Nicht nur. Impfungen sind nicht nur wertvoll, weil die Wahrscheinlichkeit ernster Nebenwirkungen verhältnismäßig gering bei einem hohen Nutzen auf der anderen Seite ausfällt.
Die Komplikationsrate in Folge Impfung ist weit geringer, als die Komplikationsrate durch Infektion mit der Krankheit, gegen die man hätte impfen können.
Beispiel Masernimpfung:
Im Zeitraum 2001 - 2012
1700 Verdachtsfälle von Impfnebenwirkungen
alle wurden vom PEI überprüft mit dem Ergebnis, dass man für 820 Fälle nicht ausschließen kann, dass es sich wirklich um Impfnebenwirkungen handelt.
Also 820 Fälle, von denen jeder einzelne irgendwo in dem Bereich möglich (also nicht unmöglich) bis wahrscheinlich rangiert.
Dem gegenüber stehen in diesem Zeitraum 30 Millionen!!! Impfdosen.
Ergibt eine Komplikationswahrscheinlichkeit von 0,00273%
Allein die Wahrscheinlichkeit in Folge einer Maserninfektion eine Enzephalitis zu entwickeln liegt bei 0,1%. Deren Sterblichkeit liegt bei 10 - 20% und fast 33% behalten bleibende Schäden (wie gesagt, wenn es zu dieser Masernkomplikation kommt).
Es gibt aber weitere Komplikationen. SSPE zum Beispiel. Solch ein Fall ging Ende letzten Jahres durch die Presse. SSPE ist eine seltene Komplikation, dafür sterben 100% der Betroffenen an ihr.
Jährlich sterben 1 - 2 Maserninfizierte in Deutschland. (An der Stelle muss ich mich korrigieren: 1 auf 10.000 - 20.000. Ich schrieb 1 auf 1000. Sorry)
Mir ist nicht ein einziger Todesfall durch die Masernimpfung bekannt.
Man wägt in der Medizin Risiken ab. Als Elternteil kann man das vllt. nicht immer so trocken machen und es ist leichter nichts zu tun, als etwas zu tun und das geht dann schief.
Wenn man aber die Zahlen nüchtern betrachtet, und wer sich informieren will, sollte um nüchterne Betrachtung bemüht sein, weil anderes nix bringt, kann nur zu dem Schluss kommen, dass die Risiken einer Impfung viel geringer sind, als die Risiken, die mit einer Infektion einhergehen.



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