Die Art und Weise mit der ich mit neuen Entwicklungen und Eindrücken in meinem Leben umgehe, begründet sich wieder nur auf vorherigen Erfahrungen was bedeutet, dass die Summe der einzelnen Teile nur eine Spiegelreflektion des Seins ist, welche wir für unser Bewusstsein halten.
Schön wär`s ja. Dann wär ja die Summe unweigerlich zumindest ein Ausschnitt des Seins, und wir wären klar Teil des Seins, mit allem verbunden.
Sind wir aber nicht. Gehirne im Glas, die nur nebenher das eine oder andere konstruieren, das sich mit der Welt zumindest halbwegs in Deckung bringen lässt. Ansonsten sind wir mit allem uneins.

Das Ich stößt unvorbereitet auf sich selbst als voraussetzungslosen Fund. Der Selbstfindling erfährt sich in diesem Moment als das unheimliche Wesen, das schlechterdings kein Ding ist und das auch nicht im Widerschein der Dinge verstanden werden kann. Ich bin keines der Dinge - das bedeutet: ich finde keine Zuflucht beim Unmenschlichen mehr; ich bin, und weiß es jetzt, kein Stein, keine Pflanze, kein Tier, keine Maschine, kein Geist, kein Gott. Mit dieser sechsfachen Verneinung umzirkle ich den unheimlichsten aller Räume. Wer Mensch ist, lebt an einer Stelle, die sich selbst absolut auffällt. Ich bin von da an nur noch Schauplatz einer Frage. Mein Leben ist ein Theater des Zitterns darüber, daß ich anders zu sein habe als alles, was den Komfort genießt, Ding unter Dingen, Wesen unter Wesen zu sein.