten 200 Jahre der Karate Entwicklung zurückzuführen sein, und da ist eine Verbindung zwischen dem ursprünglichen System und JJ unbestreitbar.

    Prost

  15. #180
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    Zitat Zitat von Trunkenbold Beitrag anzeigen
    @FireFlea
    Ich möchte die Diskussion in eine völlig neue Richtung lenken, die scheinbar, wir werden sehen, noch nicht bedacht wurde. Hingegen werden die hier angeführten Thesen maßgeblich auf die letzten 200 Jahre der Karate Entwicklung zurückzuführen sein, und da ist eine Verbindung zwischen dem ursprünglichen System und JJ unbestreitbar.

    Prost
    Könntest Du weiter ausholen? In der "Prä-Japan Zeit" sind Verbindungen zum Jigen Ryu bekannt (der Schwertstil der Satsuma), der aber nicht besonders JJ lastig ist. Wenn wir noch weiter in der Richtung diskutieren lager ich auch gerne das Thema aus.

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