Peep hat interessante Argumente gebracht - ich denke aber, daß Klaus damit recht hat - Kontrolle über tödliche Gewalt ist nötig, oder man wird sozial unverträglich.
Man muß sich nur vor Augen halten, daß alle Taijiquan/Changquan Waffenformen auf das Töten von Menschen ausgerichtet sind - und da hat Klaus auch recht, Waffen sind immer die erste Wahl um einen Menschen vom Leben zum Tode zu befördern. Sport gibt es in den Waffen nicht. Nur Leben und Sterben.
Das Jian scheint recht spät zu den Chens gekommen zu sein - es ist nicht von Chen Wangting und wahrscheinlich auch nicht von Chen Changxing - Speer/Qiang, Dao/Hausäbel und Da-Dao/Hellebarde waren Militärwaffen.
Die Eso-Welle im Taijiquan scheint im 19. Jhd unter chinesischen Intelektuellen mit nationalistischen Hintergrund zu entstehen. Davor sind die Texte zum Taijiquan eher handfest - danach ergeht man sich in Chi-Allmachtsphantasien. Das ist die psychologische Kompensation einer zutiefst verletzten Volksseele, denke ich. Danach fangen Chinas Intelektuelle an sich mit westlichem Heereswesen zu beschäftigen, vor allem in der frühen KP.
Die Chens haben ihre Hände in einer Menge Geschäften - Taijiquan ist da sicher nicht das wichtigste.
Eine Grundidee des Taiji - sozusagen eine Art eingebaute Sicherung, ist der Gedanke, nur die Aktionen des Gegners zu zerstören, also alles was er macht zu zerbrechen - den Gegner eingeschlossen - aber selber dabei nicht zu handeln. Das schließt in der Anwendung eigentlich den Mißbrauch aus.
Fechtergruß




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