Ach ja Kusagras, kleiner Nachtrag zum Thema "unglaubwürdig". Es ist mir egal, ob mir das jemand glaubt oder nicht, das bin ich mittlerweile gewohnt. Glauben... tun mir eh nur die, die das damals, vor knapp drei Jahren miterlebt haben. Keiner, der diese harte Zeit nicht selbst mit mir erlebt hat, erleben musste, glaubt mir wenn er mich heute sieht. Weil ich halt nunmal nicht "der Norm" entspreche, mich nicht willenlos meinem Schicksal ergebe. Selbst im KH hatten meine Ärzte nach einer großen OP Probleme damit, dass es mir einfach nur "gut" geht, ich 2 Stunden nach der OP wieder an meinen Krücken durch's KH lief, mir Essen aus dem Laden holte und das sogar noch in mir behielt. Wollten mich sozusagen an's Bett fesseln, weil es einem einfach nach so einem Eingriff gefälligst schlecht zu gehen hat.
Würde ich humpeln, jammern und mich beklagen bekäme ich Mitleid ohne Ende, jeder würde mich bedauern. Ich will aber nicht humpeln, jammern und klagen, kein Mitleid und nicht bedauert werden. Nur weil ich das nicht mache, niemandem sage, wenn die Nervenschäden mal wieder übelst weh tun, nicht in Selbstmitleid versinke, denkt jeder "war wohl doch nicht so schlimm". Die Scheiße ist passiert und für mich gibt es nur eine Option: Das beste draus machen und mir mein Leben zurückholen! Und zwar ALLES! Ich bin mit meinen 49 Jahren zu jung um mich hinzusetzen und mit dem Schicksal zu hadern, warum ich, warum ist mir das passiert, warum warum, warum. Es IST passiert! Es war Scheiße! Aber ich kann die Zeit nicht zurückdrehen und 5 Sekunden früher oder später losfahren! Nur lasse ich mir von diesem Menschen, der nicht aufgepasst hat, mein Leben nicht noch mehr verändern als er es eh schon getan hat! Und ich lasse mir nichts nehmen!!!
Nicht böse gemeint, aber... so bin ich nunmal... und niemand kann aus seiner Haut.
Gruß - Mankalita




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