Zitat Zitat von Terao Beitrag anzeigen
So ein Käse. In Europa tauchen die ersten Fechtbücher im Rahmen von bürgerlichen Fechtergesellschaften auf. In Japan gibt es seit spätestens dem 18. Jh. auch ein massives "bürgerliches" Interesse an der Fechtkunst. Regionale Ringerkünste waren schon Jahrhunderte davor in erster Linie volkstümliche Geschichten. In China findet sich schon sehr früh eine Abtrennung des (verachteten) Militärs von den angesehenen gesellschaftlichen Gruppen, die hochphilosophische Gesundheitssysteme mit, vielleicht, ehemals Kampfhintergrund pflegen. Tatsächlich kann man fast im Gegenteil sagen, dass Kampfkünste erst dann in ausgefeilter Form auf den Plan treten, wenn sie bürgerlich werden (oder wenn der "Kriegerstand" seine ursprüngliche militärische Bedeutung zu verlieren beginnt).
Stell dir die ganz einfache Frage, wer hat in einer Gesellschaft, die sehr stark auf körperlicher Arbeit (aus Ermangelung von Technologie) Energie und Zeit für Kampfkunst?

Dass der 'Bauer' oder Bürger heimlich Kampfkunst trainiert ist ein Mythos, dafür hat er nach dem ganzen Tag auf dem Feld/Arbeit keine Energie, von ganz anderen Voraussetzungen abgesehen.

Kampfkunst vor dem 19. Jhd. war in der Masse(!) immer in der begüterten adeligen Schicht zu finden (und letztendlich beruht jeder Adel auf Kriegsdienst, das verlor sich erst später)

Aber Offtopic.