Also bei "meinem" Training wird darauf geachtet, dass sich niemand verletzt, sprich keiner blutig den Dojang verlässt. Bei uns trainieren 2 ehemalige Staatsmeister, die auch ganz ohne pseudo-cooles Abhärtungstraining wirkliche gute Athleten geworden sind. Das halte ich persönlich für weit weniger hirnrissig.
Mich schockiert es ein wenig, dass du den offensichtlichen Bullshit von Red Pumarius noch verteidigst. Barfuß im Schnee trainieren, Vollkontakt ohne Schutzausrüstung und nur wenn man blutet ist man richtig "cool". Dann gehts ab ins Fußballstadion, um sich mit Hooligans zu prügeln. Ein Held, wie er im Buche steht.
Du liest die Beiträge aber schon, bevor du antwortest, oder? Er hat doch selbst geschrieben, dass bei seinem tollen Training nur 10 Leute anwesend waren. Natürlich haben nicht alle so trainiert, absoluter Unfug.
1)hinsichtlich hirnrissig und auch sonst gibt es eben verschiedene ansichten, möglicherweise auch objektiv richtige.
2)ich habe den vortrag von rp nicht verteidigt, sondern darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um ein beispiel handelt und du ausserdem nicht über die hintergründe informiert bist, so dass dir m. e. eine sachliche beurteilung nicht möglich ist.
3)rp hat nichts von vollkontakt ohne schutzausrüstung geschrieben, lediglich von prügeln ohne schutzausrüstung.
4)je nach dem, was man unter vollkontakt versteht, ist das aber z.b. im kyokushinkai karate üblich.
dort gibt es richtungen, denen das sog. budo-karate wichtig ist.
diese leute würden u.u. die von dir vorgezogene trainingsweise, zb unter sv gesichtspunkten, im vergleich zur dortigen trainingsweise als hirnrissig bezeichnen.
ist halt ansichtssache.
5)hinsichlich vorteil durch genanntes training:
es ging um wettkämpfer und die damals deutschlandweit andere trainingseinstellung, wofür das von rp beschriebene trainig ein beispiel war.
wenn also insgesamt die einstellung mehr auf härte ausgerichtet war, waren die vss. für alle gleich (theoretisch).
ob das beschriebene training als wettkampftraining sinnvoll ist, steht auf einem anderen blatt, wurde von rp m.e. aber auch nicht behauptet.
6) im buch von choi hong hi ist das barfüssige trainieren im schnee übrigens auch erwähnt.
7) ich würde mich aber an dieser einzelsache nicht so aufhängen.
rp hatte doch nur geschrieben, dass bei ihm das damals ab und zu gemacht worden ist und ihm persönlich das gefallen hat.
gruss
Geändert von zocker (04-03-2010 um 14:26 Uhr)
Zitat Affe:
"Mich schockiert es ein wenig, dass du den offensichtlichen Bullshit von Red Pumarius noch verteidigst. Barfuß im Schnee trainieren, Vollkontakt ohne Schutzausrüstung und nur wenn man blutet ist man richtig "cool". Dann gehts ab ins Fußballstadion, um sich mit Hooligans zu prügeln. Ein Held, wie er im Buche steht."
Tja, was du halt als "Bullshit" bezeichnest, ist es für andere nicht (s. auch berechtigter Hinweis auf Choi Hong Hi! Das Buch steht seit zig Jahren in meinem Bücherregal). Zudem wurde nicht von "Vollkontakt" gesprochen, sondern von "Prügeln" - das ist ein Unterschied. Wir kämpften zeitweise nicht nach irgendwelchen Wettkampfregeln, denn uns ging es um andere Prioritäten!
Wahrscheinlich würden ich und einige alte Bekannte/Freunde dein Training als "Bullshit" bezeichnen, aber so unterschiedlich sind nun mal die Ansichten.
Deswegen halte ich, wenn ich mir hier immer wieder die geäußerten Positionen vor Augen halte, den Begriff Ideologie durchaus für gerechtfertigt, Zocker! Man lebt in unterschiedlichen TKD-Welten!
Außerdem sollte man nicht alle, die ins Fußballstadion gehen und es zu Auseinandersetzungen kommt, als "Hooligan bezeichnen, wenn man keine Ahnung von der Materie hat - es gibt zahlreiche Zwischenstufen! Einfach nur Klischeevorstellung und Nichtwissen!
Hallo Zocker, da ich auch jahrelang Karate - 2. Kyu - trainiert habe und zwar auch unterschiedliche Stile, kenne ich das Kyokus.-Karate. Da geht es wirklich ab und macht riesig Spaß!
Gruß
Geändert von RedPumarius (04-03-2010 um 14:53 Uhr)
Hallo Affe
So abwegig ist das dargestellte gar nicht.
Ich habe 1970 (da war ich 11) mit dem Taekwon-Do angefangen. Wir haben im Winter auch draußen trainiert, Fallübungen auf Betonboden gemacht.
Wenn gekämpft wurde, dann "richtig". Es gab keine Schutzausrüstung (wohl dem, der einen Tiefschutz hatte), Gewichtsklassen waren sehr rar (bis 75 kg/+75 kg).
Die Härte beim Training war anders (ob besser sei dahingestellt).
Taekwon-Do als SV? Selbstverständlich. Hosinsul ist gut wenn man es so macht, wie es gedacht ist. Und nicht so verschnörkelte Shows darbeitet, wie es leider in so mancher PRüfungsordnung verankert ist.
Hosinsul ist Selbstverteidigung. Freie Anwendung der in der Grundschule und im reglementierten Kampf erlernten Techniken unter Berücksichtigung der geltenden Gesetze (Notwehr etc.).
In diesem Sinne schönes WE
Drax
Don't dream it, be it!
Es war schon etwas besonderes und hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin.
Ich denke aber in unserer heutigen Zeit wird keine Sportschule oder Verein überleben, die/der so trainiert.
Manchmal wünsche ich mir auch, dass die Leute härter gegen sich selber sind und ab und zu hat man solch ein Prachtstück in seiner Gruppe.
Die Mehrzahl aber möchte nur einen interessanten Sport machen und das auch nur eine gewisse Zeit lang.
Aber jedem Tierchen sein Pläsierchen
LG Drax
Don't dream it, be it!
um mal zum Thema zurückzukommen^^..
ich finde schon das SV im Taekwondo nützlich ist. Sicherlich wird man mit Taekwondo kein Ultimativer Kämpfer der es auf der Straße mit 10 Leuten aufnehmen kann. Aber viele Situationen die geübt werden und Hebel/Würfe etc. die gelehrt werden sind doch schon realitätsnah und auch einfach anwendbar. Um sich auf der Straße zu verteidigen reicht das allemal. Man muss ja nicht gleich ins Sondereinsatzkommando aufgenommen werden. Unser Trainer sagt uns auch immer wieder, falls es auf der Straße mal zu so einer Aktion kommt, auf keinen Fall versuchen irgendwelche coolen High-kick-aktionen durchzuziehen. Und wenn einer mit nem Messer auf euch zugerannt kommt und neben euch steht ein Eimer, dann versucht nicht den tollen Kipphandhebel mal in Echt auszuprobieren, sondern haut dem Typen den Eimer vor den Schädel und seht das ihr Land gewinnt.
=D
stimmt mit dem Eimer
lg
Eine ganz alltägliche SV-Situation, passiert mir fast jeden zweiten Tag: Ein verrückter Messerstecher zieht seine Waffe schon in 10 Meter Entfernung und kommt brüllend auf mich zugerannt. Zum Glück steht bei mir in der Stadt alle 5 Schritte ein Eimer auf offener Straße, den man als tödliche Waffe einsetzen kann. Wenn man so einen schweren 500-Gramm-Eimer vor den Schädel bekommt ist man auch sofort bewusstlos. Super Strategie, kann ich jedem empfehlen.
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Meine Güte, das war nur ein Beispiel um meinen Standpunkt klar zu machen^^
Ich hab ja nicht geschrieben das man grundsätzlich gegen einen Messerangriff die Eimerabwehr im Taekwondo lehren soll. Und ja selbst so ein leichter Eimer kann hilfreich sein da man damit auch etwas Platz zwischen sich und den Gegner bringen kann. Das war auch nicht bezogen auf Hapkido oder Allkampfmeister, sondern den Otto-normal-Kampfsportler der sich auch schon nach nem halben Jahr Training auf der Straße wehren können will.
Ja, vor so einem mächtigen Eimer hätte ich auch Respekt, dagegen wirkt ein Messer wie ein Spielzeug. Damit kann man die verrückten Messerstecher gleich gruppenweise in Schach halten. Du bist der Beweis schlechthin, wie toll SV in den meisten TKD-Vereinen unterrichtet wird.
Es war bei diesem Thema deutlich zu sehen, dass es noch mehr gibt, die früher ganz anders trainiert haben (manch einer bezeichnet das ja als "hirnrissig" und sogar als Lügenkonstrukt!) - es gibt sie also irgendwo noch da draußen. Echt klasse!!!
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