So funktionieren sowohl wissenschaftliche Entwicklung -als auch die Weitergabe von spirirituellem Wissen.
Nein. Ist sie nicht. Sondern ein Produkt ihres gesellschaftlichen und historischen Kontextes. Darum eben sind ihre Aussagen "nicht einfach so" unmittelbar in den eigenen Kontext hinein übertragbar. Darum eben bedarf es der wissenschaftlichen Erforschung der Texte und der Hermeneutik zum Verstehen ihrer Aussagen.Aha, das Bibel ist also nicht genderkorrekt...
In der allgemeinen Wahrnehmung wird die Gruppe, die mit Jesus umhergezogen ist, zumeist mit den zwölf Jüngern assoziiert. Diese Assoziation hat bestimmte Folgen für das Bild von Jesus und seine Umgebung.Das scheint mir so wesentlich, wie die Frage, ob Jesus eine Geldbörse hatte, oder nicht...
Dieses Bild verändert sich, wenn man sich bewußt macht, daß wohl die Mehrzahl der Menschen um Jesus Frauen waren. Daß die wirtschaftlichen Ressourcen zum Fortbestand dieser Gruppe von Frauen bereitgestellt wurden. Daß das Frauen waren aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Und daß es Frauen waren, die dafür die gesellschaftlich anerkannten Rollenmodelle von Frauen verlassen haben.
Du magst solche Erkenntnisse bespötteln. Für viele Menschen ist diese Veränderung ihres Jesus-Bildes ähnlich verunsichernd und verändernd, wie die Erkenntnis, daß Luther seine Thesen nie an eine Kirchentür genagelt hat.
Was du denkst, weiß ich nicht. Aber meine persönliche Erfahrung ist, daß Menschen, mit denen ich darüber spreche, fast ausnahmlos Sünde mit Ehebruch assoziieren und dabei die Geschichte der verhinderten Steinigung einer Ehebrecherin im Kopf haben.Warum denkst Du, dass ich an Ehebruch denke, wenn da "Sünderin" steht?
Äh, ja, natürlich. Es gibt massenhaft Kommentare, in denen man das findet.Gibt es schon eine enstprechende Bibelfassung mit Kommentaren, die klar machen, dass Jesus nicht etwa der von einer Jungfrau geborene und vom heiligen Geist gezeugte Sohn Gottes ist, sondern nur ein Wanderprediger unter vielen, über den Dinge erzählt wurden, die man damals über viele erzählte...?
Bibelausgaben selber sind eher spärlich kommentiert, weil sowohl der Text selber, als auch ein ausführlicher Kommentar denn doch zu umfänglich wären.
Das "Glaubens ABC auf der website der der EKD sagt dazu Folgendes:
"Glaubens-ABC
Jungfrauengeburt
Kann man an die Jungfrauengeburt glauben? Aus naturwissenschaftlicher Perspektive wohl kaum, doch geht es bei der biblischen Erzählung nicht um ein biologisches Wunder. Die Texte wollen etwas anderes aussagen: Dass Jesus ohne menschliche Zeugung geboren wurde. Matthäus 1 und Lukas 1 erzählen, dass Maria nicht von ihrem Verlobten Josef schwanger wurde, sondern Jesus vom Heiligen Geist empfangen habe. Im griechischen Sprachraum war dies nichts Ungewöhnliches, sich die Geburt eines Herrschers so vorzustellen: direkt aus göttlichem Geist gezeugt. Matthäus l,22f. nimmt auf, was im Alten Testament bei Jesaja 7,14 steht: 'Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel, d. h. >Gott mit uns!<' Der hebräische Urtext spricht aber von einer jungen Frau. " (Herv.v.mir)





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