Die Frage ist doch schlicht und ergreifend: Was will man aus seinem Training machen? Mach kann alles und jeden mit "brauch ich nicht!" schlechtreden. Und für einen persönlich mag diese Einschätzung dann auch sehr gut zutreffen.
Dann bräuchte man aber keine Kochkurse mehr besuchen, kein Schach mehr spielen, kein Musikinstrument mehr spielen, sich sofern man vergeben ist keinen Dreck mehr für weibliche Freunde interessieren, und und und ...
Same for dieses leidige "irgendwann kannst du es eh nicht mehr, also warum jetzt machen?" Dann darf ich nicht mehr zum Schwimmen gehen. Joggen ist sowieso nicht mehr drin. Wenn wir so alt werden wie Jopi können wir auch gleich mit dem Zu-Fuß-Gehen aufhören.
Es gibt immer jemanden, der keinen Bock auf das hat, was ich mache. Na und? Soll er was anderes machen und glüklich sein. Ob er's dann ernst meint oder nur für sich faule Ausreden sucht kann mir ja wurscht sein. Aber Grundsatzdebatten auf Grund subjektiven Empfindens zu führen funktioniert schon bei Veganern nicht. Im Karate ergo nicht anders.
lG
L.
Mein Gott, das liest sich ja wie Kindergartengejammer. Jeder legt die Worte des andern auf die Goldwaage
Letztlich sollte doch jeder so trainieren wie er es kann und will. Das als besser oder schlechter darzustellen ist doch völliger Unsinn, denn jeder hat unterschiedliche Vorraussetzungen und Gründe für seine Art zu trainieren.
Außerdem ist intensives Fitnesstraining sowieso viel besser als alles andere![]()
@Küken : Klaro, jeder Zeit gern
Übrigens - Zitat aus dem Training:
Ich (nach 2 Wochen ohne Training) : Ooooch. Ich möchte heut gern richtiges Karate machen. (Hatten in der letzten Stunde als ich da war nur Burpees gemacht)
Trainer: Du willst heut richtiges Karate machen?
Ich: Ja. So richtig schönes Karate. Einfach nur Karate.
Trainer: Wir können Schnellkraft trainieren - ist Karate. Wir können auch Kraftausdauer trainieren - ist auch Karate.
Ich:
Trainer:![]()
Hallo carstenm,
bitte nicht nur einen Teil vorstellen.
Warum sollte ich mich mit Kyokushin-Kai-Kan- Karate-ka vergleichen, die sich gerne in ihrer Freizeit für 1 Woche durch die Gegend scheuchen lassen?
Diese Freunden habe ich bei der Bundeswehr genug erlebt,
wenn ich heute durch den Wald laufe, dann mit Pulsuhr und mit der Zeit nebenbei auch die Schönheit der Natur zu sehen.
Wer mit seinem Beruf seinen Lebensunterhalt verdienen muß, der hat nicht immer die Zeit, für sein Hobby alle Termine, Trainingsangebote, usw. zu wahrzunehmen.
Auch im Beruf gibt es genug Fortbildungsveranstaltungen, die besucht werden müssen. Lehrgänge die betrieblich erforderlich sind, die gehen einfach vor.
Schade, finde ich es, wenn jemand behauptet, budo das ist meine Berufung.
Aber dann sollte er auch den Beruf des Soldaten gewählt haben, nur dort
bleibt von der budo-Romantik nicht viel übrig.
soto
Nach meinem Verständis ist ein Hobby nicht etwas, das zur Selbstwerdung, bzw. zu innerem Wachstum beitragen will. Darum geht es aber aus meiner Sicht bei dem, was wir im Leben tun.
Der Begriff "Zeitvertreib" ist etwas karrikierend, aber er deutet in die Richtung, in der ich ein Hobby ansiedele.
Mal ein kleiner Auszug aus Wikipedia, bevor hier endlos über die Bedeutung der Begriffe Hobby vs. Zeitvertreib geführt wird:
Den Rest kann jeder selbst lesen ... Hobby ? WikipediaEin Hobby (deutscher Plural: Hobbys) oder Steckenpferd ist eine Tätigkeit, die der Ausübende freiwillig und regelmäßig betreibt und die dem eigenen Lustgewinn oder der Entspannung dient. Ein Hobby ist kein Beruf und repräsentiert für den Ausübenden einen Teil seiner Identität.
Der Begriff Hobby hat eine leichte Nähe zum Begriff Spiel. Als Hobby wird eine Tätigkeit indes nur bezeichnet, wenn man für diese Tätigkeit eine im Vergleich zu anderen Freizeitgestaltungen besondere Vorliebe hat und sie regelmäßig ausübt.
...
Meiner Meinung nach ist ein Hobby also keines Wegs nur ein "Zeitvertreib". Man kann seine Zeit auch mit Fernsehn oder Zeitunglesen vertreiben. Das aber als Hobby zu bezeichnen ist ... naja, doch eher gewagt.![]()
Und jetzt bitte wieder zum Thema.
Hier geht's nicht darum, ob Karate o.ä. Hobby ist oder nicht und was Hobby ist etcpp.
![]()
"Eternity my friend is a long f'ing time!"
Den Wikipedia Atikel hatte ich gelesen, bevor ich meinen Text geschrieben habe.
Ich bin beim Thema.
Die Frage, welche Bedeutung Gewalt im Rahmen des Übens hat, auf welche Weise insgesamt man übt und mit welchem Ziel man übt, hat nach meinem Verständnis damit zu tun, wie das Üben in der eigenen Biographie verortet ist. Welche Priorität es hat im Vergleich zu Erwerbstätigkeit Familienleben und Freizeit. usw.
So eindimensional habe ich doch auch gar nicht formuliert?
Es geht aber nun mal nur um diese eine Dimension hier. Gewalt und (hier) Karate. Und zwar Gewalt nicht in irgendeinem zu diskutierenden Sinne, sondern ganz konkret anhand eines Beispielvideos. Und ich seh, wie gesagt, den Zusammenhang zur Priorität von KK (hier Karate) im Leben nicht.
Da Du diesen Aspekt eingebracht hast, wärs doch an Dir, diesen Zusammenhang nachvollziehbar herzustellen.
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