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Thema: EWTO Kritiken ?

  1. #826
    Registrierungsdatum
    28.08.2003
    Beiträge
    4.568

    Standard

    Zitat Zitat von Ganz Braver Beitrag anzeigen
    Man liest Quatsch über "Grounding" hier im Forum, dass man nicht mehr umgehauen werden könne (ich biete mich an, diesen Mythos jedem, der ein Anhänger ist, zu widerlegen), weil man mystisch am Boden festgesaugt wäre. Und es gibt viele unterhaltsame Videos auf YouTube.
    Das "Grounding" ist nichts mystisches, die Vorführungen davon sind aber oft tolle Zaubershows!

    Gruß

    Alef

  2. #827
    Ernest Dale Jr. Gast

    Standard

    ist auch wichtig bei blitz und donner, wenn man mal wieder stehen unterm baum übt...

  3. #828
    Macabre Gast

    Standard

    Grounding ist eben nur eine Seite der Medaille, die andere ist Movement.

    Beides beisst sich...

    Den Kompromis zu finden kann man trainieren...

  4. #829
    BUJUN Gast

    Standard

    Da hier wieder die mörderischen Killer-Techniken angesprochen werden:

    genau DIE sind sehr schwierig anzubringen - wenn überhaupt !

    Der Körper reagiert fantastisch ohne jedes Training wenn was zum Auge kommt.

    Schläge zum Hals - JA - aber nie so wie gerne geübt - da ist IMMER was im Weg,
    sei es der Kiefer, seien es die Schultern ...

    und der ewige Tritt ins Gemächt ... Leute ... der MUSS so kommen dass im
    Training der von unten getretene Boxsack HOCH getreten wird - sonst reicht
    es leider ( zum Glück ) nicht ...
    abgesehen davon dass der Gegner kaum breitbeinig passend steht .. und abwartet
    mit einem kurzen Hochschnappen des vorderen Fußes gibt's keine Wirkung ...
    Klartext: das Ding geht mit Anlauf ab ... und wird erkannt !
    eine sichere ( !! ) Alternative ist ein LowKick !

    Völlig albern ist eine "Abwehr" gegen einen tiefen Ringer-Angriff mittels
    Ellbogen zum Rückgrat !!! unangenehm - aber keinerlei Stoppwirkung - und
    der Angreifer ist dann zusätzlich motiviert mal ein paar kleine Gelenke
    als Bonus mit-zubrechen !

    Die "Wunder"-Techniken a-la "DimMak" - ja - gibt's !

    Wer will die wirklich lernen und beherrschen ...

    Wer will / kann die auch anbringen ... wissend um die Folgen ???

    Noch haben wir keinen Bürgerkrieg und täglichen Kampf um Leben und Tod !

    Und genau dann würden "einfachste" Hilfsmittel weit darüber hinaus gehen
    was der Durchschnitts-KK-ler leisten kann.

    Kritik an der EWTO:

    es werden genau die angesprochenen Wunder-Techniken angeboten inkl. dem
    Versprechen diese würde auch was bezwecken !

    Wohl wissend dass wieviele der entsprechend trainierten Schüler jemals in
    eine Situation kommen werden ??? - in der festgestellt wird - es klappt nicht !!!!

    UFC und Pride in den Anfangsjahren - WO haben solche Techniken geklappt ????

    Ich gehe im öffentlichen Forum natürlich nicht genauer auf so was wie
    Schlag zum Hals ein .. aber mal nachdenken ...
    der Hals besteht aus reichlich Muskeln die durch den Kopf ständig trainiert
    werden
    ein "stumpfer" Schlag auf diese Muskeln - verärgert den Gegner - sonst ix
    die tollen Geschichten der Schlagwirkung auf Adern - sind Geschichten
    ( will man da was erreichen - muss man Greifen / Würgen / Abklemmen ! )...
    also zur Not von Vorne zum Kehlkopft - stimmt - tut weh ... sonst nix !!!

    Der menschliche Körper ist in unendlichen Zeiten genau so konstruiert dass
    er mit solchen Dingen nicht zerstört werden kann !

    Wie tötet man ein Kaninchen - mit Schlag zum Kehlkopf ????

    Ich halte alle diese "Not-Lösungen" für romantisch / fantasieloses Geschwafel
    um Leute zu beeindrucken die selbst zu so einer Aktion gar nicht fähig sind -
    die allermeisten sind so erzogen dass das blockiert ist ( was gut ist ).

    Also: wer "so was" als Lösung anbietet - bietet keine seriöse SV an !!!!!

    Was mir bei SV helfen kann ... ist das Wisen um die unendlichen Hilfen
    die die Umgebung bietet - Ecken und Kanten, eine Wand, Scheibe, der Boden
    selbst !! ... und zur Not der vorbei fahrende Bus oder Zug !

    Nochmal: wer will DAS lernen ????

    Grüße

    BUJUN

  5. #830
    Antikörper Gast

    Standard

    Zitat Zitat von awi2911 Beitrag anzeigen
    Im Bodenkampf lernt man Armhebel ohne seinem Partner die Gleichen zu brechen...lassen wir mal die Kirche im Dorf. Natürlich greifen wir in die Augenhöhlen, damit der Weg in diese Richtung als Reflex trainiert wird. Das man die letzten Zentimeter nicht hinter den Augapfel greift ist doch klar...s.o. Armbruch - TapOut.
    Du verstehst nicht was ich ausdrücken will. Es gibt nur ein paar gut funktionierende Möglichkeit sich gegen einen Takedown zu wehren, alle Funktionieren nach dem Konzept zu Sprawlen. Man bringt seine Beine aus Reichweite un verlagert sein Gewicht. Ein Takedown wird eingeleitet und geschieht aus einer nahen Distanz sowas von ratzfatz, dass du glücklich sein kannst wenn die Beine überhaupt noch nach hinten raus bekommst. Und hier erzählt mir jemand wieder mal ja wir greifen in die Augen. Wie willst du in einer Stresssituation so ein kleines Ziel wie die Augen vernünftig treffen? Verhindert das, selbst wenn du mich triffst, dass du in Rückenlage gerätst und auf den Po landest? Was meinst du denn was passiert wenn ich zum Takedown ansetze und du popelst mir im Augen? Schrei ich dann aua aua und hör auf oder kocht mir das Adrenalin nochmal richtig hoch?

    https://www.youtube.com/watch?v=4f4W-kBU9Xk

    Zu viele Faktoren, zu kleine Erfolgschance. Ihr kennt die Wirkung nicht, weil man das nicht realistisch trainieren kann. Wenn ich ne Armbar durchziehe ist das Gelenk durch, der Arm ist Bewegungsunfähig.

    Was da sein muss ist eine solide Basis, die körperlichen Fähigkeiten. Du musst dein Zeug immer und immer wieder unter volldampf Eintrainieren. Das Augen gepopel, beißen sonstiges kannst du machen wenn die Basis dazu da ist, als addon... Aber dann brauchst du den Quatsch auch nicht wirklich. Wenn man sich nur darauf verlässt, das wird schon funktionieren, erlebt man in der Realität böse eine Überraschung.

    Ach und noch was... was meinst du wo das Ganze Zeug wie BJJ/LL/Ringen/Sambo her kommt bzw. seinen Ursprung hat? Die Methoden haben sich alle in einem gewissen Umfeld entwickelt und erprobt... meinst du die wären nicht auch mal auf die Idee gekommen in den Augen zu popeln? Schau dir mal die alten Vale Tudo kämpfe an, wo das Zeug noch alles erlaubt war.

    Zitat Zitat von awi2911 Beitrag anzeigen
    und Anwendungen aus dem WT funktionieren und die Gegner ab und wann stoppen...die Fangemeinde nicht größer wird
    Da widerspreche ich nicht... bzw. kommt drauf an. Wie gesagt hab ich auch schon richtig gute Leute erlebt. Die wenn mal an dir dran sind... oha. Aber das war die absolute Ausnahme. Die meisten trainieren Wellness, bloß keine blauen Flecken und Großen Anstrengungen und verlassen nie ihren Komfort Zone.
    Geändert von Antikörper (22-09-2016 um 09:57 Uhr)

  6. #831
    awi2911 Gast

    Standard

    @Antikörper & Bujun

    Ich bin bei dem was Ihr sagt absolut dabei, keine Frage. Und es ging mir nicht darum "Killer-Techniken" anzuwenden oder sogar zu preisen, dass diese eine Punktlandung sind. Wenn das so angekommen ist, dann war das nicht Zweck meines Posts.

    Ich wollte nur damit sagen, dass wir sehr wohl trainieren ins Gesicht zu fassen. Wenn ich mir im Netz das Training der EWTO anschaue und dann unseres vergleichen, scheint mir deren Training überaus "weich" zu laufen. Das "Weiche" lernt man natürlich (Technik / Gefühl) aber dann gehts mit Schmackes bei uns ab und das auch mal auf Kosten der sauberen Technik. Wir tragen jedesmal Brustschutz um voll durchzuziehen. Blaue Flecken sind normal (egal wo), ab und wann auch Wunden die genäht werden mussten, Schürfwunden, geschwollene Sachen etc.. . Aber das ist nun mal kein Kaffeekränzchen mit ein bisschen Pitsche-Patsche. Bei uns wird was abverlangt, wenn es um mein Training mit meinem Trainer geht.

    Wenn es zB einen Ellenbogen in die Rippen geben soll, dann wissen wir sehr wohl, welchen Teilbereich (unteren) wir attackieren müssen, aber gut durchgezogen wird im oberen Teil (Muskelbereich) zwecks Kraft. Im unteren leichter um die Technik und Präzision zu erlernen. Sonst hätte man ja niemanden mehr zum trainieren,
    auch wieder zum Thema "Armbar / Choke" etc..

    Das mit der Takedown-Abwehr weiss ich zwar - meine Beine zurück und Gewicht "nach unten" verlagern, aber das ist nicht was wir andauernd trainieren.

    Eine Technik kann noch so toll sein, aber die Umstände im Kampf können diese dann auch mal verteufeln. Und da ist es egal wie gut und oft man trainiert. Mann braucht nur wegzurutschen oder weiss der Geier was.

    Eiertreten und zugreifen...in der Theorie & Praxis eigentlich wirksam. In manch einer Realität, haben andere schon zugegriffen - nur der Adrenalinspiegel war so hoch, dass man den Schmerz, während, kaum war genommen hat, aber dafür später um so mehr.

    Ich bin weiss Gott, keiner der sagt - ich trainiere WT und knall sie alle um.
    Aber ich bin auch kein Freund davon, alles über einen Kamm zu scheren und zu meinen - WT ist kacke, weil EWTO lasch trainiert oder der Eine oder Andere nix drauf hatte. Gibt genug Leute die trainieren und gut sind aber meiner Ansicht nach, noch mehr die es behaupten und "leider" gnadenlos fallen - egal in welchem System.

    Edith sagt: ...das Leute fallen oder gewinnen hat sowohl mit der Technik als auch der eigenen Person zu tun. Und ich denke sogar, dass der persönliche Teil der viel grössere ist (Selbstsicherheit / Angst / Schmerzen bereiten wollen und einstecken usw). Die Technik hilft sehr viel, aber nicht wenn ich die Situation falsch einschätze, penne, Angst vor einer Wunde habe, "gelähmt" bin oder so ähnlich.

    Daher meine Frage...trainiert Ihr mit WT-lern (gute - die Technik und Alternativtechniken beherrschen) um gegenseitig auszutesten oder sind das Erfahrungswerte aus YT, TV, Demos, Strasse...aber weniger aktive Trainings?
    Geändert von awi2911 (22-09-2016 um 11:41 Uhr)

  7. #832
    Registrierungsdatum
    04.12.2013
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    6.477

    Standard

    Zitat Zitat von awi2911 Beitrag anzeigen
    Aber ich bin auch kein Freund davon, alles über einen Kamm zu scheren und zu meinen - WT ist kacke, weil EWTO lasch trainiert oder der Eine oder Andere nix drauf hatte.
    Einverstanden - aber dann solltest Du Deinen Kamm auch in der Hosentasche stecken lassen wenn es darum geht ob der VK-KSler auch außerhalb des Rings was auf die Reihe bekommt ohne von seinem Regelwerk erdrückt zu werden.
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

    "Whoever said one person can’t change the world never ate an undercooked bat..."

  8. #833
    Antikörper Gast

    Standard

    Zitat Zitat von awi2911 Beitrag anzeigen
    Daher meine Frage...trainiert Ihr mit WT-lern (gute - die Technik und Alternativtechniken beherrschen) um gegenseitig auszutesten oder sind das Erfahrungswerte aus YT, TV, Demos, Strasse...aber weniger aktive Trainings?
    Ich schreibe es jetzt nicht wirklich noch mal...

    Hartes Training ist absolute Grundvoraussetzung! Das man darin eine Besonderheit sieht... ja vlt. ist es das auch in der *ing *ung Welt.

    Wenn mir jemand sagt er stoppt einen Takedown via Finger in die Augenhöhle bohren... hach süß

  9. #834
    Ernest Dale Jr. Gast

    Standard

    Zitat Zitat von BUJUN Beitrag anzeigen

    Die "Wunder"-Techniken a-la "DimMak" - ja - gibt's !
    hast du eigentlich professor chu kennengelernt?

  10. #835
    awi2911 Gast

    Standard

    @ green dragon

    Dann frage ich nochmal - meine Freunde und Bekannte (Boxen,MMA) haben den Standpunkt, dass sie eher auf das Trainierte zurueckgreifen, da:
    a) es jahrelang trainiert wird (technik, Reflex)
    b) die keine "verbotenen" Moves trainieren - auch nicht sparren
    c) im meinem Fall, WT-Techniken, fuer viele erst einmal unnatuerlich und unverhofft kommen. Man geht vom ueblichen Mark, Jap, Kick, Kombination etc aus.

    Daher wollte ich wissen wie das bei Euch ist? Macht Ihr Euch da schon einen Kopf und bezieht das Eine oder Andere manchmal mit ein oder verläuft sich das eher im Sand, da, fuer Euch, Eure Technik ueberzeugt?

  11. #836
    awi2911 Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Antikörper Beitrag anzeigen
    Wenn mir jemand sagt er stoppt einen Takedown via Finger in die Augenhöhle bohren... hach süß
    Ich sage nicht, das dies ein Heilmittel ist und immer und ueberall funktioniert, sondern mich interessiert ob Ihr solche eventualitäten einbezieht und/oder fuer Euch trainiert habt, dass das bei zig malen nie funktioniert hat. Ich stelle keine Behauptung, in eine Richtung auf. Aber im Gegensatz, sagst Du schon, das das totaler Murks ist. Weil Du es getestet hast oder weil es von vorneherein fuer Dich quatsch ist?

    Also bitte nicht alles persönlich als Kritik sehen, sondern als Austausch - Q&A.

    Hab ja auch gesagt, dass das vielleicht schon diskutiert wurde und ich neu bin. Dann wuerde mir ein Link zum Thema evtl auch helfen

  12. #837
    Registrierungsdatum
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    6.477

    Standard

    Zitat Zitat von awi2911 Beitrag anzeigen
    c) im meinem Fall, WT-Techniken, fuer viele erst einmal unnatuerlich und unverhofft kommen. Man geht vom ueblichen Mark, Jap, Kick, Kombination etc aus.
    Mir ist erstmal relativ egal ob der Gegenüber mir mit der Faust ins Gesicht schlagen oder mit den Fingern in die Augen pieken will. Eine gute Deckung kommt mit beidem klar. Man muss ja auch mit der teilweisen "unorthodoxen" Schlagtechnik von Anfängern im Sparring klarkommen.

    Bestimmte Sachen werden schon (regelmäßig) im Training gemacht - aber da nimmt sich KS jetzt nichts im Vergleich zur SV - treten wir dabei natürlich nicht ständig irgendwelche Knie kaputt sondern dann wird mit stark reduziertem Kontakt gearbeitet.

    EDIT
    Was die Erfahrungen mit Finger in Augenhöhle z.B. als Takedown defence angeht:
    Klappt m.M. nach solange der Angreifer sich halbwegs kooperativ verhält wenn entsprechender Kontakt hergestellt wird und dann eben abbricht. Die "leichte" Version (also ohne Augen ausquetschen) würde mich im Ernstfall jedoch nicht davon abbringen. Hat oft genug dazu geführt, dass der andere dann auf dem Hosenboden gesessen hat und anmerkte: "Hätte ich ernst gemacht wärst Du nicht durchgekommen...". Woraus sich wieder die Frage ergibt ob er denn im Fall der Fälle auch wirklich hätte wirksam ernst machen können. Und das ist mir persönlich einfach zu viel "hätte...hätte".
    Geändert von Little Green Dragon (22-09-2016 um 14:12 Uhr)
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

    "Whoever said one person can’t change the world never ate an undercooked bat..."

  13. #838
    awi2911 Gast

    Standard

    Danke fuer Deine Antwort, die ich teile.

    Hätte hätte....das kann ich leiden

  14. #839
    Registrierungsdatum
    28.08.2003
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    Standard

    Zitat Zitat von Macabre Beitrag anzeigen
    Grounding ist eben nur eine Seite der Medaille, die andere ist Movement.

    Beides beisst sich...

    Nein!

    Gruß

    Alef

    P.S.

    Nebenbei mag ich die Bezeichnung Rooting (Verwurzeln) lieber!

  15. #840
    wusau Gast

    Standard

    Zitat Zitat von awi2911 Beitrag anzeigen
    Mir kommt es hier ab und wann vor, das viele WT-ler, als Luftschlösser durchgehen und wenig ernst genommen werden und im Gegensatz, alles was Boxen, MMA, BJJ angeht top ist. Dabei wird auch "trainiert".

    Woher rührt die Meinung? Trainieren und/oder haben hier viele mit WT-lern trainiert oder auf der Strasse erlebt?

    Ich möchte hier jetzt nichts aufrollen, was vielleicht schon zum x-ten mal durchgekaut wurde, aber mich lässt das Gefühl nicht los, dass, selbst wenn ich sagen würde, ich sparre mit MMA-lern (zwecks Bodenkampf) oder Boxern (zwecks Kombinationen und Ausweichmanövern)....und Anwendungen aus dem WT funktionieren und die Gegner ab und wann stoppen...die Fangemeinde nicht größer wird
    Frage an Dich: wie viele andere Schulen und andere Stile hast du denn schon mal besucht und mittrainiert? Die Kritik auf WT'ler und hier vornehmlich die EWTO liegt darin, dass es mal eine Zeit gegeben hat in der behauptet wurde, dass WT das non plus ultra der Kampfkünste ist. Diese Arrogante Haltung hat zu dieser Gegenreaktionen geführt. Fakt ist: Egal was Du trainierst - Du wirst niemals eine alles besiegende Killermaschine werden. Bei jedem Enthusiasmus für deine KK sollte eine ordentliche Portion Demut dabei sein. Letztlich geht es darum, dass Du persönlich das Beste aus Dir rausholst und das geht am leichtesten wenn Du Spaß hast an dem was Du tust. Wenn das WT ist - dann ist es ja gut.

    Pauschalaussagen wie "ein Boxer putzt WTler weg" sind quatsch - genausowenig buchstabiert man Selbstverteidigung "WT". Die EWTO und hier vor allem Kernspecht hat in seinem Entusiasmus aber schon davon gesprochen, dass WT das Beste ist und andere halt schlechter. (Nimm dazu einfach mal "Vom Zweikampf" in die Hand) Oder frag Dich mal warum die WT-Ute so eine zweifelhafte Berühmtheit erlangt hat.

    Ohne Hartes Trainig wird es nirgends was - egal ob Boxen, MMA oder Wing Chun. Und "feel-good" Training oder Wellness-Kampfsport ist in Ordnung - aber dann sollte man auch etwas weniger marktschreierisch, aggressiv und herablassend anderen Stilen gegenüber sein.

    Ich habe mir schon ein paar WT Schulen - (alle in der Umgebung) angesehen. Wenn ich durfte habe ich mittrainiert - da habe ich die Erfahrung gemacht, dass man am Besten sagt, dass keine Vorkenntnisse bestehen - sonst ist es mit dem mittrainieren eher nicht so. Selbst wenn man total anständig ist und so überhaupt keinen Ärger machen willst gibt es Trainer die offenbar Angst davor haben wenn man nicht unfähig ist. Bei uns (VT) ist es kein Thema wenn Du was anderes gemacht hast. Voraussetzung (wie überall anders auch) ist, dass Du trainieren willst. Nicht belehren - nicht stressen. Wenn es um einen Vergleichskampf geht macht man das gesondert aus - nicht beim Probetraining.

    Wenn man ein bisschen Erfahrung gesammelt hat kann man durch gutes beobachten des Umgangs zwischen Trainer und Schüler schon feststellen was Sache ist. Da habe ich schon wunderliche Dinge erlebt: Traininsdrill für Schüler mit Lehrer zusammen. Schüler nicht untalentiert - aber statt zu sagen "passt, gut!" wird aus dem nichts und ohne, dass das überhaupt vereinbart gewesen wäre das Tempo Seitens des Lehrers auf Vollstoff angezogen nur um den Schüler damit dann doch (gerade) noch zu dominieren. Sowas ist halt armselig. Von 5 Besuchten WT Schulen habe ich diese Szene 3 mal genau so gesehen. Bringt dem Schüler nicht wirklich was.

    Dann der Verkauf und die Bewerbung von Merchandiseartikeln während des Trainings. Was geht denn? Ich persönlich investiere freiwillig genug in meinen Sport - da brauche ich nicht noch zusätzlichen Ansporn von meinem Trainer. Und das ist tatsächlich etwas, dass ich so nirgends gesehen habe. Weder beim Teakwondo, Judo, Karate, Aikido, Boxen oder beim VT. Und sicherlich sind nicht ALLE WT Schulen so - aber eine beunruhigende Mehrheit. Viele die hier posten waren zum Teil absolut überzeugte WTler und haben dann gesehen, dass man auch mit anderen Dingen wehrhaft werden kann ohne gleich so viel Geld hinlegen zu müssen. Ich vermute, dass vor allem die Enttäuschung darüber, dass man daran geglaubt hat diesen Frust hervorruft. Fast so wie Ex-Raucher, die die schlimmsten Nichtraucher sind.

    Es verirren sich doch recht häufig Leute von der EWTO zu uns ins Training. Auch Leute die WT nicht seit 3 Monaten machen, sondern auch welche die das schon 5 Jahre aufwärts gemacht haben. (Auch halbwegs ernsthaft) Und wenn da schon einfach Basics nicht passen (egal ob der jetzt zu einem VT Traning geht oder zu einer Bude wo regelmäßig gekämpft wird) dann fragt man sich. Vor allem weil die meisten echt glauben, dass sie total krass sind.

    Wenn Du mit Stilfremden sparring betreibst und viel Elan in Dein Trainig steckst, dann bringt Dich das persönlich sicher weiter. Aber wie gesagt - andere Stile sind nicht zu unterschätzen. Vor allem aber diese herablassende Art sollte man tunlichst vermeiden. (so eine Einstellung hat Tyson zum Beispiel ein paar Niederlagen eingebracht und den hätte ich auch zu seinen schlechtesten Zeiten nicht als Gegner haben wollen) Ordentlich Selbstkritik und Demut - das ist eine respektable Einstellung.

    Vor allem aber wird nur hartes Trainig und Kämpfen einen Kämpfer aus einem machen. Dazu gehört auch viel Fitness Training - spätestens beim ersten Sparring das vielleicht 30 Sekunden geht oder von mir aus eine Minute - stellst Du fest, dass eigentlich alles total verbesserungswürdig ist. Und wenn ich das mit dem Training mancher WT Schulen vergleiche die ich besucht habe dann glaub ich einfach, dass die Zielsetzung eine andere ist. Die Masse in Deutschland hat keine Lust auf kämpfen. (Deswegen gehen sie auch ins Training) Und wenn man den Massenmarkt bedient muss man eine andere Trainingsstrategie haben. Dann kann man aber keinesfalls (guten Gewissens) erzählen, dass man mit diesen (tödlichen) Techniken derartiges Training nicht braucht. Das stimmt schlicht und ergreifend nicht. (Außer vielleicht Du heißt Meister Pai Mei und unterrichtest die Fünf-Schritt-Herz-Explosions-Technik - aber selbst dieses Training war absolut hart...)

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