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Thema: JJ = UrJudo?

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  1. #14
    Jan_ Gast

    Standard

    Zitat Zitat von AndyLee Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Jan
    Zitat von Jan_
    Gesichertes und überliefertest Wissen zu ignorieren und die Personen, die dir Originalquellen liefern, zu beschimpfen, fällt nicht in die Kategorie 'mit wirklichem Wissen zu arbeiten'
    Glatte Lüge. Ich habe hier niemanden beschimpft.
    Na ja, nenn es Tiefschlag ... wie auch immer:
    Zitat Zitat von AndyLee Beitrag anzeigen
    @rambat - lernt man nicht im Judo auch, sein psychisches Ungleichgewicht zu kontrollieren? Immerhin hast du gelernt, mit Zitaten umzugehen...das freut mich umso mehr, da ich nun nicht irgendwelche Bücher nach irgendwelchen Indizien für irgendwas durchsuchen muss, sondern gezielt die aussagekräftigen Sätze nachlesen kann. Danke dafür.
    Meine Aussage als glatte Lüge zu bezeichnen, ist Heuchelei.


    Nunja...mein "beschränkter Horizont" (dumme Frage: woher kennst du meinen Horizont?) mag von der Gürtelfarbe her bei der Prüfung zum 3. Kyu aufgehört haben, ich habe Judo aber nie ganz aus den Augen verloren. Ich erinnere mich an meinen Trainer bei der Vorbereitung zum 3. Dan... die Tritt- und Schlagtechniken sahen da schon etwas merkwürdig aus...so, als wenn er sie erst vor kurzem gelernt hätte...
    Deinen beschränkten Horizont zeigst du hier im Forum überdeutlich. Deine Posts implizieren, dass du nie etwas anderes als DJB Judo gesehen hast. Damit ist dein Judo-Horizont ja schon fast definitionsmäßig beschränkt.

    'Vorbereitung zum 3. Dan' in welcher Judoorganisation? DJB? Dann wäre es nicht verwunderlich, dass seine Atemitechniken Defizite aufweisen.

    Wie auch immer - du hast seine Atemis mit eigenen Augen gesehen und fragst immer noch, ob es Atemitechniken im Judo gibt!

    Das ist selbsterklärend, da das "D" für "Deutscher" steht...also richtig: nur ein Land dieser Welt. Zufällig ist der DJB aber genau in diesem Land der größte Judoverband, daher also nicht irrelevant.
    Der DJB ist keineswegs irrelevant. Wer hat den so etwas behauptet? Der DJB ist DIE Institution für den Judowettkampfsport in Deutschland. Allerdings beschränkt sich der DJB weitestgehend auf den Wettkampfaspekt und es ist in diesem Verband sehr schwer, ein komplettes Judo zu erlernen.

    Von welchem Wissen redest du...übrigens kann hier ja jeder seinen Horizont erweitern, so er will
    'so er will ' - wie wahr!

    Der Ausdruck "der sanfte Weg" für Judo bzw. das von dir angesprochene "Klischee vom sanften Judo" ist wohl eher das Marketing-Produkt des Judos selbst. Immerhin wird "Ju" ja oft als "ausweichen" bzw. "nachgeben" beschrieben und damit ein weicher Weg suggeriert...?
    Zitat Zitat von Jigoro Kano

    To understand what is meant by gentleness or giving way [Ju], let us say a man is standing before me whose strength is ten, and that my own strength is but seven. If he pushes me as hard as he can, I am sure to be pushed back or knocked down, even if I resist with all my might. This is opposing strength with strength. But if instead of opposing him I give way to the extent he has pushed, withdrawing my body and maintaining my balance, my opponent will lose his balance. Weakened by his awkward position, he will be unable to use all his strength. It will have fallen to three. Because I retain my balance, my strength remains at seven. Now I am stronger than my opponent and can defeat him by using only half my strength, keeping the other half available for some other purpose. Even if you are stronger than your opponent, it is better first to give way. By doing so you conserve energy while exhausting your opponent.

    This is but one example of how you can defeat an opponent by giving way. It was because so many techniques made use of this principle that the art was named jujutsu. Let us look at a few other examples of the feats that can be accomplished with jujutsu.

    Suppose a man is standing before me. Like a log on end, he can be pushed off balance -- frontward or backward -- with a single finger. If at the moment he leans forward, I apply my arm to his back and quickly slip my hip in front of his, my hip becomes a fulcrum. To throw the man to the ground, even if he greatly outweighs me, all I need do is twist my hip slightly or pull on his arm or sleeve.

    Let us say I attempt to break a man's balance to the front, but that he steps forward with one foot. I can still throw him easily by merely pressing the ball of my foot just below the Achilles' tendon of his advancing leg a split second before he places his full weight on that foot. This is a good example of the efficient use of energy. With only slight effort, I can defeat an opponent of considerable strength.

    What if a man were to rush up and push me? If instead of pushing back, I were to take hold of his arms or his collar with both hands, place the ball of one foot against his lower abdomen, straighten my leg and sit back, I could make him somersault over my head.

    Or suppose that my opponent leans forward a bit and pushes me with one hand. This puts him off balance. If I grab him by the upper sleeve of his outstretched arm, pivot so that my back is close to his chest, clamp my free hand on his shoulder and suddenly bend over, he will go flying over my head and land flat on his back.

    As these examples show, for the purpose of throwing an opponent the principle of leverage is sometimes more important than giving way. Jujutsu also includes other forms of direct attack, such as hitting, kicking and choking. In this respect, the "art of giving way" does not convey the true meaning. If we accept jujutsu as the art or practice of making the most efficient use of mental and physical energy, then we can think of judo as the way, the principle, of doing this, and we arrive at a true definition.
    Ju Jutsu becomes Judo, Jigoro Kano

    Ebenso ist nach meinem jetzigen Kenntnisstand der Wettkampf im Judo eindeutig ohne Treten und Schlagen (man beachte übergeordnet, das Judo olympisch ist und bei olympischen Wettkämpfen Tritte und Schläge verboten sind).
    Im Wettkampf nach IJF und vieler anderer Regeln ist das unbestreitbar wahr. Einige kleinere Organisation haben eventuell Wettkämpfe mit Atemis - ich weiss es nicht, und es ist für die Diskussion auch nicht wichtig.

    Der Judowettkampf ist olympisch.
    Kata-Wettkämpfe (mit Atemis ) sind schon nicht mehr olympisch, aber dennoch Teil mancher Judorichtungen ...
    Wo ist im olympischen Wettkampf der Do?
    Die Kampfkunst Judo als Ganzes ist nicht olympisch.

    Bezweifelst du, dass Karate Angriffe zum Kehlkopf enthält? - immerhin sind diese im Wettkampf verboten!

    Weiterhin werden die kyu-Prüfungen meines Wissens ebenfalls ohne Tritte und Schläge abgehalten. Unterstellt man, dass Kyu-Prüfungen alle halbe Jahre stattfinden, kommt doch ein Judoka mind. 4 Jahre kaum mit Tritten und Schlägen in Kontakt. Erst bei der Kata werden - so wie ich hier lernen durfte - Schlag und Tritttechniken angewendet. Wenn ich Katas richtig verstanden habe, ist das mit einem Kampf nicht zu vergleichen. Vielleicht wird es dann deutlicher, wenn man die Tritt- und Schlagtechniken im Judo mit denen z. B. im Karate vergleicht, wo schon ein 6. Kyu mit Tritt- und Schlagtechniken in Berührung kommt.
    Wann kommt denn der durchschnittliche Karateka mit Wurftechniken in Berührung? - Meistens nicht am Anfang.

    Aus meiner Sicht geht es also nicht nur darum zu sagen, dass es im Judo Schlag- und Tritttechniken gibt, sondern auch deren "Qualität" im Vergleich zu anderen Kampfsportarten zu sehen. Verstanden habe ich aber, dass Judo Schlag- und Tritttechniken beinhaltet - zumindest bei den DAN-Prüfungen...ähm...gleich ab dem 1. DAN?
    Also nochmal:
    Als Moses vom Berg Sinai mit den zehn Geboten herabstieg, hatte der liebe Gott leider versäumt, ihm eine verbindliche Judo-Danprüfungsordnung mitzugeben.
    Deshalb entscheiden heutzutage Funktionäre in ihren Verbänden über ihre Prüfungsordnungen.
    Für meinen Dan musste ich andere Dinge demonstrieren als beispielsweise Rambat.

    Das Niveau der Atemitechniken von DJB Danträgern ist wohl meistens eher unterdurchschnittlich. Atemitechniken sind in diesem Verband zu untergeordnet.
    Wie es bei Rambat und seinen Jungs und Mädels mit den Atemis aussieht, weiss ich aus eigener Erfahrung nicht. Aber ich denke, er wird sich sicherlich nicht verstecken müssen.
    Bei Mifune sieht man, dass er weiss, was er tut, wenn es zu Atemitechniken kommt
    Wenn ich hier also für mich resümiere, ist es m. E. auch naheliegend, dass Judo häufig auch mit der Begrifflichkeit "der sanfte Weg" in Verbindung gebracht wird. Ob ich daher das Klischee des sanften Judos vergessen sollte (wie du geschrieben hast), finde ich nicht. Für mich macht es das Judo gerade deswegen - gegenüber anderen Kampfsportarten - sympathischer.
    Warum nennt denn niemand Ringen sanft? Sambo, Sumo?
    Wenn du Luta Livre oder BJJ machts, wirst du sogar als eine ganz harte Sau angesehen.
    Geändert von Jan_ (23-04-2010 um 15:31 Uhr)

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