im grunde genommen - ja.
das büchlein ist der übliche mix aus versatzstücken all des blödsinns, den man seit jahrzehnten über rahn und das "jiu jitsu" liest und hört.
neu ist nur, daß rahn als der alleinige "pionier des jiu jitsu in deutschland" dargestellt wird.
gleichzeitig wird rahns anbiederung bspw. an den nationalsozialismus relativiert. die von mir bereits verlinkte "rezension" beschreibt rahns wirken so:
abgesehen davon, daß einige dieser "quellen" eher fragwürdig und imho NICHT zitierfähig sind, hakte ich es für eine widerliche art der schönfärberei, rahns mitläuferschaft im "3. reich" damit entschuldigen zu wollen, daß es ihm ja ausschließlich um "sein jiu jitsu" gegangen sei.Wer war Rahn wirklich? Das Buch beleuchtet Rahns Werdegang im Wandel der oft stürmischen Zeiten (Kaiserreich, 1. Weltkrieg, Weimarer Republik, Drittes Reich, 2. Weltkrieg, Besatzungszeit und schließlich BRD bzw. Westberlin).
Rahn hatte sein ganzes Wirken dem Jiu-Jitsu verschrieben – seinem Jiu-Jitsu, dem deutschen Jiu-Jitsu. Daß er sich hierbei mit wechselnden Obrigkeiten arrangieren musste, kann man ihm nicht vorwerfen, da sein Werk sonst zum Scheitern verurteilt gewesen wäre. Hierzu hat Thorsten Preiß saubere und mühevolle Archiv- und Literaturarbeit geleistet.
aber dazu kann sich jeder selbst eine meinung bilden ...
witzig finde ich, daß dem rezensenten klaus härtel das buch dann doch nicht so gut gefällt:
der meister der 1000 anekdoten ...Was Rahns Person betrifft, bleibt allerdings ein Hauch von Enttäuschung zurück. Rahn war ja nicht nur der Meister der 1000 Griffe, sondern eben auch der 1000 Anekdoten, auf die Thorsten Preiß seltsamerweise nicht zurück greift, die aber doch die Person Erich Rahns erst richtig beleuchten und dem Buch die richtige Würze geben.
ich vermute mal, daß diese anekdoten ähnlich ... farbig ausgestaltet waren wie die eines gewissen "mongolischen prinzen" - und von ähnlichen wahrheitsgehalt.
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