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Thema: Kampfkunst - und seine Werte???

  1. #46
    FloT Gast

    Standard

    Zitat Zitat von washi-te Beitrag anzeigen
    Dein Charakter und diene Kampfkunst haben also gar nix miteinander zu tun...
    Also ich kann nur eines sagen:

    Mein Charakter hat sich durch das ausüben einer KK sehr verändert.
    Bin jetzt viel ruhiger und gelassener, und ich versuche mehr Höflichkeit an den Tag zu legen. Auch im Stau stehen treibt mich nicht mehr zur Weißglut.

    Deshalb bin ich der festen Meinung, dass diese Werte (zumindest für mich) an die Kampfkünste gebunden sind.

    Ich glaube nicht, dass ich mich durch Radfahren oder Tennisspielen charakterlich verändert hätte, wobei beide Sportarten echt toll sind.

  2. #47
    Antikörper Gast

    Standard

    Zitat Zitat von FloT Beitrag anzeigen
    Also ich kann nur eines sagen:

    Mein Charakter hat sich durch das ausüben einer KK sehr verändert.
    Bin jetzt viel ruhiger und gelassener, und ich versuche mehr Höflichkeit an den Tag zu legen. Auch im Stau stehen treibt mich nicht mehr zur Weißglut.

    Deshalb bin ich der festen Meinung, dass diese Werte (zumindest für mich) an die Kampfkünste gebunden sind.

    Ich glaube nicht, dass ich mich durch Radfahren oder Tennisspielen charakterlich verändert hätte, wobei beide Sportarten echt toll sind.
    Naja, evtl. bist Du auch einfach ausgelassener durch das Training.

  3. #48
    FloT Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Antikörper Beitrag anzeigen
    Naja, evtl. bist Du auch einfach ausgelassener durch das Training.
    Genau das glaube ich nämlich nicht.

    Ich bin, bevor ich mit Taekwondo angefangen habe, jahrelang Mountainbike gefahren.

    Gute Kondition hatte ich dadurch sicher mitbekommen, aber charakterlich änderte ich mich meiner Meinung nach nicht...

    Aber das ist halt schwer für mich zu sagen. Jemand der mich schon jahrelang kennt, wird dies sicher objektiver kommentieren können.

  4. #49
    Registrierungsdatum
    23.09.2009
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    CH-Basel
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    2.728

    Standard

    Zitat Zitat von FloT Beitrag anzeigen
    Also ich kann nur eines sagen:

    Mein Charakter hat sich durch das ausüben einer KK sehr verändert.
    Bin jetzt viel ruhiger und gelassener, und ich versuche mehr Höflichkeit an den Tag zu legen. Auch im Stau stehen treibt mich nicht mehr zur Weißglut.

    Deshalb bin ich der festen Meinung, dass diese Werte (zumindest für mich) an die Kampfkünste gebunden sind.

    Ich glaube nicht, dass ich mich durch Radfahren oder Tennisspielen charakterlich verändert hätte, wobei beide Sportarten echt toll sind.
    Aber das hättest du garantiert auch erreicht, wenn du z.B. in ein christliches Kloster eingetreten wärst. Als Beispiel.
    schwert|gedanken, ein Blog zu jap. Geschichte, Kultur und den klassischen Kriegskünsten

  5. #50
    FloT Gast

    Standard

    Zitat Zitat von ryoma Beitrag anzeigen
    Aber das hättest du garantiert auch erreicht, wenn du z.B. in ein christliches Kloster eingetreten wärst. Als Beispiel.
    Wahrscheinlich schon, aber das war nicht so nach meinem Geschmack.
    Ich hab es halt mit der sportlichen Seite versucht, anstatt nur zu beten und zu essen.

  6. #51
    Gast Gast

    Standard

    Zitat Zitat von washi-te Beitrag anzeigen
    Dein Charakter und diene Kampfkunst haben also gar nix miteinander zu tun...

    .. Leute Leute - Ihr redet ein Zeuch zusammen hier...
    Ich kann nur für mich sprechen, aber mein "Charakter" und meine KK haben tatsächlich wenig bis nichts miteinander zu tun.
    Mein Charakter (wenn man das so nennen will) wurde durch ganz, ganz andere Dinge geprägt (vor allem durch die jahre im Kinderheim) und nicht dadurch, daß ich mehrere Nachmittage/Abende in der Woche auf der Matte stand (und immer noch stehe).
    Was durch das Training sicher beeinflußt wurde, waren sogenannte Sekundärtugenden wie Pünktlichkeit, Fleiß ...
    Was davon erwirbt man ausschließlich durch das Training einer KK?

    Ich bestreite ganz energisch, daß ich charakterlich ein anderer wäre, wenn ich keine KK ausüben würde.

    Mir geht das Gedöns mit der angeblichen "Charakterschulung" durch das Ausüben einer KK langsam auf die Nerven, da es keinerlei belastbare Fakten dafür gibt, daß sich das Training tatsächlich positiv auf die charakterliche Entwicklung auswirkt.
    Alles, was ich dazu je gehört und gelesen habe, beruht auf frommen Wünschen.

    Zitat von fujikomma Beitrag anzeigen
    Eine Deutung wäre sich an diese "Tugenden" zuhalten würde selber denken automatisch generieren,
    die andere ist das man selber denken nicht wünscht(pssst mMn die wahrscheinlichste!).
    So ist es.

    Diese Tugenden enstammen als Liste dem Konfuzianismus.

    Sie wollen weder eigenständiges Denken noch autarkes Handeln produzieren. Sie sind darauf angelegt, die bestehende Ordnungen, gesellschaftlichen Strukturen und Hierarchien zu festigen.
    Sehr richtig!
    Und nun überlegen wir mal, welche "positiven" Charaktereigenschaften diese Tugenden angeblich wecken und fördern sollen ...
    Positiv wurde das doch lediglich im Kontext des entsprechenden gesellschaftlichen Umfeldes und der entsprechenden soziokulturellen Gegebenheiten gesehen.
    Diese sind aber hier und heute ganz andere.

    Davon mal ganz abgesehen ...
    Ich habe sehr, sehr viele ... na, sagen wir mal: aggressive Menschen getroffen, denen der jeweilige Kampfsport / die jeweilige KK vor allem dazu diente, ihre Aggressionen ungeniert auszuleben. Auf der Matte, im Ring und im Alltag.
    Es ist ein Mythos, daß man prinzipiell "friedlicher" werden würde, wenn man einen KS/eine KK trainiert.
    Ich habe etliche holländische Hooligens kennengelernt, die eifrig Muay Thai trainieren und sogar Wettkämpfe mitmachen - und sich trotzdem kloppen. Ich habe Engländer aus Liverpool und Birmingham und Gorlston kennengelernt, die fleißig und ernsthaft regelmäßig zu Boxtraining gehen, seit Jahren schon. Und die trotzdem im Pub und anderswo sehr, sehr gern hinlangen. Ich habe Kickbox-Eleven unterschiedlicher Nationen erlebt, für die Kickboxen durchaus sehr viel mehr als ein Sport ist - sie sehen es als Mittel an, sich in ihren Kreisen Respekt zu verschaffen und ihre Interessen durchzusetzen.
    Und sie alle sind fleißig im Training, kommen pünktlich, strengen sich an, halten durch, trainieren diszipliniert ...
    Und dann ziehen sie los und benutzen das, was sie gelernt haben.
    Ich frage mich angesichts dessen, wo denn da die vielgerühmte "Charakterschulung" geblieben sein mag, die doch angeblich automatisch bessere Menschen generiert ...

  7. #52
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    Naja rambat... Es dauert nicht lange bis der Erste kommt und meint, dass du da natürlich die "falschen" KK ausgesucht hast. BUUUDOOO, Mann, BUUUUDOOOO!
    schwert|gedanken, ein Blog zu jap. Geschichte, Kultur und den klassischen Kriegskünsten

  8. #53
    FloT Gast

    Standard

    Natürlich ist es jedem selbst überlassen, wie man es sieht.

    Ist doch schön wenn es unterschiedliche Ansichtsweisen gibt.

  9. #54
    Gast Gast

    Standard

    Naja rambat... Es dauert nicht lange bis der Erste kommt und meint, dass du da natürlich die "falschen" KK ausgesucht hast. BUUUDOOO, Mann, BUUUUDOOOO!

    Ja, genau das meine ich ...

    Ich bin nämlich der Meinung, daß das ein ganz generelles Problem ist ...
    Im Grunde, so vermute ich, wollen sich die meisten derer, die so auf der "Charakterschulung durch KK" herumreiten, der Tatsache nicht stellen, daß KK eben per se nichts Friedliches, Nettes, "Völkerverbindendes" sind.
    KK sind dazu da, andere Menschen zu verstümmen und zu töten.
    AUCH und GERADE die Budodisziplinen.
    Aber offenbar sind wir wieder mal an der Stelle angelangt, wo man den einen oder anderen mal daran erinnern muß, was das Kanji BU bedeutet. Es heißt soviel wie "militärisch".
    Wird gern mal verwechselt mit dem Kanji WA, ich weiß ...

    BU.
    Militärisch.
    Und in diesen MILITÄRISCHEN Disziplinen / Schulen werden ganz sicher bestimmte Charaktereigenschaften von Vorteil sein und deshalb gefördert: Unterordnung, bedingungsloser Gehorsam (!), Durchhaltevermögen, Härte, und vor alle die Bereitschaft, Gewalt auszuüben.
    Das wird dann gern übertüncht, indem man davon redet, so etwas sei ja "nur zur Selbstverteidigung" gedacht etc.
    Weil das irgendwie nicht ausreicht und man noch immer so ein unbehagliches Gefühl hat, werden dann olle konfuzianische "Tugenden" rausgekramt und der ganze Zinnober wird damit verbrämt.
    Und dann trägt man diese "Tugenden" vor sich her wie eine Monstranz ...
    Irgendwie albern.

  10. #55
    Terao Gast

    Standard

    Dachte, das bu käme von Waffentänzen an Schreinen.

  11. #56
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    Zitat Zitat von rambat Beitrag anzeigen
    BU.
    Militärisch.
    Und in diesen MILITÄRISCHEN Disziplinen / Schulen werden ganz sicher bestimmte Charaktereigenschaften von Vorteil sein und deshalb gefördert: Unterordnung, bedingungsloser Gehorsam (!), Durchhaltevermögen, Härte, und vor alle die Bereitschaft, Gewalt auszuüben.
    ne andere Frage ist noch: werden diese Eigenschaften gefördert, oder werden da nur Leute ausgesiebt, die diese Eigenschaften eh schon haben (und die anderen nach Hause geschickt)
    wahrscheinlich beides

  12. #57
    Gast Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Terao Beitrag anzeigen
    Dachte, das bu käme von Waffentänzen an Schreinen.
    Du Schelm.

  13. #58
    Gast Gast

    Standard

    Zitat Zitat von gion toji Beitrag anzeigen
    ne andere Frage ist noch: werden diese Eigenschaften gefördert, oder werden da nur Leute ausgesiebt, die diese Eigenschaften eh schon haben (und die anderen nach Hause geschickt)
    wahrscheinlich beides
    Wahrscheinlich beides.
    Aber das wollen die Friedenserzieher, Budoromantiker und Möchtegern-Pädagogen natürlich nicht hören ...
    Wieso muß ich jetzt an einen nicht genannt sein wollenden Budo-Pädagogen denken, der ein vor Pathos triefendes Büchlein verfaßt hat, in welchem er sich selbst und dem geneigten Publikum nachzuweisen versuchte, daß vor allem die chinesischen und japanischen KK schon immer ganz doll friedlich waren und die Samurai ebenso wie die "chinesischen Kampfmönche" wahre Ausbünde an Tugend und so edel, daß man es kaum ausgehalten hat ...?

  14. #59
    washi-te Gast

    Standard

    Sehr merkwürdig, wie sich manche hier an Ausnahmen festklammern und das regelhaftige nicht wahrnehmen wollen.

    Zitat Zitat von rambat Beitrag anzeigen
    Ich bestreite ganz energisch, daß ich charakterlich ein anderer wäre, wenn ich keine KK ausüben würde.
    Das bestreite ich. Aber du kannst es natürlich nicht vergleichen, weil du dich ohne Training ja nicht kennst.

    Mir geht das Gedöns mit der angeblichen "Charakterschulung" durch das Ausüben einer KK langsam auf die Nerven, da es keinerlei belastbare Fakten dafür gibt, daß sich das Training tatsächlich positiv auf die charakterliche Entwicklung auswirkt. Alles, was ich dazu je gehört und gelesen habe, beruht auf frommen Wünschen.
    Es gibt sehr wohl belastbare Fakten, z.B. diese: http://www.amazon.de/product-reviews...owViewpoints=1

    Es ist völlig einleuchtend, dass nahezu jede Partnerübung auf Zusammenarbeit angewiesen ist. Und selbstverständlich ist das erzieherisch wirksam. Ich würde gerne ma die trainieren sehen, die das bestreiten.

  15. #60
    washi-te Gast

    Standard

    Ahh - ich sehe du sprichst es schon an.

    Sry - es gibt sozialwissenschaftliche Methoden, und wenn du ihn widerlegen willst, reicht runterreden nicht aus.

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