Abgesehen davon, das ich jetzt weis warum Tante Edit 999 Kinder hat ; man Sollte doch beim Thema bleiben, denn so witzig ist es eigentlich nicht.
Man sei mir nicht gram, aber seid Viere heute Morgen bin ich jetzt auf den Beinen, ich glaube ich muß in die Heia...
Man liest sich.![]()
Kaji: was das nicht sitzen bleiben angeht....da darf man sich beim Senat für Bildung bedanken.
An meiner Ausbildungsschule gibt's im übrigen seit Jahren kein Musik, die Referendarin die mit mir angefangen hat, wechselte nach nicht einmal drei Monaten die Schule.
The only easy day was yesterday!
Da KAJIHEI es so schön erwähnt hat: Manche lernen bestimmte Sportübungen einfach nicht (Bsp: Felgaufschwung)
Gerade im Training sehe ich, dass auch der gröbste Körperklaus mit Übung und Geduld passable Leistungen erbringen kann. Dazu gehört aber auch, dass man als Lehrer/Trainer die Übungen korrekt anleitet. Meine Sportlehrerin hat beispielsweise nie einen Felgaufschwung gezeigt und auch nicht in Teilkomponenten und Vorübungen zerlegt. Rückblickend nehme ich an, dass sie gar nicht dazu befähigt war. Was das angeht war ich echt froh, aus einer Turnerfamilie zu stammen und den Felgaufschwung von Papa korrekt gelernt habe.
Gleiches gilt für einen grundlegenden Fitnessstand bei den Kids. Dazu muss man das aber regelmäßig über einen längeren Zeitraum trainieren und so die Gruppe ordentlich aufbauen. Nach einem halben Jahr regelmäßiger Fitness im Kindertraining beschwert sich plötzlich keiner mehr drüber wenn wir 50 oder mehr Situps machen. Sie ziehen halt einfach mit.
Ich denke viel liegt am Lehrer, denn Möglichkeiten zur Motivation und Leistungsförderung gibt es sehr viele.
Übrigens war ich in Hochsprung auch immer angeschissen. Ich war 10-15 cm kleiner als alle anderen. Musste aber genauso hoch für ne gute Note springen, wie alle anderen auch. Und es zählte nur, wer die Latte nicht runter reißt. Zum Glück hatte ich gute Kollegen und hab die 1,20 geschafft für meine 2 ... die haben im richtigen Moment die Lehrerin abgelenkt und ich bin mit Hechtrolle drunter durch. Latte blieb oben liegen... Im übrigen haben wir auch hier nie wirklich Technik gelernt. Die Lehrerin war nicht so doll ...
Geändert von Cillura (16-09-2015 um 07:24 Uhr)
Die Aufnahmekriterien für ein Studium als Diplom-Sportlehrer oder als Lehramtsstudium mit Sport stammen meines Erachtens noch aus dem 19. Jahrhundert. Da geht es tatsächlich darum, wie oft der zukünftige Sportlehrer einen Klimmzug machen kann, wie lange er rennen kann usw. Pädagogische Kriterien interessieren keinen.
Dementsprechend sind Sportlehrer keine herausragenden Pädagogen sondern einfach sportliche Leute. Die Probleme, die das mit sich bringt kenne ich noch aus meiner Kindheit, davor war's auch schon so und inzwischen hat es sich nicht geändert.
Was war ich froh, als ich mit 15 das Gymnasium gewechselt habe und meinen Sport- und Erdkundelehrer in einer Person nicht mehr ertragen musste. Meine mangelnde Motivation in Fuß-, Hand- und Basketball hatte sich längst auch auf meine Erdkundenote und den Unterricht übertragen. Der Sportlehrer an der neuen Schule war leider dieselbe Flachpfeife. Anfangs hat er stolz verkündet, der Lehrplan wäre nun "offener" - das hieß für mich nun Badminton, Tischtennis und Jonglieren. Naja, wenigstens das Jonglieren war nur zu 90% kacke.
Lange Rede: Note wird oft nach gut dünken vergeben, die Leute werden per Blickprüfung in "gute" und "schlechte" unterteilt. Die "guten" können dann eigentlich machen, was sie wollen und behalten ihre 1 über Jahre, bei den "schlechten" ist es nicht anders.
Jaja, lang ist's her
Quelle: Zwei Verwandte, ein Bekannter, verschiedene TV- und Youtubedokus, eigene Erfahrung.
Ein Felgaufschwung erfordert natürlich eine gewisse Körperspannung und Kraft, wenn die fehlt, dann reicht es nicht, das ein paar mal zu versuchen.
Insbesondere, wenn man kein Bewegungstalent ist, denn je weniger man den Schwung ausnutzen kann, desto mehr Kraft braucht man.
Wenn man dabei vom Reck fällt, dann stimmt eventuell was nicht im Verhältnis von Griffkraft und Körpergewicht, oder man hat den Griff nicht der Schwungrichtung angepasst.
Ich meine mich zu erinnern, dass ich mal in einer Phase starken Längenwachstums auch keinen Felgaufschwung hinbekam.
Meine Versetzung war dadurch allerdings nie gefärhdet.
Da geht es allerdings nicht darum, dass ein Sportlehrer möglichst viele Klimmzüge machen kann, sondern lediglich darum, dass ein zukünftiger Sportlehrer wenigstens fünf saubere Klimmzüge hinkriegt.
Insgesamt muss er wohl zeigen, dass er in den gängigen Sportarten sich nicht allzu dämlich anstellt, schließlich soll er das ja auch mal anderen beibringen.
Ich hab allerdings gehört, dass es auch in Deutschland schon einzelne Sportlehrer gibt, die besser in das 21. Jahrhundert passen und sich beschweren, dass ihnen die Verbeamtung vorenthalten wird, bloß weil der BMI auf die 40 zugeht (nein, keine Leistungsbodybuilder).
Es ist natürlich, falls das immer noch so ist (?), ein Mangel, dass es für angehende Lehrer keine Eingangsprüfung gibt, die prüft, ob die überhaupt mit Menschen umgehen können.
Manche merken dann erst recht spät, dass die gar keine Kinder leiden können.
Das ist allerdings nicht auf Sportlehrer beschränkt.
Ah, da muss dann nicht mehr studieren, wenn man 5 Klimmzüge schafft und 5000m in 23 Minuten laufen kann, wird man auf die Schüler losgelassen?
Geändert von Gast (16-09-2015 um 10:44 Uhr)
Ja, genau das ist es ja eben. Einige Kinder haben einfach nicht die Vorraussetzungen für bestimmte Übungen. An dieser Stelle ist der Lehrer gefragt. Vorraussetzungen (Körperspannung, Kraft) durch Training schaffen und dann an diese Übungen herangehen. Sowas kann man aber nur Stück für Stück aufbauen und nicht mit 3 Wochen Geräteturnen im Jahr.
Ich würde es begrüßen, wenn die Schule für eine allgemeine Grundfitness und Koordination der Schüler sorgt und die speziellen Sachen den Vereinen und Sportstätten überlässt. Oder diese speziellen Sachen als AG anbietet, damit dort gezielt auf bestimmte Übungen hintrainiert werden kann.
Stimmt, später sind die auch nicht mehr sportlich...
Blödelei, schön wär es. Wenn ich an die Gestalten denke die uns getrietzt haben ; gloriose Sportskanonen. Der eine hatte es bös im Knie und konnte uns deswegen nur mit dem Fahrrad antreiben beim Dauerlauf...ein anderer konnte nicht vorturnen weil er es schlichtweg nicht konnte , aber von uns verlangen das wir den Felgaufschwung mal eben so aus dem Ärmel zaubern .
Oder dieses, man verzeihe mir, feiste Stinktier von Sportleherer. Ja den titel hat es sich verdient. Es war immer schön bei ihm. renn bis man kübelt. Fliegt jemand hin oder verletzt sich kam der Kommentar "stell dich nicht so an". Aber selber hat der Feisterich nur rumgewimert "Ich kann das nicht vormachen weil..." Wenn der wirklich was gemacht hat, hat der sich so angestellt das er sich unter Garantie verbeulte . Ja bei ihm war das immer ganz schlimm, bei uns halt nur Verweichlichung...Ein reizender Mensch an den man nach Jahrzehnten noch mit Begeisterung zurückdenkt.
Ich kann mich genau an Einen ! guten Sportlehrer erinnern, und der war eigtentlich ein Quereinsteiger und vorher Trainer, zuvor Spieler in einem Volleyballverein der etwas besseren Art, sprich Bundesliganiveau.
Der war wirklich fair und hat auch schön alles vorgemacht, Hilfestellungen geleitstet etc. Bei dem bin sogar ich zu Potte gekommen und es hat auch noch Spaß gemacht.
Kurz das exakte Gegenteil zu der restlichen Clownsparade die man geniessen durfte.
Geändert von KAJIHEI (16-09-2015 um 10:52 Uhr)
Hab ich auch so erlebt. Nur mit dem Unterschied, dass ich sportlich gut drauf war und ohne Aufwand ne 2 und im Geräteturnen ne 1 hatte. Aber die Lehrer haben eigentlich nie wirklich was vor gemacht und in den seltensten Fällen gute Erklärungen geliefert. Ich erinnere mich noch an unsere Geräteturn-Stunden, wo ich meinen Kollegen mehr Übungen erklärt habe, als der Lehrer und auch besser Hilfestellung geben konnte.![]()
Meine Sportlehrer waren gut. Alles ausgebildete Pädagogen die nicht nur fair benotet haben sondern auch alles vorgemacht haben. Was sie nicht Konnten mussten wir auch nicht machen.
Außer beim ausdauerlauf war mein letzter ein wenig fies:
1km Lauf jede Woche war angesagt. Dadurch das ich damals mit meiner Schwester für halbmarathone trainiert hatte wusste ich, dass ich erst bei etwa 2km "warm" werde. Der dritte 1er war dann ein verdeckter 3er. Da ich im Training war bin ich vorne gewesen und fragte dem Sportlehrer dann warum wir für nen 1er trainieren aber mehr als 2 laufen. Mit nen grinsen und nen Zwinkern meinte r dann, dass die andren nen 3er nichtmal angefangen hätten.
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