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Thema: Karate und Gewalt

  1. #481
    Polarlicht Gast

    Standard

    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Du hast es absolut erfasst, schön zu lesen das es Leute gibt die unsere Prüfung verstehen.
    Man muss über "Fight" zu "Flight", was nicht möglich ist und letztendlich in "Freeze" mündet. Aus "Freeze" muss man wieder SELBER! rauskommen und zurück in "Fight". Dieser Prozess macht unglaublich viel und ist extrem wichtig.
    NIEMALS darf vor dem zweiten "Fight" (also in "Freeze") abgebrochen werden. Das wäre extrem gefährlich.
    Der Weg vom ersten "Fight" zum "Freeze" ist für die Prüfer extrem fordernd und auch sehr wichtig. Da sieht man in sich selber auch wichtige Dinge und braucht den Hauptprüfer um weder sich noch den Prüfling massiv zu gefährden.
    Das habe ich jetzt nicht verstanden.... Was meinst du mit Freeze? Schockstarre? Wenn ja, sollte die nicht vermieden werden? Warum führt immer ein Fight zum Freeze?

    btw: Ich bewundere jeden, der sich solch einer Prüfung stellt. Ich glaube nicht, dass ich mir das trauen würde.

    Grüße
    Polarlicht

  2. #482
    Edgebreaker Gast

    Standard

    Zitat Zitat von simplicius Beitrag anzeigen
    in der Bundeswehr?
    Nicht jede Armee dieser Welt hat einen Wehrbeauftragten, der sich wegen ein paar Backpflaumen in Hintern aufregt.
    Jop Bw.
    Hachja die Backpflaumen Paddel Geschichte...
    Nein hat nicht jede Armee, wäre wohl aber wünschenswert.
    Und trotzdem wäre mir aus dem Stehgreif keine Armee bekannt die versucht sich völlig fertige Psychopathen ranzuziehen.

    Edit: Nein ich halte Full Metal Jacket für nicht mehr zeitgemäss.

  3. #483
    Registrierungsdatum
    05.03.2012
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    47
    Beiträge
    2.138

    Standard

    Zitat Zitat von AndyLee Beitrag anzeigen
    Was also bleibt? Aus meiner Sicht auch weiterhin eine unklare Sichtweise auf die reale Gewalt. Für mich immer noch unklar, ob es "gute" und "schlechte" Gewalt gibt? Die überhaupt wichtigste Frage, ob man Gewalt, wo und wie immer sie vorkommt, nicht entschiedener gegenüber treten sollte, bleibt bis hierher jedenfalls unbeantwortet.
    Gewalt bedeutet Macht. Und Macht bedeutet Zwang.
    Zwang wiederum steht in einem elementaren Konflikt zu unseren gesellschaftlichen Grundwerten wie Freiheit. Insofern wird Gewalt üblicherweise nur dahingehend gesellschaftlich akzeptiert, wo sie zur Durchsetzung unserer Werte eingesetzt wird. (Staatliche Gewalt, Verteidigung etc.)

    Das Dumme ist nur... tief in uns sind wir auch noch Tier. Und unter Tieren bedeutet Macht Leben. Deshalb berauscht uns Macht wie selten etwas anderes, Macht (und damit Gewalt) ist mit die stärkste Droge, die wir kennen.
    Da liegt der Erfolg von MMA, von Boxen, von Actionfilmen begründet. Hatte hier schon jemand richtig geschrieben.

    In unserer Gesellschaft ist der Machtanspruch des Individuums schädlich. Extrem schädlich. Vernichtend. Wir akzeptieren diesen nur in sehr engen Grenzen. Diese Ablehnung ist für unser Zusammenleben unter dem Primat der Freiheit zwingend notwendig.

    Nur können wir nicht mehr unseren persönlichen Machthunger, der noch tief in uns als Überlebenskonzept verdrahtet ist, ausleben.
    Also suchen wir uns Schlupflöcher in unserer Gesellschaft, um dem Gewaltverbot zu entfliehen.

    Eine Möglichkeit ist es, Gewalt zu legitimieren, indem du positive Gründe vorschiebst. Indem du vorgibst, damit anderen zu helfen. Indem du dich auf Traditionen berufst, die üblicherweise gesellschaftlich positiv bewertet werden.

    Es gibt dank Inet unzählige Videos und Beschreibungen von Ritualen bei Armeen, Studenten, Arbeitsplätzen. Wo auch immer. Alle haben etwas gemein:
    Jemand darf Macht ausüben und genießt es. Schau dir mal die glänzenden Augen von den russischen Soldaten an, die im Rahmen von Ritualen die Neuen quälen und misshandeln dürfen. Die Strahlen wie kleine Kinder, denen du was schenkst. Die Macht, die sie ausleben durften, vergessen die ihr Leben nicht.
    Oder Eltern, die ihre Kinder regelmäßig schlagen und mißhandeln. Wenn du sie fragst, macht das denen natürlich keinen Spaß. Es geht nur um die Erziehung.

    Kanken betonte mehrfach, wie furchtbar anstrengend und belastend es für die "Prüfer" und ihn selbst ist, auf den "Prüfling" gemeinsam mit Knüppeln und Ketten einzuschlagen. Er leidet sozusagen selbst, wenn der "Prüfling" gedemütigt und erniedrigt wird.

    Glaubst du ihm das?

    Ich nicht. Das gesamte esoterische Geschwätz von Grenzerfahrungen und blablub ist Unsinn. Es ist die Legitimation, um seinen Machtrausch ausleben zu können. Ich denke, diese "Prüfungen" sind das Highlight des Jahres. Echte, nackte Gewalt. Echte Macht. Ganz ohne sportliche Grenzen.

    Natürlich zum Besten des Prüflings.

    Ist Gewalt was Gutes?
    Für ein Tier schon. Gewalt bedeutet Macht und damit Überleben.
    Für Menschen, die in Freiheit zusammenleben wollen, ist die Gewalt des Individuums zerstörerisch.

  4. #484
    ThiS Gast

    Standard

    Ich weiß ja nicht was ihr alle für ein Bild habt..
    Niemand wird durch so eine Prüfung auf die er ja auch noch vorbereitet wird, und die auch hinterher noch durch gesprochen wird zum "Killer".
    Das mag bei labilen Personen passieren, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die bei kanken vorher ausgesiebt werden.
    Im Prinzip wird dir nur gezeigt wozu du fähig bist - was du in dir "freisetzen" kannst. Das allein ist schon mal eine beängstigende Erfahrung (ich weiß nicht ob sich mein Erlebnis in der Hinsicht mit der Prüfung vergleichen lässt - meine Gespräche mit kanken über die Prüfung lassen mich das aber vermuten.. wenn ich mich irre, korrigiere mich bitte kanken).
    Mir ging es danach so, dass ich regelrecht Angst hatte, das so etwas wieder passiert. Gerade auf Wettkämpfen, oder im Training, oder im Alltag. Das hab ich jahrelang mit mir rumgetragen. Warum ist das passiert, was ist überhaupt passiert und wie verhindere ich, dass es nochmal passiert, und warum hat sich das irgendwo doch gut angefühlt? Da wäre ich Gott froh gewesen, jemanden wie kanken gehabt zu haben, mit dem ich hätte drüber reden können und der ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Geschweige denn wenn man darauf vorbereitet wird.
    Es ist aber nie wieder was in der Art passiert. Und nachdem ich mich jetzt schon seit ein paar Jahren mit mir selbst in dieser Hinsicht befasst habe bin ich mir ziemlich sicher, dass ich das unter Kontrolle habe, und das es nur rauskommt, wenn ich es will. (Um das zu kontrollieren würde ich ja gern die Prüfung bei kanken mitmachen)
    Und durch das Erlebnis bin ich mit Sicherheit nicht zu jemandem geworden, der leichtfertig Gewalt ausübt - im Gegenteil, mir ist eigentlich erst dadurch bewusst geworden was ich anrichten kann, und das hat mich eher abgeschreckt. Das war auch der Zeitpunkt an dem ich angefangen habe bei blöden Anmachen mein Ego im Zaum zu halten und auch mal eine Schelle zu kassieren ohne gleich eine Schlägerei anzufangen.


    Zitat Zitat von Simplicius
    Es hat mich jetzt doch gewundert, dass Dich Kanken in diesem Punkt nicht korrigiert hat, diese intensive Auswahl und Betreuung klingt irgenwie mehr nach Verantwortung übernehmen.
    Also was soll denn kanken dazu schreiben? Das man selbst dafür verantwortlich ist wenn man diese Seite raus lässt? Klar ist man das. Das das aber extrem unwahrscheinlich ist und eher das Gegenteil eintritt -gerade wenn man hinterher und vorher betreut wird und das Ganze mit Hilfe anderer verarbeiten kann? Die Vorstellung das kanken da ganze Armeen an Psychopathen heranzieht ist sowas von absurd, da würde ich an seiner Stelle auch nicht drauf antworten.

    Nehmt es mir bitte nicht übel aber manchmal habe ich so das Gefühl, dass die Fantasie mit dem einen oder anderen einen kleinen Ausritt macht..
    Nichts für Ungut

  5. #485
    ThiS Gast

    Standard

    So, nachdem ich keltes letzten Erguss gelesen habe würde ich ganz gern noch etwas anfügen:

    Ich gehe mit kelte insofern konform, dass in uns Menschen der Gewalttrieb verankert ist. Jeder von uns hat die Fähigkeit zur Gewalt. Ob er will oder nicht.
    Ich vermute mal die meisten Menschen unterdrücken diese Fähigkeit. Frei nach dem Motto was ich nicht sehe ist nicht da. Das Problem dabei ist, dass sich das irgendwann entladen kann.
    Kennt wahrscheinlich jeder in geringerem Ausmaß, einfach einen schlechten Tag gehabt, nur Stress auf der Arbeit und zuhause fragt die Freundin bringst du noch den Abfall raus - und Bäng explodiert das Ganze und die Freundin muss es Ausbaden und bekommt den Stress ab.
    Hat denke ich schon jeder mal so oder ähnlich erlebt. Dann gibt es ja noch Methoden - z.B. körperliche Ertüchtigung - mit dem sich das Stresslevel senken lässt.
    Soweit so gut.

    Jetzt gibt es aber den Fall der Kampfsportler/-künstler denen auch noch gezeigt wird, wie man einen menschlichen Körper auf (mal mehr/mal weniger) effiziente Art und Weise zerlegt.
    Was man ihm aber nicht zeigt, ist wie er mit dem unter Druck stehenden "Kochtopf" umgeht, wie man den Druck verringert, was passiert wenn er doch mal explodiert, und wie man mit den Nachwirkungen (ja die gibt es und die sind heftig) umgeht.
    Das Kuriose daran ist ja, je mehr man diese Gewalt in sich unterdrückt, desto eher geht sie hoch (das soll keine Aufforderung sein diese Gewalt auszuleben!!).
    Dazu kommt noch, dass dieses "Tier" in uns größtenteils totgeschwiegen wird weil Gewalt in der Gesellschaft nicht akzeptiert wird. D.h. man hat auch niemanden mit dem man darüber reden kann.
    Was wir also haben ist jemand der das Potential hat großen Schaden anzurichten, aber keine Ahnung, was er anrichten kann sollte er mal die Kontrolle verlieren - und wie man das verhindert.
    Ja, das ist Gott-sei-Dank selten. Aber jeder hat einen Punkt, an dem er bricht.

    Kurioserweise wurde diesem jemand dann Jahrelang beigebracht, was er an diesem Punkt alles für schöne Dinge tun kann, aber ihm wurde nicht einmal erklärt, was mit ihm passiert, wie es sich anfühlt und wie er zumindest ein Mindestmaß an Kontrolle bewahren kann. Auch mit den Auswirkungen, was es heißt Gewalt gegenüber jemand anderem auszuüben muss er dann allein klar kommen.

    Und das ist - in meinen Augen - was kanken mit der Prüfung bezweckt:
    Dem Prüfling klar machen, ihn erfahren zu lassen, was es heißt an den Punkt zu kommen, damit er im Ernstfall weiß was ihm passiert und die Kontrolle behalten kann und für die Prüfer führt es vor Augen was Gewalt mit ihnen - oder besser aus ihnen macht. Auf diese Weise werden beide auf diese Situation vorbereitet und Wissen zum Einen was passieren sollte, sollten sie austicken, und zum Anderen lernen sie damit umzugehen und es zu vermeiden.

    Kurz sie lernen die Gewalt in ihnen zu akzeptieren und mit ihr umzugehen. Und das - so seltsam das jetzt auch klingen mag - verringert die Wahrscheinlichkeit tatsächlich Gewalt auszuüben beträchtlich.

    Und eigentlich stellt sich mir die Frage, wie man Personen potentiell gefährliche Techniken zeigen kann ohne begleitende psychische Betreuung. (Muss ja nicht so extrem wie bei kanken sein)

    So wie immer gilt: Meine Ansicht - auch über kankens Prüfung. Kann also auch alles ganz anders sein..

  6. #486
    gasts Gast

    Standard

    Zitat Zitat von ThiS Beitrag anzeigen
    Nehmt es mir bitte nicht übel aber manchmal habe ich so das Gefühl, dass die Fantasie mit dem einen oder anderen einen kleinen Ausritt macht..
    Nichts für Ungut
    Wenn Du nicht willst das Dir die Leute was übel nehmen:
    Einfach weniger labern und besser zuhören.

    Und wenn Du mich meinst, Dann sprich mich auch direkt an und sprich nicht von dem "einen oder anderen".
    Ich habe weder was von Killer geschrieben, noch mich auf Fantasien bezogen, sondern klar auf den Beitrag von JudgeDread und hab extra nochmal nachgefragt:


    Zitat Zitat von JudgeDread Beitrag anzeigen
    Aber so ist das eben mit Gewalt und kämpfen lernen das ist nich toll und man ist dann kein Superheld sonder ja richtig der Schläger vor dem man doch so eine Angst hatte das passiert schneller als man gucken kann.

    Ach ja die Verantwortung trägt der Prüfling so siehts aus geht der los und vermoppt leute geht er los und vermoppt leute. Easy oder?
    Da steht klipp und klar, dass man zum Schläger wird und wenn der dann Leute vermoppt, dann vermoppt er halt Leute.

  7. #487
    ThiS Gast

    Standard

    Zitat Zitat von simplicius Beitrag anzeigen
    Wenn Du nicht willst das Dir die Leute was übel nehmen:
    Einfach weniger labern und besser zuhören.

    Und wenn Du mich meinst, Dann sprich mich auch direkt an und sprich nicht von dem "einen oder anderen".
    Ich habe eigentlich nicht dich direkt gemeint, sondern wirklich nur den einen oder anderen, aber wenn du dich angesprochen fühlst ist mir das auch recht..


    Ich habe weder was von Killer geschrieben, noch mich auf Fantasien bezogen, sondern klar auf den Beitrag von JudgeDread und hab extra nochmal nachgefragt:

    Da steht klipp und klar, dass man zum Schläger wird und wenn der dann Leute vermoppt, dann vermoppt er halt Leute.
    Deshalb habe ich versucht klarzustellen, dass man eben nicht zum Schläger wird.
    Gut der Killer war eine stilistische Übertreibung meinerseits..

  8. #488
    gasts Gast

    Standard

    Zitat Zitat von ThiS Beitrag anzeigen
    Ich habe eigentlich nicht dich direkt gemeint, sondern wirklich nur den einen oder anderen, aber wenn du dich angesprochen fühlst ist mir das auch recht..
    Wenn mich jemand zitiert, dann fühle ich mich irgendwie angesprochen.

    Zitat Zitat von ThiS Beitrag anzeigen
    Deshalb habe ich versucht klarzustellen, dass man eben nicht zum Schläger wird.
    Ja und damit widersprichst Du der Aussage von JudgeDread.
    Deine weiteren Ausführungen über die Kontrolle widersprechen IMO seiner Ansicht, dass man erstmal die Tür öffnet und das Tier rauslässt, um kämpfen zu können und erst im weiteren Verlauf der Ausbildung lernt, damit umzugehen.
    D.h. Du kannst eigentlich verstehen, dass ich mich wundere, dass Kanken das nicht korrigiert, obwohl er auf andere Aussagen von JD ausführlich eingegangen.
    Das Wundern entsteht ja dadurch, dass ich das, wie Du wohl auch, gerade so nicht verstanden habe.

  9. #489
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    Standard

    Zitat Zitat von ThiS Beitrag anzeigen
    Im Prinzip wird dir nur gezeigt wozu du fähig bist - was du in dir "freisetzen" kannst.
    Das zeige ich niemandem, indem ich ihn fertig mache, demütige, erniedrige, so wie kanken seine Prüfungen hier beschrieben hat.

    Das ist einfach nur Bullshit.

    Ich bin davon überzeugt, dass sich die "Prüfung" von kanken in einem wesentlichen Punkt von "echten" Prüfungen unterscheidet:

    Der "Prüfling" hat keine Möglichkeit, die Prüfung abzubrechen.

    Und ich sag dir auch warum:
    Nicht, weil es ihm schaden würde. Nein. Es würde ihm Macht geben. Der "Prüfling" wäre letztendlich der, der die Situation kontrolliert, beherrscht.

    Und wenn ich recht habe, dass es sich bei diesen "Prüfungen" um nichts weiter als Gewaltexzesse zwecks Machtrausch handelt, wäre dieser entscheidende Punkt der absolute Stimmungskiller für kanken und seine "Prüfergruppe". Daher vermute ich, ohne jemals solch eine "Prüfung" gesehen zu haben, dass der Prüfling die Prüfung nicht abbrechen darf.

  10. #490
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    Standard

    Zitat Zitat von simplicius Beitrag anzeigen
    D.h. Du kannst eigentlich verstehen, dass ich mich wundere, dass Kanken das nicht korrigiert, obwohl er auf andere Aussagen von JD ausführlich eingegangen.
    Das Wundern entsteht ja dadurch, dass ich das, wie Du wohl auch, gerade so nicht verstanden habe.
    Schau dir einfach mal diesen Strang und Kanken's Postings darin genau an.

    Nach meiner Einschätzung der letzten Tage ist es völlig wurscht, welch Theorien du aufstellst, die können noch so verwurstet, verwaschen oder schlicht unsinnig sein: Bring einfach zum Ausdruck, dass du Kankens esoterische Andeutungen so verstanden/interpretiert hast, und er wird zustimmen.

    Was im Umkehrschluss allerdings wieder meine Meinung bestärkt, dass er selbst nicht in der Lage ist, seine esoterischen Theorien irgendwo abzugrenzen... auf deutsch: Sie sind Unsinn, und er weiß das.

  11. #491
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    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    ...
    Und ich sag dir auch warum:
    Nicht, weil es ihm schaden würde. Nein. Es würde ihm Macht geben. Der "Prüfling" wäre letztendlich der, der die Situation kontrolliert, beherrscht.

    Und wenn ich recht habe, dass es sich bei diesen "Prüfungen" um nichts weiter als Gewaltexzesse zwecks Machtrausch handelt, wäre dieser entscheidende Punkt der absolute Stimmungskiller für kanken und seine "Prüfergruppe". Daher vermute ich, ohne jemals solch eine "Prüfung" gesehen zu haben, dass der Prüfling die Prüfung nicht abbrechen darf.
    So eine kranke Sch... - was denkst du dir da aus?

    Beantworte doch mal bitte meine Frage: hast du jemals Kampfsport oder irgendetwas anstrengendes betrieben?

    Wir sind heutzutage faul, gehen selten an unsere Grenzen. Manchmal schadet es uns nicht, wenn wir von außen an unsere Grenzen getrieben werden. Dann stellen wir nämlich fest, dass da noch viel mehr geht, als wir uns selbst zugetraut haben.

    Ich war gerade bei einem 4-tägigen Karate Training. Wie der Leiter so schön sagte, am Eingang geben wir unseren freien Willen für diese Tage ab, machen das, was uns gesagt wird, um an unsere Grenzen zu gehen, und diese zu erweitern.
    U.a. eine Trainingseinheit: 90 Minuten Kiba Dachi (Reiterstand) (Okay, für mich ab 40 nur noch 60 min). Einfach nur stehen, und ja nicht hochkommen. Das schafft fast niemand alleine, ist ne echte Qual. Aber in der Gruppe geht's. Aber auch nur, weil man durch eine Sache gezwungen wird: Wer das Training abbricht, ist raus, für immer, darf nie wieder in der Organisation trainieren. Wie gemein - aber wirkungsvoll.
    "Eternity my friend is a long f'ing time!"

  12. #492
    ThiS Gast

    Standard

    Zitat Zitat von simplicius Beitrag anzeigen
    Wenn mich jemand zitiert, dann fühle ich mich irgendwie angesprochen.
    Ok.. Mea Culpa ich hab zuerst auf deine Aussage geantwortet und dann den Text drüber gesetzt. Von daher war das schon eine Antwort auf deine Aussage, allerdings inhaltlich weiter gefasst.
    Ich korrigiere das gleich und setze das Zitat an eine weniger missverständliche Stelle.
    Edit: So verständlicher?

    Ja und damit widersprichst Du der Aussage von JudgeDread.
    Deine weiteren Ausführungen über die Kontrolle widersprechen IMO seiner Ansicht, dass man erstmal die Tür öffnet und das Tier rauslässt, um kämpfen zu können und erst im weiteren Verlauf der Ausbildung lernt, damit umzugehen.

    D.h. Du kannst eigentlich verstehen, dass ich mich wundere, dass Kanken das nicht korrigiert, obwohl er auf andere Aussagen von JD ausführlich eingegangen.
    Das Wundern entsteht ja dadurch, dass ich das, wie Du wohl auch, gerade so nicht verstanden habe.
    Ah.. Jetzt verstehe ich dich.
    Ich dachte du beziehst dich auf die Verantwortung die der Schläger selber tragen muss und willst das kanken dann für seine Taten "auf Lebenszeit" die Verantwortung übernehmen soll.

    Inwiefern man sich darauf vorbereiten kann ist aber eine interessante Frage. Weil die Situation sich ja wirklich erst ergibt, wenn man durch die "Tür" durch ist. Also ich würde tatsächlich sagen, das Lernen damit umzugehen kommt erst hinterher. Würde mich aber auch interessieren.
    Allerdings würde ich die Gefahr zum Schläger zu werden trotzdem für minimal halten.

  13. #493
    gasts Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Edgebreaker Beitrag anzeigen
    Und trotzdem wäre mir aus dem Stehgreif keine Armee bekannt die versucht sich völlig fertige Psychopathen ranzuziehen.
    Keine Armee der Welt braucht Psychopathen in den unteren Rängen.
    Die haben den Nachteil, dass die machen, was sie wollen, damit kann man schwerlich klar umrissene Aufträge umsetzen.
    Das Brechen und Wiederaufbauen dient allerdings nicht dazu, Psychopathen zu erziehen, sondern die vorhandenen Bindungen zu lösen und neue Bindungen zu schaffen.
    In den USA gibt es ja auch Bootcamps für schwererziehbare Jugendliche.
    Derartige Behandlungen kann ich mir in der Bundeswehr nicht vorstellen, zumindest nicht offiziell.

  14. #494
    Edgebreaker Gast

    Standard

    Zitat Zitat von simplicius Beitrag anzeigen
    Keine Armee der Welt braucht Psychopathen in den unteren Rängen.
    Die haben den Nachteil, dass die machen, was sie wollen, damit kann man schwerlich klar umrissene Aufträge umsetzen.
    Das Brechen und Wiederaufbauen dient allerdings nicht dazu, Psychopathen zu erziehen, sondern die vorhandenen Bindungen zu lösen und neue Bindungen zu schaffen.
    In den USA gibt es ja auch Bootcamps für schwererziehbare Jugendliche.
    Derartige Behandlungen kann ich mir in der Bundeswehr nicht vorstellen, zumindest nicht offiziell.
    So sehe ich das auch.... Ich bezog mich da nur auf das reisserische Bild vom halbnackten Killer der nur auf die Freigabe zum töten wartet.

    Jetzt wo die Bewerber hier alle freiwillig gehen dürfen, und die Nachwuchssorgen ach so gross sind, soll der Ton in der Ausbildung nochmal völlig anders geworden sein .

  15. #495
    ThiS Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Edgebreaker Beitrag anzeigen
    Jetzt wo die Bewerber hier alle freiwillig gehen dürfen, und die Nachwuchssorgen ach so gross sind, soll der Ton in der Ausbildung nochmal völlig anders geworden sein .
    Eine kurze halbe OT-Frage:
    Stellt ihr eigentlich wie die Amis fest, dass der Nachwuchs ein besseres taktisches Verständnis hat, aber dafür größere Hemmungen beim Gewalteinsatz zeigt?

    Die Amis sind (dem Hörensagen nach) dazu übergegangen die taktische Schulung zugunsten verstärkten Aggressionstrainings zurückzufahren..

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