The Lancet gehört zu den bedeutendsten Fachzeitschriften weltweit.
Du unterschätzt so ein klitzekleines bisschen, worüber du redest, wenn du meinst, dass ein vergleichsweise popliger "Mainstream"- TV - Bericht, in den du übrigens weit mehr hineininterpretierst, als dieser aussagt, da irgendwas belegen könnte. Vielleicht solltest du dich mal über die, im Bericht erwähnte Carstens Stiftung ein wenig schlau machen.
Dieses Argument hört man öfters und ich frage mich immer, ob es sich dabei um Hoffnungen oder verzerrte Wahrnehmungen handelt. Ich gehe jedenfalls nicht davon aus, dass du diese Aussage irgendwie belegen kannst.Und die von dir bemühte "Fachwelt" ist in Wahrheit ein stetig kleiner werdender Kreis von Oldschool-Leugnern... tatsächlich bewegt sich die Schulmedizin in großen Schritten auf die Homöopathie zu, auch das zeigt der BR-Film eindrucksvoll.
Es gibt eine Stellungnahme der Charite, aus einer Zeit vor der Geburt meiner Eltern, wo ausgeführt wird, dass die Homöopathie nicht zur Therapie ernsthafter Krankheitszustände geeignet ist (finde ich leider nicht im Web). Die Marburger Erklärung ist von 1996 oder so, Shang et al, die ja eine Übersichtsarbeit erstellt haben von 2005 und letztes Jahr kam eine große australische Studie, die im Auftrag von deren Gesundheitswesen durchgeführt wurde im Prinzip zu dem selben Schluss, wie die Charite schon irgendwann inden 1950ern. Und das war nur ein kleiner Ausschnitt über die fachliche Auseinandersetzung mit der Homöopathie innerhalb etwa eines halben Jahrhunderts.
Seither hat sich an der Evidenz nichts getan - an der Medizin allerdings schon. Die strebt immer mehr nach dem Ideal der Evidenzbasierung. Das kann man gut finden oder nicht und ich sehe diese Entwicklung nicht nur positiv. Aber die Entwicklung hin zur EBM ist unbestreitbar und damit sinkt die Bedeutung der Homöopathie. Die tatsächliche Entwicklung verhält sich diametral zu dem, was du schilderst. Vor wenigen Jahren gab es in Belgien eine Gesetzesänderung, die dazu führt dass die Homöopathie dort wohl gäntlich verschwinden wird:
Die endgültigen Bedingungen zur legalen Berufsausübung sind:
Therapeuten müssen qualifizierte sein als Arzt, Zahnarzt oder Hebamme.
Hierdurch wird vielen Homöopathen, die in Belgien seit Jahren praktizieren und ihre Steuern bezahlen, ihre Existenzgrundlage entzogen.
Sie müssen einen Abschluss in Homöopathie von einer offiziellen Hochschule oder Universität haben. Niemand in Belgien erfüllt diese Forderungen, da bis zum heutigen Tag Homöopathie nur in privaten Schulen unterrichtet wurde, egal, ob es sich um Ärzte oder Nicht-Ärzte handelt. Darüber hinaus haben die Dekane der medizinischen Fakultäten kürzlich verlauten lassen, dass Homöopathie in einem medizinischen Curriculum nichts zu suchen habe und sie es ablehnen würden, Homöopathie an Universitäten zu unterrichten.Eine weitere Forderung besagt, dass Ärzte, Zahnärzte und Hebammen Homöopathie nur für evidenz-basierte Indikationen verschreiben dürfen.Worüber lachst du denn? Ich war doch nicht von Anfang an gegen Homöopathie. Schon die Annahme ist doch Quatsch. Ich kann, nach dem, was ich mittlerweile weiß aber nicht mehr dafür sein. Ich habe dir dafür mehrere Gründe genannt:Das sagt ja der Richtige. Ich lache hart.
- fehlende Evidenz (auf die zumindest ich mich ein Stück weit angewiesen fühle)
- fehlende Plausibilität
- medizinische Bedenken, wenn ich sie als mehr, als nur ein Plazebo betrachte, weil dann de facto unkontrollierbar, wenn ich von echter Wirkung ausgehe.
Dass ich jetzt dagegen bin heißt nicht, dass ich es immer war. Ich vertrete den Schluss zu dem ich gekommen bin.
Glaub was du willst, aber das Bewusstsein bestimmt nicht das Sein.Meine Haltung ist nicht dogmatisch, ich verteufle nicht die Schulmedizin, sondern ihr seid es, die die Homöopathie als Humbug und Quacksalberei verwerfen, obwohl ständig zunehmend auch Schulmediziner diese Meinung über Bord werfen: wegen nachgewiesener und seriös dokumentierter Erfolge der Homöopathie - auch unter schulmedizinischer Aufsicht.





- TV - Bericht, in den du übrigens weit mehr hineininterpretierst, als dieser aussagt, da irgendwas belegen könnte. Vielleicht solltest du dich mal über die, im Bericht erwähnte Carstens Stiftung ein wenig schlau machen.
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