Also ich muss sagen ich verstehe Frank sehr gut.
Diese ganze pauschale Argumentation bezüglich Abzocke nervt einfach nur.

Gerade weil es auch genug Lehrer gibt, die absolut fair mit ihren Schülern umgehen, ist eine solche Verallgemeinerung auch sachlich falsch!

Richtig ist: Der Verband ist so ausgelegt, dass mit WT auch gut Geld verdient werden kann (Gebietsschutz, Prüfungen teils zentralisiert - zumindest früher, hohe Kosten im fortgeschrittenen Bereich, die letztlich dazu führen, dass viele eigene Schulen aufmachen um sich den eigenen Fortschritt finanzieren zu können).
Daran ist aber erstmal nichts verwerfliches (auch wenn es z.B. sehr schade ist, dass oft talentierte und engagierte Schüler wegen der finanziellen Rahmenbedingungen nicht weiterkommen).
Richtig ist auch, dass es innerhalb des Verbandswesen öfters zu "Abzocke" kommt (Gebietsansprüche die weiter "vermietet" werden, Vertretungslehrgänge (kann ich ggf. noch Details dazu nennen), etc...). Dass rechtfertigt aber sicher nicht eine pauschale Verurteilung aller Schulen / Lehrer und ist in anderen Verbänden (KK/KS) auch oftmals nicht wirklich besser.
Was die Kosten der höheren Programme / Prüfungen angeht. Das betrifft doch sowieso nur einen sehr kleinen Prozentsatz derjenigen die WT betreiben und da ist es letztlich wie überall, wenn man weiterkommen will muss man investieren.

Ebenso ist es unsinnig, dass es dem Lehrer nur ums Geld verdienen geht und ihn der Fortschritt des Schülers nicht interessiert. Ich habe viele Lehrer kennen gelernt, denen es vor allem darum ging die Schüler besser zu machen. Geld spielte dort auch eine Rolle (warum auch nicht, der Lehrer "opfert" seine Zeit), aber sicher nicht die wichtigste.


Was es tatsächlich gibt ist bzw. was ich selbst erlebt habe, ist das bewusste zurückhaltend von Informationen. Und keineswegs nur, wie von WTHerb angeführt, weil der Schüler dafür noch nicht weit genug ist (vom Lernprozess aus betrachtet).
Als Ausbilder habe ich öfters Dinge gezeigt bekommen (vor allem im Chi Sao) die ich den Schülern nicht weitergeben sollte. Das waren dann immer "Techniken" mit denen man dem Schüler in der Übung (!!!) etwas voraus hatte. Auch wenn es auf dem ersten Blick so aussieht, ist da kein Widerspruch zu meiner letzten Aussage. Der Schüler sollte besser werden und gleichzeitig der Ausbilder (Lehrer) einen kleinen Vorteil behalten (im WT gegen WT Kontext).

Zur Ausgangsfrage:
Die EWTO steht deshalb so sehr in der Kritik, weil nirgends sonst (zumindest bezogen auf meinen Erfahrungsschatz) die Differenz zwischen Anspruch (Werbeaussagen) und Wirklichkeit so groß ist.
Ist jetzt leider auch erstmal eine pauschale Aussage, kann ich aber ggf. noch weiter verdeutlichen (bzw. habe ich schon, einfach meine alten Beiträge zum WT ansehen), nur nicht jetzt weil ich zum Langstocksparring nicht zu spät kommen will (nicht WT!) ;-)