Weil es ja so viel besser ist, sich von Kummer und Sorge in eine Depression treiben zu lassen und das dann versuchen mit Psychopharmaka zu beheben...?
Eine der Ideen, die ich (als Christin) am Christentum nach Augustinus nicht mag, ist die Idee, es sei erstrebenswert, tugendhaft oder gut, wenn man möglichst viel leide. Das sehe ich nun gar nicht ein.
Hallo discipula,
Ich sehe so etwas kritisch, weil der Mensch für so etwas nicht gemacht zu sein scheint. Jemand, der seine Freiheit auslebt: Donald Trump? Adolf Hitler? Attila?
Oder im etwas kleineren Maßstab: Wolfgang Schäuble? Josef Ackermann? Bernard Madoff?
Und zum Thema Freiheit: "Die Proletarier dieser Welt haben nichts zu verlieren als ihre Ketten."
Ach ja, das waren noch Zeiten.
Grüße
SVen
.
Geändert von dermatze (17-12-2017 um 20:47 Uhr)
da du ja, bis heute nicht differenzierst ,zwischen Spiritualität und Esotherik , frage ich mal ...
wie würdest du denn "geistige Richtungen, Strömungen " die auf Reflexion, Selbstreflexion, Ehrlichkeit zu sich selbst , ständiges Hinterfragen und testen , beruhen , nennen ? (denn anders habe ich z.b. Spiritualität nie kennen gelernt .)
damit mal eine Basis entsteht und nicht ständig hin und her gesprungen und das Eine mit dem Anderen benannt wird.
bei dem was du so Konsum-Esotheriker nennst, bin ich ganz bei dir , nur unterscheide ich da eben sehr stark zur Spiritualität selbst. da sie mir immer als ein Weg dargestellt wurde, um eben ganz klar im hier und jetzt , in dieser Welt, zu agieren und nicht , wie oft bei Esotherikern zu beobachten , ihr zu entziehen.
was wäre also deine Bezeichnung dafür ?
Geändert von Cam67 (17-05-2017 um 12:12 Uhr)
Die Freiheit des Einen hört dort auf, wo die Freiheit des Andern anfängt.
Von dem, was ich von den hier genannten Personen kenne (nichts Intimes), scheinen sie mir allerdings nicht sehr frei zu sein, sondern durchaus von ihren Dämonen/Problemen/Ängsten beherrscht und versklavt zu sein.
plus ça change, plus ça reste la même chose.Und zum Thema Freiheit: "Die Proletarier dieser Welt haben nichts zu verlieren als ihre Ketten."
Ach ja, das waren noch Zeiten.
(je mehr sich alles ändert, desto mehr bleibt alles dasselbe.)
Wenn man kann, sicher.
Man kann allerdings nicht immer.
Ein lieber Mensch ist krank und leidet - alle Ärzte können nichts, oder nur zuwenig machen, und auch Angehörige können nicht viel machen. Eltern-Sein bringt viel Sorge mit um Kinder, man möchte sie behüten, aber das geht nur begrenzt. Man sorgt sich um die Existenz des Arbeitsplatzes, aber die Entscheidungen, die einen selbst betreffen, werden irgendwo in einer Teppichetage von Leuten getroffen, die man nie gesehen hat und nie sehen wird...
Man kann und soll das tun, was geht; aber das beseitigt längst nicht alle möglichen Quellen von Sorgen und Kummer.
Es braucht irgend eine Methode, wie man Sorgen und Kummer aushalten kann, ohne dass sie einen kaputt machen.
Aggressives Rumkeifen ging hier irgendwie weniger von der "Schülerin" aus. Und das sage ich als jemand der von kaputter Esoterik auch absolut nichts hält, weil das extrem schädlich sein kann.
Ich halte schon mal einiges von der Erkenntnis, dass man für ein "Leben im Jenseits" kein vorbildliches Verhalten, ständiges Erfüllen irgendwelcher Sätzchen irgendwelcher Bücher usw. braucht. Es kommt einfach. Wenn man Adolf war, bekommt man allerdings ggf. auf die Fresse wenn man wieder zurück kommt.
Solange man nicht erlebt, Intuitionen bzw. Erinnerungen, egal wie schemenhaft, aus früheren Leben zu bekommen, ist das Theorie. Es gibt keine Basis, für irgendwas. Höchstens ein Gefühl. Wenn man das erlebt, sollte man das hinnehmen und so akzeptieren, verstehen kann man das trotzdem nicht. Warum, wie geht das, warum kommt das nicht öfter, usw. Man weiss es nicht, und es sagt einem niemand tatsächlich genau was da passiert. Ich komme über die Frage, wie kann es aus Nichts überhaupt einen Anfang geben, nie hinaus. Was war denn "bevor" Gott existiert hat. Wie kann er sie es existieren ohne Anfang. Danach muss es sowas wie eine Verkapselung von Teilen gegeben haben, einfach nur Erlebnis zu erzeugen. Viele Kleinigkeiten die interagieren, aus Langeweile. Sonst hatte er ja nichts zu tun, und das ist irgendwann langweilig. Spielchen spielen nicht. Es ist halt eine wirklich grosse Spielwiese. Trotzdem eine Spielwiese.
"Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)
Das ist ja auch gar nicht erwünscht. Es gibt durchaus Berichte, in denen Leute aus früheren Leben erzählen, wo man die Ereignisse auch nachweisen kann und die der Berichter vorher nicht wissen konnte.
Jedoch würde es das generelle Weltbild zusammenbrechen lassen und man müsste sich damit abfinden, dass man den Klimawandel, Nahrungsmittelverschwendung und Überbevölkerung dann durchaus in einem anderen Körper doch selber ausbaden darf.
Deswegen stellt man das am besten mit irgendwelchen Argumenten als Humbug dar und sieht zu, dass das keiner hinterfragt.
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