@Rene
Ich habe auf dich reagiert... wie du gesehen hast, weil du zwar das Wort "Sorgerecht" nicht erwähnt hast, aber deutlich gemacht hast, Erziehungsaufgaben übernehmen zu wollen - was eben rechtlich nicht möglich ist. Diesen Irrtum muss man einfach aufklären, sonst glaubt hier jeder noch, als Trainer allmächtig zu sein... was faktisch nicht stimmt. Demnach: Kein Recht eines Elternteils endet - Zitat - "...an der Türschwelle". Da bist du einfach im Irrtum und auf dem aber von sowas von auf dem Holzweg...
@oldtomtom
Das ist natürlich richtig... Disziplin... Diese Absichten der Eltern kenne ich auch. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass sowas wie Disziplin z. B. im Fußball - gerade bei Kindern - wesentlich härter geahndet wird. Ich habe auch nur erwähnt, dass man mit Liegestützen bei einigen Eltern Probleme bekommen kann, weil ich da - aus meiner beruflichen Erfahrung - einfach schon einmal erlebt habe. Wichtiger finde ich aber den Fokus - wenn man dann schon mit Kindern arbeitet - eben auch auf die kindlichen Bedürfnisse zu richten... nicht auf die Defizite.
Meiner Erfahrung nach sind es auch nur die wenigsten Kinder, die wirklich so auffällig sind, dass man eingreifen muss. Ich mache es oft so, dass ich diese Kinder - zwecks der Disziplin - zum zuschauen auf die Bank setze, den anderen Kindern eine Aufgabe gebe und mich dann zu diesem Kind auf die Bank setze, um mit dem Kind diese "Disziplinfrage" zu kären. Oft überlasse ich es dann dem Kind selbst, wieder zurück in das Training mit den anderen zu gehen, mit der bitte, diese erst zu tun, wenn es sich sicher ist, auch noch mittrainieren zu wollen. Im Übrigen bespreche ich derartige Maßnahmen immer und grundsätzlich nach dem Training mit den Eltern. Sollte ich zu dem Eindruck kommen, dass so ein Kind das Training "sprengt" oder aus sonstigen Gründen besser nicht mehr zum Training kommen sollte, hat das - aus Sicht der Eltern - dann eine gewisse Nachvollziehbarkeit. Auch die Eltern werden eben mitgenommen.
Zu deinem ADHS Kind: Glückwunsch! So etwas höre ich auch nicht oft. Aber man sieht: Manchmal sind es auch nur die Kleinigkeiten, auf die es ankommt. Aber danke für die Weitergabe dieser Erfahrung.
Wenn ich zu deinem letzten Satz noch etwas ergänzen darf: Kinder brauchen Hilfestellungen, Anleitungen und! Grenzen! Und: Kinder benötigen Personen, an denen sie sich orientieren und anlehnen können. Dann lernen Kinder - praktisch wie von "Geisterhand" Grenzen ganz automatisch... ohne, dass jemand eingreifen muss. Kinder sind leicht zu begeistern... sowas kann man im Training hervorragend ausnutzen.
@Kajihei
Genau. Nach so einer Probestunde weiß jeder, worauf er sich einlässt. Dennoch sollte man dies aus Sicht der Kinder betrachten. Kein Kind hat eine Idee von einem Handwerk oder Beruf aber viel Erfahrungen im Spielen und somit in der Einhaltung von Regeln. Wenn mit Kindern "gearbeitet" wird in Form von Trainieren, tut man gut daran, sie nicht wie kleine Erwachsenen zu behandeln, sondern wie Kinder, die ganz andere Bedürfnisse haben, z. B. das Grundbedürfnis nach Bewegung(sfreiheit), nach Spiel aber auch, wie oldtomtom schon erwähnte, nach Grenzen und nach "sich ausprobieren".




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