Ich mach das wenn es klappt einmal im Jahr, um mich runterzufahren und wieder neu einzustellen. Man mag dazu spirituell sagen... Klappt auch sehr gut: ich koche sehr gerne, esse sehr gerne, trinke gerne guten Wein, und bei der Arbeit viel Kaffee mit viel Zucker. Bringt es also, mal auszusteigen. Therapeutisch geht das also tiefer aber das ist hier nicht der Ort. Der alternativmedizinische Quark ist mir egal, ich glaube nicht an Schlacke und bin überzeugt, dass Übersäuerung sofort zum Tod führen würde.
So mach ich das mit dem Fasten:
Einführungstag 1: weniger essen, kein Zucker, kein Kaffee, kein Alkohol.
Einführungstag 2: wie oben, noch kleinere Portionen, plus im Essen kaum Fett, kein Fleisch und keine kurzkettigen Kohlenhydrate - zum Beispiel Brühe-Mahlzeiten mit immer weniger Einlage.
Fastentag 1 bis x: morgens ein Glas Fruchsaft, und Kräutertee. Mittags ein Glas Tomatensaft und ein Becher Instantbrühe. Abends ein Glas Fruchtsaft. Oder so ähnlich. Wenn ich hungrig werde, und auch sonst, viel Wasser und Kräutertee dazwischen.
Fastentag 2: Hab ich meistens den ganzen Tag leichte Kopfschmerzen. Ist wohl der Kaffeeentzug, hab ich auch auf Sesshin. Emotional eher dünnhäutig. Hoffe es ist kein leichtes DT.
Fastentag 3: Ab hier wird es entspannt, der Hunger ist völlig weg, die Emotionen und Wahrnehmung sehr präsent. Leichte Ausdauer und CMA Form geht sehr gut, Körperwahrnehmung ist sogar verbessert, Kraft und Kraftausdauer sind deutlich weniger. Gibt nen meditativen Effekt, was sich in der Seele zeigen mag, wenn man das so sagen will, tut das nun auch .... kann sehr freudig sein, aber auch verletzlich.
Weitere Tage: hab schon bis zu fünf gemacht, aber mit der Arbeit passt es nicht wirklich gut, wenn es Stress, Besprechungen und Abgabetermine gibt.
Ausstiegstag 1: langsam sehr wenig Obst, gekochte Kartoffeln etc.
Ausstiegstag X: man sagt, man soll so viele Ausstiegstage machen, d.h. langsam wieder aufbauen, wie die Hälfte der Fastentage, um den Körper nicht an Binge-Eating zu gewöhnen, und den Magen nicht zu überfordern.
Werde bei Gelegenheit auch mal versuchen, in der Mitte einen Tag nur mit Wasser zu machen, denn in dem Fruchtsaft und Tomatensaft ist ja schon noch ne Menge Stoff drin...
Wo ich das herhab? Ich glaube aus der Brigitte meiner Mutter in den Neunzigern![]()
Insgesamt funktioniert es für mich sehr gut: es hält eine ganze Weile vor, das ganze System mal runtergefahren zu haben, sich psychisch nicht von Essen und Trinken als Belohnung abhängig zu machen, usw. Libido geht übrigens auch zurückEs ist eine interessante Erfahrung von Freiheit und Präsenz.
Würde es allen Gesunden, die es interessiert, empfehlen. Aber ein Tag ist zu wenig, um die Erfahrung zu machen, dass der Hunger auch ohne Essen weg ist, und das finde ich die interessanteste.







Es ist eine interessante Erfahrung von Freiheit und Präsenz.
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