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Thema: Warum ich nicht Motorrad fahre

  1. #31
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    Also ich fahr Motorrad und das leidenschaftlich gern. Natürlich ist das Risiko, verletzt zu werden oder zu sterben, auf so einem Zweirad größer als in einem Auto. Aber was ist nicht ohne Risiko.

  2. #32
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    Zitat Zitat von dermatze Beitrag anzeigen
    [...] Fälle, wo es nur noch hieß "Leben erhalten zwecks möglicher Organspende" ließen mich ein wenig umdenken.
    Genau das meinte ich mit meinem Posting bzgl. Organspende.

    Manchmal wünsche ich mir, dass der ein oder andere nur ein einziges Mal das sehen und tun müsste, was ich sehen und tun muss.

  3. #33
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    Ich lebe am Rande der Eifel. Wenn ich mit dem Mopped auf größerer Tour bin, geht's immer in die Eifel oder ins bergische Land. Die Tagesstrecken umfassen nach Lust und Laune zwischen 250 und 400km, rund um den Nürburgring oder Richtung Benelux. Jeder, der regelmäßig hier fährt, kennt Motorradunfälle, mit glimpflichen und tragischen Ausgängen. Ich habe auch schon ein halbes Dutzend Stürze während der Fahrt gesehen und Unfallorte mit abgesichert, auch das ist keine Ausnahme. Vor mir ist ein Motorradfahrer auf regennasser Fahrbahn weggerutscht und mit dem Hals genau unter die Ladekante eines LKW's aus dem Querverkehr geraten. Er war natürlich sofort tot. Die allermeisten Motorradfahrer werden sich auch mit solchen Bereichen auseinandersetzen. Jeder soll seine Entscheidungen treffen, aber Menschen sind per se nicht weniger verantwortungsbewusst, weil sie Motorrad fahren. Dann könnte ein Onkologe jedem Raucher erzählen "du solltest nur ein einziges Mal das sehen und tun, was ich sehe und tue"...

    Will sagen: Vergleiche führen zu nichts. Mein Vater würde nie Motorrad fahren und ich halte mich für recht vorsichtig und verantwortungsbewusst, obwohl ich Motorrad fahre. Allerdings bleibt es ein gefährliches Hobby und man muss sich regelmäßig selbst disziplinieren und sollte nie nachlässig/leichtsinnig werden. Das ist halt der springende Punkt...
    It 's not who I'm underneath but what I do that defines me. Bruce Wayne
    Dabei würdest Du sogar beim Schattenboxen verlieren. Kannix

  4. #34
    dermatze Gast

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    Zitat Zitat von MCFly Beitrag anzeigen
    Ich lebe am Rande der Eifel. Wenn ich mit dem Mopped auf größerer Tour bin, geht's immer in die Eifel oder ins bergische Land. Die Tagesstrecken umfassen nach Lust und Laune zwischen 250 und 400km, rund um den Nürburgring oder Richtung Benelux. Jeder, der regelmäßig hier fährt, kennt Motorradunfälle, mit glimpflichen und tragischen Ausgängen. Ich habe auch schon ein halbes Dutzend Stürze während der Fahrt gesehen und Unfallorte mit abgesichert, auch das ist keine Ausnahme. Vor mir ist ein Motorradfahrer auf regennasser Fahrbahn weggerutscht und mit dem Hals genau unter die Ladekante eines LKW's aus dem Querverkehr geraten. Er war natürlich sofort tot. Die allermeisten Motorradfahrer werden sich auch mit solchen Bereichen auseinandersetzen. Jeder soll seine Entscheidungen treffen, aber Menschen sind per se nicht weniger verantwortungsbewusst, weil sie Motorrad fahren. Dann könnte ein Onkologe jedem Raucher erzählen "du solltest nur ein einziges Mal das sehen und tun, was ich sehe und tue"...

    Will sagen: Vergleiche führen zu nichts. Mein Vater würde nie Motorrad fahren und ich halte mich für recht vorsichtig und verantwortungsbewusst, obwohl ich Motorrad fahre. Allerdings bleibt es ein gefährliches Hobby und man muss sich regelmäßig selbst disziplinieren und sollte nie nachlässig/leichtsinnig werden. Das ist halt der springende Punkt...
    Da stimme ich dir zu. Ich bin auch gerne gefahren - so ist das nicht. Ich halte mich für einen sehr vorausschauenden Fahrer, der der Verkehrssituation entsprechend fährt. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass (ich jedenfalls) eben diese auf dem Motorrad durch die Vorteile, die man da genießt anders bewerte und ich habe auch wiederholt die Erfahrung gemacht.... sagen wir mal am Kurvenausgang nicht unbedingt dort rauszukommen, wo ich eigentlich rauskommen wollte.

    Es ist aber wirklich nochmal ein Unterschied, ob man mit absperrt, vielleicht auch was sehen muss oder ob man am Opfer (länger) arbeitet - egal in welcher Funktion. Und wahrscheinlich spielt auch eine Rolle, mit welcher Erfahrung man dies tut. Das sind halt unterschiedliche Perspektiven.
    Ich habe auch so einen gewissen Gesinnungswandel durchgemacht. Ich halte das Leben und die Gesundheit (auch anderer) geradezu für ein fast heiliges Gut. Aus dieser Sicht finde ich manche Argumentation ein wenig...

    Aber ich würde niemals jemandem, nur weil er Motorrad fährt irgendetwas absprechen - auch nicht auf Basis meiner Erfahrungen. Es sind halt unterschiedliche Lebenswirklichkeiten und so wie der eine sagt "was ich sehen muss usw." (teilweise Vergleichbares sieht man ja auch bei Unfällen auf dem Bau etc.) so sagt der andere eben "Ihr müsstet einmal dieses Gefühl haben...".

    Da ist es wirklich Leben und Leben lassen.

  5. #35
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    Ich sags mal so: rational gesehen, sollte man vom Moped Abstand halten. Man begibt sich für reinen Luxus (diese Rolle nimmt das Motorrad jedenfalls bei mir ein) in Gefahr. Von daher hat jeder mein Verständnis, der sich gegen dieses Hobby ausspricht. Ich bin sowieso nicht immer vernünftig. Es ist also eine bewusste Entscheidung wider der Vernunft...

    ...ich halte einfach nichts von aufwiegen. Es gibt auch Rettungssanitäter und Ärzte, die Motorrad fahren. Habe mich auch nie damit auseinandergesetzt, ob es schockierender ist, einen Unfall in der Entstehung zu sehen oder die Verletzten zu versorgen. Sind einfach unterschiedliche Erfahrungen.
    It 's not who I'm underneath but what I do that defines me. Bruce Wayne
    Dabei würdest Du sogar beim Schattenboxen verlieren. Kannix

  6. #36
    m.l.l. Gast

    Standard

    Rational gesehen hast Du den Unfall, nicht das Motorrad. Gut, Helmut Dähne ist auf der Nordschleife mal eine Felge gebrochen - war aber auch eine Magnesiumfelge, wie sie im Straßenverkehr nicht zugelassen ist. Und Dähne ist nach seiner Genesung (natürlich) auch wieder gefahren.

    Dähne kann halt auch fahren:



    Derjenige unten im Video hat's mit dem Fahren nicht so gehabt - zumindest an dem Tag nicht. War wohl gerade von einem besonderen Erlebnis zurückgekehrt und stand vielleicht emotional neben sich - ist mir ein ansonsten ein Rätsel, wie man sich so verhalten/ fahren kann:

    - Hinweis: nicht schön anzusehen - auch wenn man nix Körperliches sieht - tödlicher Unfall -


  7. #37
    GlaucaB1 Gast

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    Zitat Zitat von m.l.l. Beitrag anzeigen
    ist mir ein ansonsten ein Rätsel, wie man sich so verhalten/ fahren kann
    Was genau meinst du? Überhöhte Geschwindigkeit?

  8. #38
    Silberpfeil Gast

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    Zitat Zitat von dermatze Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass dich keiner als irgendwas hingestellt hat und niemand wird dir dein Hobby nehmen wollen.
    Ist das so? Hier wird doch das Unfallrisiko dazu instrumentalisiert, mein Leben fremdzubestimmen. Mein Recht, eigene Entscheidungen zu treffen und dafür Verantwortung zu übernehmen wird pauschal in Frage gestellt durch das erhöhte Risiko einer schweren Unfallfolge. Soweit ist noch nichtmal die Versicherungswirtschaft.

    Wenn es nur den Fahrer betrifft (als ob das jemals so ist...) darf er gerne fahren, aber wenn er Familie hat oder sonst jemandem, der von ihm abhängig ist, dann ist ihm diese Entscheidung abzunehmen und wenn er es trotzdem macht, ist er verantwortungslos?

    Ob ich aufhöre, entscheide ich, nicht meine Familie, nicht meine Verwandten und (in meinem Fall) auf gar keinen Fall ein Dosenfahrer, der letztes Jahr blind abgebogen ist.

  9. #39
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    Es entscheidet jeder selbst für sich, was gut für ihn ist und was nicht. Darum geht es mir auch gar nicht.
    Ich habe nur aufgrund meiner Erfahrungen Zweifel daran, dass sich tatsächlich jeder Motorradfahrer der Gefahr bewusst ist und sich dementsprechend auf der Gasse verhält (ganz besonders Anfänger). In vielen Dingen habe ich auch einmal anders gedacht, bevor ich in andere Rollen geschlüpft bin, aus deren Perspektive vieles plötzlich anders aussah. Nur um das Umdenken geht es mir bei den betreffenden Kandidaten. Wer sich dann immer noch dafür entscheidet, dann mit der richtigen Portion gesunden Menschenverstand. Risiko bleibt immer. Soweit meine These.

  10. #40
    dermatze Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Silberpfeil Beitrag anzeigen
    Ist das so?
    Ich orientiere mich an dem, was hier steht. Nicht mehr, nicht weniger. Und wenn ich nichts überlesen habe, dann ist das so, ja.

    Hier wird doch das Unfallrisiko dazu instrumentalisiert, mein Leben fremdzubestimmen.
    Ach du meine Güte, das hier ist ein Internetforum. Wie sehr oder wenig eigen die eigenen Entscheidungen sind lohnt zwar zu diskutieren, aber ein Internetforum wird wohl kaum besonders geeignet sein dich fremdzubestimmen. Ich sehe in solchen Empfindlichkeiten ein Problem mit gewissen sachlichen Standpunkten.

    Mein Recht, eigene Entscheidungen zu treffen und dafür Verantwortung zu übernehmen wird pauschal in Frage gestellt durch das erhöhte Risiko einer schweren Unfallfolge.
    Ich habe hier, neben anderem aber genau das Gegenteil gelesen. Und die Verantwortung wie auch mögliche Folgen KANN dir eh keiner abnehmen.

    Wenn es nur den Fahrer betrifft (als ob das jemals so ist...) darf er gerne fahren, aber wenn er Familie hat oder sonst jemandem, der von ihm abhängig ist, dann ist ihm diese Entscheidung abzunehmen und wenn er es trotzdem macht, ist er verantwortungslos?
    Ich habe mich zur Verantwortung gar nicht geäußert, aber da du mich fragst: Ja, unter gewissen Bedingungen ist dies verantwortungslos. Das kann doch gar nicht in Frage stehen.

    Ob ich aufhöre, entscheide ich...
    Ja wer denn auch sonst?! Das entscheidet jeder für sich allein. Es ist aber eine Entscheidung, die einen aber nicht alleine betrifft.

  11. #41
    Silberpfeil Gast

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    Zitat Zitat von Krümel2 Beitrag anzeigen
    Ich habe nur aufgrund meiner Erfahrungen Zweifel daran, dass sich tatsächlich jeder Motorradfahrer der Gefahr bewusst ist und sich dementsprechend auf der Gasse verhält (ganz besonders Anfänger).
    Und selbst dann ist es ihre Entscheidung. Ob informiert oder nicht spielt keine Rolle. An dem Punkt sind wir schon lange angelangt. Jedes Jahr zu Saisonbeginn fallen alle Medien wieder in den Reigen ein und belehren Motorradfahrer über die Gefahren ihres Tuns. Nicht ergebnisoffen sondern mit eindeutiger Intention wird der Teufel an die Wand, bzw. die Blutflecken auf den Asphalt gezeichnet, so dass sich der deutsche Michel wundert, wie es solche Lebensmüden auf zwei Rädern hier überhaupt noch geben kann.

  12. #42
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    Zitat Zitat von Krümel2 Beitrag anzeigen
    Es entscheidet jeder selbst für sich, was gut für ihn ist und was nicht. Darum geht es mir auch gar nicht.
    Zitat Zitat von Silberpfeil Beitrag anzeigen
    Und selbst dann ist es ihre Entscheidung.
    Hab mich extra für dich nochmal zitiert. Lies bitte richtig...

    Ich ergänze meine Aussage, das trotz aller Informationen auch noch paar Vollpfosten übrig bleiben. Es liegt nunmal in der Natur der Medien, zu berichten und zu informieren. Was der Leser daraus macht, siehe oben...

  13. #43
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    Man kann andere aufgrund des eigenen Erfahrungsschatzes nicht dazu bewegen, ihr eigenes (oder das wie auch immer geartete Risiko für andere) in der individuell erfahrenen Tragweite abzuschätzen.
    Der Sensibilisierungsversuch ist löblich und scheint vernünftig, aber wie McFly schrieb bleibt es bei unterschiedlich erlebten Perspektiven, die andere Perspektive kann nicht (zumindest nicht durch Gedankenspiel) erfahren werden und es gibt auch keinen moralinsauren Anspruch darauf, dass andere mal die Zusammenflick-, Auflese- oder Krankenhauspflegearbeit verrichten sollten, damit sie wirklich wissen... usw.
    Ganz unabhängig davon, dass jeder machen kann was er will und für richtig hält.

  14. #44
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    Irgendwie habe ich den Eindruck, dass ich Südschwedisch rede.

    Auch für dich nochmal meine Hauptaussage:

    Zitat Zitat von Krümel2 Beitrag anzeigen
    Es entscheidet jeder selbst für sich, was gut für ihn ist und was nicht.
    Das hier...

    Zitat Zitat von Krümel2 Beitrag anzeigen
    Manchmal wünsche ich mir, dass der ein oder andere nur ein einziges Mal das sehen und tun müsste, was ich sehen und tun muss.
    ...ist ein hypothetischer Gedankengang ohne jegliche Handlungsabsicht und ein großer Unterschied zu "Ich erwarte, dass jeder Motorradfahrer x-Stunden im Rettungsdienst/Pflege mitarbeitet und dann anders zu denken hat.".
    Wenn mich tatsächlich jemand fragen sollte, hätte ich ohnehin vieeel mehr Argumente, genau das nicht zu tun.

    Bei manchen Früchtchen wünsche ich mir auch die Therapieform übers Knie legen, umsetzten würde ich es selbstverständlich trotzdem nicht.

    Zitat Zitat von Krümel2 Beitrag anzeigen
    Es entscheidet jeder selbst für sich, was gut für ihn ist und was nicht.
    Eben jeder, wie er mag.

  15. #45
    Bero Gast

    Standard

    Ich bin früher immer gerne Motorad gefahren.

    Hab dann in sehr kurzen Abständen zwei gute Freunde von mir durch Motoradunfälle verloren, den einen hat es auf ner gemeinsamen Tour 30 meter vor mir erwischt (Vorfahrt genommen).

    Danach bin ich nie wieder auf den Bock gestiegen und als ich Vater wurde war das Thema eh irgendwie durch.

    Ist für mich, anders als das Autofahren auf das ich angewiesen bin, irgendwie ein vermeidbares Risiko.
    Allerdings geh ich auch Klettern, da ist die Ablehnung wohl eher subjektiv geprägt.

    Ich denke wenn man Verantwortlich fährt ist das Risiko auch nicht so hoch aber wenn was passiert, dann in der Regel mit schlimmen Folgen.

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