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Nicht so ganz. Unser Wissen(-schaft) "beschränkt" sich darauf, "Gott als Erklärung zu vermeiden". Das ist etwas anderes, als "nicht brauchen". Dabei stellen wir überall fest, dass "ohne ein Erklärungsmodell der Entstehung" Wissen genau dort an seine Grenze stößt, wo die "selbst bestätigende Logik wissenschaftlicher Ableitung" in die Hypothese übergeht. Das heißt, Wissenschaft funktioniert nicht ohne Hypothese. Diese wird die Wissenschaft ganz sicher nicht "Gott" nennen, weil sie, die Wissenschaft, weiß, dass der Gottesbegriff immer bildlos ist, weder greifbar, noch beschreibbar. An dieser Grenze postulieren dennoch viele Wissenschaftler, das es "da etwas geben MUSS", was sie eben NICHT WISSEN, weil genau DAS existiert, WAS existiert.Es gibt keine relevante wissenschaftliche Arbeit in den Naturwissenschaften, in der man Gott zur Erklärung für irgendeine Beobachtung herangezogen hätte, bzw. dies tun mußte. All unser Wissen heute beruht darauf, daß wir Gott nicht brauchen, um irgendeine Naturbeobachtung zu erklären.
Natürlich ist ein "kindliches Gottesbild" wissenschaftlich indiskutabel. Aber schon die Thermodynamik oder Informationstheorie kommt nicht ohne "ANFANG" aus, der durch sie selbst aber unlogisch ist (Energieerhaltungsgesetz / Information entsteht nicht aus Nichtinformation), was zurückleitend nicht ins Nichts führen KANN. Und genau dieses "EWIG SEIENDE" ist das, was in unserem Verständnis einerseits unlogisch ist (alles muss einen Ursprung haben), andererseits "wissenschaftlich zwingend" (alles lässt sich aus Vorhandenem ableiten), Das Seiende ist auf diese Weise nicht zu begründen. Mit wissenschaftlicher Betrachtungsweise allein kann das Seiende niemals über in seinem Beginn oder darüber hinaus logisch begründet werden. (Einfach gedacht: Gott steht für das, was wir am Seien nicht wissenschaftlich (logisch ableitend) erklären, aber beobachten können, und für die Hoffnung, dass unsere (so empfundene) geistige (materielose) Existenz genauso unendlich ist, wie die materielose Welt, von der wir nicht einmal ein Bild haben, weil es ein "irgendwie Nichts" ist. Von Gott hat man viell. ein Bild, gerade weil er nicht Nichts sein kann.
(Fett von mir) "Natürlich" wollen Wissenschaftler Phänomene als "natürliche" Prozesse erklären. Nur was sind denn "natürliche" Prozesse? Es sind jene, die "genau diese Wissenschaftler selbst" als natürlich definieren, indem sie "Naturgesetze" postulieren. Eben jene Aussagen über die Natur treffen, die "für die Wissenschaftler" wiederholbare, immer gleiche Wirkungen auf logische Weise beschreiben. Aber schon die Quantentheorie stößt hier an Grenzen, die sie, die Wissenschaftler, mit ihren Aussagen immer wieder übertreten und wieder revidieren. Sei es Aussagen über Quantensprünge, sei es Aussagen über Negative Masse, oder dass sie Gravitation als Raumkümmung versuchen zu erklären.um das Phänomen natürlich zu erklären. Wenn er zur "Lösung" seiner "nach wie vor offenen Hauptfragen" einfach behauptete, ein Schöpfer müsse in seine Experimente eingreifen, sieht jeder ein, daß dieser Schluß nicht diskursfähig ist,
Im Grunde macht sich die Wissenschaft selbst zu einer Art von Gott, indem sie nichts anderes gelten lässt, außer sich selbst. "Wissenschaft als Religionsersatz". Dabei ist Wissenschaft nichts außerhalb menschlich begrenzter Wahrnehmungfähigkeit mit nur fünf Detektoren für Informationen über diese Welt außerhalb unseres ansonsten blinden Bewusstseins. Die Tatsache der Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung und Selbstreflexion unterscheidet uns von der Materie, aus der wir bestehen und mit der wir uns selbst erklären. Wir richten unsere Detektoren nicht nur gegen uns selbst aus, sondern denken auch über das Denken nach.





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