[QUOTE=Tantaluz;2344199]du bist wie die schoenheit...

@Tantaluz


in wie weit hart? auch ein "normales" thaiboxtraining ist fuer einen neuling hart.
wenn du oder jemand anderes, der ebenfalls das training bei sunthus mitgemacht hat, etwas dazu sagen koennte faende ich das sehr interessant.
ich habe nämlich das problem, die beschriebene freiheit, mit der von dir beschriebenen haerte in einklang zu bringen.




richtig, jedes training wo man an seine Grenzen geht ist hart, für den trainierenden. Du schreibst über "normales thaiboxtraining" In dieser Zeit gab es aber in Deutschland nur sehr wenige die Thaiboxen kannten. Den Begriff Muay/Muai kannten noch weniger. Die Informationsbeschaffung war nicht wie heute, es gab weder Sateliten.-/Kabelfernsehen und erst recht noch keine Computer mit Internetzugang. Also es war eine andere Zeit.

Also wer sich damals für Thaiboxen interessierte der wollte kämpfen und zwar richtig. Ein großteil dieser Intressengruppe hatte das harte Leben schon kennengelernt (Milieu) und dem entsprechend waren auch die Leute drauf. Alle schienen verstanden zu haben um was es ging. nämlich den Gegener platt machen. Die eigene Gesundheit bzw. körperlich Unversehrtheit war wohl nicht so im vordergrund und auch die Philosophie war eher ein nicht zubeachtendes Beiwerk. Ich denke heute ist Thaiboxen bei uns schon etwas Gesellschaftsfähiger als vor 30 Jahren und wird von unterschiedlichsten Interessengruppen trainiert.

Die erste Zeit (Probeschüler)trainierten wir in der Gruppe, es gab jemanden der die Übungen/Techiken zeigte und uns motivierte und wir machten nur das nach was man uns zeigte,(hier schon vielen schon nach kurzer Zeit viele raus) dann nach ein paar Monaten wurde man aus der Gruppe genommen und sollte von nun an selbständig trainieren. In dieser Zeit hat man zwar einen Beisitzer und konnte andere Schüler/Lehrer fragen, aber die rundumbetreuung war vorbei. Da sind dann wieder einige nicht mehr gekommen.Um die Leistungsanforderung zu schaffen habe ich 4-5 Tage die Woche trainiert, allerdings nicht wie in Thailand üblich Vollzeit sondern nur Abends.

Dann als Schüler der thailändischen Sportkampfkunst begann das Partnertraining, zuerst nur Faust gerade, damals 15 Techniken, es gab wie gesagt nur wenig fortgschrittene und egal was der Sunthus uns sagte, wir sollen langsam die Techiken üben, es wurde reingehauen.Ich konnte damals noch sehr wenig mit dem Begriff Fazination Technik anfangen.Ich wollte treffen und zwar richtig :-) und mangelnde Technk wurde ausgeglichen durch mentales und physisches Durchsetzungsvermögen Wir wußten alles besser. Es gab quasi keine mittelstufe, keine fortgeschrittenen und auch keine Kämpfer an dem man sich hätte orientieren können. Das ist heute wohl doch schon ein wenig anders, als Anfänger kann man sehen wie die Leute ab Mittelstufe ohne Handschuhe und Schützer miteinander boxen, ohne sich gegenseitig zu zerlegen und ohne emotional auszuflippen. Das meine ich mit hart, es ging glaube ich emotionaler zu, kann aber auch sein das ich irre und nur meine Sichtweise sich dahingehend geändet hat



was bedeutet, das nur wenige das fortgeschrittenen-level erreicht haben?
ab wann ist man fortgeschritten?- im bezug auf das freie lehrsystem.




also Fortgeschritten sind für mich diejenigen, die erstmal den Probeschülerteil erfolgreich absolviert haben, (Aufbautraining, Sicherheitswissen, Schlagtechniken (Basis) und den theoretischen Teil).

Fausttechniken inkl. varianten ausführen können (Luft, Sandsack und Partner)
das gleiche gilt für Fuss, Ellenbogen und Knietechniken.


die Stufe hintersich gebracht habenund für die gelernten Techniken endsprechende Anwenden kennen, wobei diese noch nicht perfekt sein müssen.

So jemanden bezeichne ich in 3 Sätzen als fortgeschritten.

Freitheit: ich selbst bestimme, ob und wann ich zu training gehe und was ich tue um mein vorankommen zu begünstigen. Ich selbst endscheide, welchen Weg ich wie weit gehe.




der begriff sportkampfkunst ist interessant, da er den sport und die kk vereinigt. wie kann dies gedeutet werden?




wie Du willst, ich interprätiere das so, ich wollte mich sportlich betätigen und lernte Kampfkunst, für mich stehen heute die Bewegungsmuster im Vordergrund und die Möglichkeit im Selbstverdeidigungsfall nicht Waffenlos dazustehen. Ausserdem gabe es mir die Möglichkeit, meinen härtesten Gegener besser kennenzulernen: MICH SELBST :-)



Note: bin ich kein großer Schreiber, besser gesagt: es ist nicht möglich all diese Erlebnisse hier im thread zu aufzuschreiben.

Wozu auch?