Gut also wenn du DAS schon falsch verstehst (und das meine ich jetzt nicht wertend und auch nicht böse) dann wundert mich nicht, warums so viele Missverständnisse gibt.
Der Sandsackvergleich war eine Analogie, quasi "beim Boxen kann mans auch nicht so machen!".
Ich bin davon ausgegangen, dass man prinzipiell am Partner übt.
Der Grundgedanke deiner Trainingsgruppe ist doch völlig in Ordnung, Joergus. Bleib einfach dabei, trainiert hart, tauscht euch aus, seid offen, macht euer Ding. Belaste dich doch nicht mit Kokolores anderer Systeme. Was bringt dir das? Ganz ehrlich, die Leute, die ich kennengelernt habe, die richtig, richtig gut sind, die machen ihr Ding, die üben und lehren, was sie machen, weil sie s so machen und nicht, weil sie andere kleinreden wollen. Etwas das gut ist, hat es nicht nötig mit dem Finger auf andere zu zeigen und zu sagen "das ist schlechter", um sich damit größer erscheinen zu lassen. Deswegen sind die echten Kampfschweine von den Dog Brothers wie Lonely Dog, Top Dog oder andere bescheidene, freundliche Kameraden, die offen sind für die Arbeit anderer, egal wie lange sie schon ihr Ding durchziehen. Sie bleiben sich treu, aber verurteilen andere nicht. So sind auch die guten Combatives-Leute, die ich so kennengelernt habe. Im Corto Mano Escrima muss mir nicht erst einer im Vollkontaktsparring die Wirbelsäule rausreissen, es reicht mir, wenn mir die Pratze aus der Hand fetzt, wenn derjenige einen Palmstrike reinhaut, dass es mir den Arm halb abreisst.
Bescheidenheit, Genügsamkeit, respektvolles Auftreten, all dies gehört meistens bei denen dazu, die es richtig drauf haben. Sie verschwenden ihre Zeit und Energie nicht damit die Fehler anderer zu analysieren. Was nicht passt, findet einfach keine weitere Beachtung.
Insofern hart trainieren, lernen, ruhig bleiben, das ist mein Rat an dich. Egal wie sehr ich dir in manchen Dingen zustimmen würde. Überlege einfach mal, wie du selbst auf deinem Weg als Kämpfer Erkenntnisse gesammelt hast, wie sie deinen Weg verändert und ggf. verbessert haben. Zu erkennen, dass etwas an dir selbst verändert und damit verbessert werden kann, das ist Erkenntnis und das Erlangen von Weisheit und Erfahrung. Daraus aber einen Galgenstrick für andere knoten zu wollen, das zeugt von mangelndem Reifeprozess. Du musst lernen loszulassen und für dich selbst zu lernen.
Ich geb dir schon in dem recht, dass es keinen Sinn macht Techniken zu üben die man in einem Kampf nicht einsetzen kann nur es geht nun mal nicht allein darum Techniken zu lernen sondern Skills aufzubauen. Und das passiert, auch in den von dir genannten "aliven" Stilen eben nicht nur über Techniken.
Ab und zu blitzt sogar durch, dass du das zumindest ähnlich siehst. Nur anscheinend schreibst du so ungenau, dass was völlig anderes rüberkommt. Noch dazu verwurschtelst du Übungen.
Dazu kommt noch deine Qualifikation um festzustellen was praxisnah ist. Leute die besser Kämpfen können als, die reale Praxiserfahrung haben, die mehr, länger und härter trainiert haben als du kommen zum Teil zu ganz anderen Schlüssen als du.
Und wenn jemand meint der einen Großteil seiner Qualifikation von Videos hat er weiß es ja alles so viel besser als alle die anderen, da werde ich hellhörig.
Dann erklärs mal. Irgendwie hängst du dich immer an Schlagworten auf und gehst davon aus, dass dann eh alle wissen was du meinst.amasbaals beitrag hat mich erschrocken, weil offenbar überhaupt nicht verstanden wird was ich mit zombieflow überhaupt mein.
Das mag für das reine Techniktraining stimmen nur nicht jede Übung zielt alleinig darauf ab.Ich habe jedoch oft genug hingewiesen, dass die Relation von Kampftechnik in der EInfügen, Isolationsphase und Einfügenphase stimmen muss.
Da hast du recht, es geht immer um das wie. Nur das macht das Sandsacktraining nicht automatisch ineffektiv. Es ist eben nur ein Baustein der für sich alleine nichts bringt im Gesamtkonzept aber wichtig ist.Ich kann nicht erst irgendwas am Sandsack üben und dann hoffen dass bei Partnerübungen und Sparring was vernünftiges dabei herauskommt.
Hi Joergus!
Ok, gut, wär mir zu stressig. Wenn man nicht ganz blauäugig ist, sieht man ja eh ob die Leute was lernen. Es gibt sicher auch Leute die zu weich für regelmäßiges intensives Boxtraining sind und dann eher in Sportarten abwandern, wo man nicht gezwungen wird sich regelmäßig den ***** aufzureissen. Und so jemand ist meiner Meinung nach kein Beweis dafür, dass eine Kampfkunst nichts kann.Das behaupte ich ja nicht. Manche Systematen behaupten das. Ich reagiere ja nur darauf.
1.) Ich hab nicht gemeint, dass das Gezeigte gut ist, weil sie mit Schusswaffen trainieren. Da bewegen sich Jungs in voller Kampfmontur am Schießplatz und das sieht echt verdammt praktisch und zielführend aus. Meine vermutung ist, dass diese Art der Bewegung auch aufs Waffenlose übertragen wurde. Ähnlichkeit sind ja zu sehen.Die Tatsache, dass man viel mit Pistolen etc. rumspielt macht das ganze noch nicht praktisch. Der Vergleich macht sicher... schaut man sich an wie z.b. die Leute in Israel trainieren, so läuft das anders ab. (Und ja, wir sprechen hier von Videos)
Bei den Israelis hat das aber Hand und Fuß.
2.) Kann man das Training in der Spezialeinheit mit Sicherheit nicht mit dem Vergleichen was der Großteil der Leute jetzt beim Systema lernt. Würd ja auch wenig Sinn machen, mit ner Gruppe voller Zivilisten das Sichern eines Stiegenhauses zu üben.
3.) Keine Ahnung wie die Spezialeinheiten in Israel trainieren und wie die Jungs im Vergleich zu den Leuten von Vasiliev aussehen würden.
4.) Sieht das Training im Krav Maga Verein um die Ecke auch anders aus als bei israelischen Spezialeinheiten.
Es steht nicht ICH vs Rest der KK welt sondern ich orientiere mich daran, wie die Meister der Zunft trainieren. Und meine Favoriten kennt ja jeder. Thompson, Blauer, Thornton, Rodney King, Morrison, Greg Nelson usw.
Selbst wenn ich nicht einmal gekämpft hätte, könnte ich mich an denen problemlos orientieren.
Meine Qualifikationen habe ich aus meinen Jahren des Trainings und unzähligen Sparringskämpfen. Mein Wissen über Dinge die ich nicht wissen kann, aus Videos.
Mein Hauptproblem beim diskutieren.![]()
Das ist schön, dass das deine Favoriten sind. Andere haben andere die eben auch Meister der Zunft sind. Und es ist eben nicht so, dass alle Meister der Zunft immer das gleiche sagen.
und ja du kannst dich an denen orientieren aber du kannst es eben nicht unbedingt nachvollziehen. ich kann mir auch MMAvideos anschauen, das macht mich aber noch nicht zu einem guten MMAkämpfer, Trainer, ich habe deswegen keine Ahnung wie sich ein MMA Kampf anfüllt und kann deswegen nicht automatisch Techniken oder Trainingskonzepte bewerten.
KK ist mMn. ganz klar Learning bei Doing und nicht Learning per video.
Damit hast du wohl so viel wie einige Leute aus diversen Breitensport Vereinen und die haben zum Teil sogar mehr als du und stehen zu gewissen Dingen ganz anders als du.Meine Qualifikationen habe ich aus meinen Jahren des Trainings und unzähligen Sparringskämpfen. Mein Wissen über Dinge die ich nicht wissen kann, aus Videos.
Na dann halte dich doch an solche Leute und alle anderen enden eben im Rinnstein, so what?
Was ich meine ist, schau dir doch lieber Leute an, die ähnlich fokussiert sind wie ihr, lass die anderen links liegen. Wenn du Bock hast, mal was ganz anderes zu sehen, schau dir unseren Kanal an (historisches Fechten):
Duncan MacLeod - YouTube
wenn du was SV-ausgerichtetes sehen willst, schau dir den Corto Mano-Kanal an:
Kanal von borni98 - YouTube
Es macht mehr Sinn damit seinen Samstagnachmittag zu verbringen oder mit anderen Videos, man schaue sich an, wo es der eigenen Ansicht nach richtig gemacht wird und nicht das, wo man denkt da läuft es falsch. Weißt was ich meine? Energie auf das Nützliche fokussieren. Persönlich habe ich mir mal gesetzt, dass für mich SV-Vorbereitung so ausschaut:
Alles andere interessiert mich nicht, verurteile ich nicht, mehr als einen Einzeler verliere ich dazu nicht. Ich maße mir nicht an, das mein Weg der einzig richtige wäre, er ergibt für mich nur mehr Sinn und ist jederzeit wandelbar, wenn ich dazulerne. Wichtig ist aber auch zu sehen, wie die Leute in den verlinkten Videos traineiren, sich vorbereiten, sich heranführen. Dazu gehört stundenlanges Sandsack vermöbeln mit Schlag 1 mit offener Hand oder Stock ebenso dazu, wie technsiche Drills, separierte Trainingsblöcke, "alive"-Übungen und (lockeres und hartes) Sparring mit Partner.
Reine Spekulation. Wenn Geoff sagt: Trainier für den ersten Schlag, verzichte auf Tritte in der SV und du musst alle Distanzen können, weil ich hab 300 Straßenkämpfe hinter mir ich weiß das. Dann brauche ich mir nur ein paar Straßenkampfvideos anzuschauen um das nachvollziehen zu können.
Wenn dir das aber keiner sagt, dann trainiert man so wie trad. KK noch trainieren.
Wenn mir dann aber einer sagt: Schau Deckung usw. brauchen wir nicht weil ind er SV gibts ja gar kein Sparring sondern nur haudrauf, dann darf das kritisiert werden.
Falls mal jemand eine sinnvolle Erklärung lesen will, hier kommt eine, allerdings ist das meine Erklärung die auf meinen Erfahrungen basiert und nicht aus irgendeiner Stilrichtung kommt.
Für mich ist das was ich im Systema gelernt habe, bzw. was ich mitgenommen habe, eine ziemlich deutlich definierbare Fähigkeit:
Die Fähigkeit eine "lebendige" Körpermitte zu entwickeln und Bewegungen mit dem Körper zu beginnen. Der Körper bewegt sich primär und koordiniert die Arbeit der Arme und Beine.
Diese Fähigkeit ist nicht einzigartig, sondern ist eine Eigenschaft vieler guter Kämpfer. Schaut man sich einmal Zeitlupenaufnahmen von Ali, oder Anderson Silva an, oder auch Fedor, so wird man genau diese Fähigkeit erkennen.
Die meisten Kampfsportler haben überhaupt keine Körperarbeit. Ihre Arme und Beine arbeiten relativ unkoordiniert und hektisch und veretidigt wird mehr durch Doppeldeckung, nach hinten ausweichen oder Blocken.
Die Methoden die ich in den russischen Kampfünsten gelernt habe, setzen aber genau dort an. Man lernt den Körper lebendig werden zu lassen und aus der Körpermitte heraus dreidimensional zu agieren.
Ehrlich gesagt, hab ich aber wenige Leute erlebt die das drauf haben, viele haben versucht zu kopieren, aber die Körper waren einfach nicht dafür vorbereitet.
Diese Körperarbeit, ist meiner Meinung nach für jeden Kampfsportler ein wichtiger Entwicklungsschritt und hilft dabei, wirklich effiziente Bewegungsmuster zu bekommen.
Ist es einfach? Nein? Machen es viele Leute? Nein. Aber für mich ist diese Fähigkeit der Körperarbeit, das was gute Kämpfer, ausmacht.
Schaut euch Vasiliev, Anderson Silva und Ali in Zeitlupe an und vergleicht das mit irgendwelchen Sparringsaufnahmen von normalen Menschen und ihr versteht den Unterschied.
Das ist Körperarbeit auf höchstem Niveau und deshalb verstehen es die wenigsten Leute.
Wenn ein Ali oder Anderson Silva einem normalen Menschen seine Schrittarbeit beibringt, wird er nicht viel damit anfangen können.
Wenn ein normaler Mensch mit Händen unten in den Ring geht, wird er wahrscheinlich K.O. geschlagen, weil sein Körper nicht frei genug ist, so zu arbeiten.
Das was ich in diesem Systemen gelernt habe, ist genau diese Fähigkeit bewusst zu schulen und zu verbessern, um den Körper wirklich frei und neutral werden zu lassen.
Wie gesagt, das ist meine Meinung und die basiert auf verschiedenen Systemen und ist bestimmt nicht repräsentativ, but who cares.
Tschüß
Björn Friedrich
Das ist deine Meinung. Für mich und wohl auch andere bist du einfach jemand der Zeugs nachplappert was er selber nie erlebt hat. Da vertrau ich dem Jiu Jitsu oder Judo Trainer um die Ecke der nebenher an der Tür arbeitet um einiges mehr als nem Typen der in seiner Freizeit Gewaltvideos schaut.
Dafür trainiert bei mir ein Judo Schwarzgurt und ein anderer holt sich Tipps für Würfe bei mir.
Also ist jeder Militärausbilder der nie im Krieg war und bewährte Techniken zeigt auch jemand der alles nachplappert? Ist doch Unsinn.
Und manche Leute die ich beim Sparring vorgeführt habe, waren selbst jahrelang an der Tür, also reine Behauptungen.
Aber darum gehts ja nicht. Es geht um Systema in diesem Thread.
@Björn
Schön geschrieben!
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