Zitat Zitat von SynthpopFan Beitrag anzeigen
Ich meinte nicht den getroffenen Körper, sondern den eigenen, wenn man eine Karatetechnik ausführt.

Okay, ich versuche es mal anders: Stellt euch einen Tsunami vor. Der beginnt auch im Ozean. Diese Tsunamiwelle geht unterhalb der Oberfläche durch das tiefe Wasser. Von außen sieht man erst einmal nichts. Dann, wenn der Grund des Ozeans immer höher wird und schließlich an einem Strand endet, endlädt sich diese gewaltige Welle mit all ihrer Kraft.

So ähnlich - so sagte man mir - soll es bei Karatetechniken sein, die man ausführt. Kurz gesagt:

1) Welle baut sich im Körper auf, was dann den Beginn der Karatetechnik auslöst
2) Karatetechnik inklusive innerer Welle laufen
3) Karatetechnik entlädt sich mit innerer Welle in einem Endpunkt

Diese Welle durchfließt also die komplette Karatetechnik, die gerade ausgeführt wird. Sie löst die Technik sogar aus und stellt den Endpunkt der Technik dar.

Die Frage ist jetzt: Hat man euch so etwas auch schon mal erzählt oder versucht beizubringen? Kommt so etwas von Nakayama, weil er dieses Prinzip entdeckt hat? Oder gab es solche Lehren schon vorher und Nakayama hat es noch einmal explizit ausgegraben?

In dem Fall glaube ich eher, dass es ein Metapher für den ganzen Ablauf und die generierung der Kraft im Körper. Von solchen Metaphern gibt es ohnehin viele in den ostasiatischen Kampfkünsten. Das mit der Welle kann ich auch schon nachvollziehen, aber so ausgedrückt höre ich das zum ersten mal. Ich kann mich nicht erinnern, es jemals in Nakayamas Bücher gelesen zu haben und auch nicht, dass irgend ein Sensei weder in den Dojos, wo ich trainiert habe, noch auf Seminaren zitiert hätten.

Er kann es natürlich trotzdem gesagt haben, und es kann auch eine gute Beschreibung sein. Ich halte es aber dann für ein Metapher, nicht für was real physisches, das im eigenen Körper passiert, wenn man schlägt.