Ich denke mal schon das die Berichte auf wahren Begebenheiten beruhen. Das man nur nicht die vollen Umstände um sie kennt.
1.Testangriff von 30 Militär-Polizisten -> Ueshiba war deren Lehrer, auch wenn sie ihn testen wollten, blieb das sicher in einem gewissen Rahmen der sie nicht gleich vors Militärgericht gebracht hätte. Ich denke eher das sie so beeindruckt waren das sich Ueshiba von ihnen nicht einschüchtern lassen hat.
2.Sechs Männer auf dem ausgestreckten Arm -> Typische Aiki-Übung die davon ausgeht das alle in eine bestimmte vorhersagbare Richtung drücken. Daran finde ich jetzt nicht mystisches.
3.O-Sensei trägt Baumstumpf weg, den sieben Arbeiter nicht gehoben kriegen -> Hier muss man sich fragen wer diese sieben Arbeiter den waren ? Während der Besiedlung Hokkaidos kämpfte Japan grad einen Krieg gegen China. Übrig blieben Flüchtlinge, Frauen, Kinder und alte Leute die ihr Glück in Hokkaido versuchen wollten. Und Leute die es sich leisten konnten nicht in den Krieg zu ziehen. Die Nahrung war rar in diesem Land. Wenn wir jetzt davon ausgehen das das sieben ältere Männer waren, vllt schon von Gefangenschaft und Hunger gepeinigt ist es nachvollziehbar das die mitm Baumstumpf vllt Probleme hatten. Dann haben sie halt angefangen die Vorarbeit zu leisten und Ueshiba, der junge starke gut gefütterte junge Stier hat was zu beweisen und siehts raus und schon haben wir ne super Geschichte.
Das ist das Problem, wir hören von der großen Tat, aber nicht von den Umständen.
4. O-Sensei kann von starkem SumoRinger nicht bewegt werden, aber er kann den Ringer mit einem Finger festlegen -> Hier schon wieder, wir wissen nicht auf welche Regeln sich die beiden geeinigt hatten. Womöglich durfte der Sumotori nur in einen ganz bestimmten Kraftvektor schieben und Ueshiba hatte ihn halt gut gepinned. Was auch problemlos geht wenn man weiß wie.
Ich denke mal das sich solche Legenden halt gut aufbauen wenn man bestimmte Details weglässt. Das schmälert jetzt natürlich nicht Ueshibas Lebenswerk. Aber man sollte es halt versuchen im Kontext realistisch zu sehen.




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