Hallo,
Ich hatte das nicht provokant gemeint, aber bei vielen Seitenthemen verliere ich schon mal hier und da den Überblick.
Ich mache das so (und vermittle das auch meinen Schülern):
Im Kihon: einrasten, um meine Gelenke zu schützen.
Bei Wirkungstreffern: Mal so mal so.
Bei leichten Wirkungstreffern (z.B. Treffer auf Focus Mitts) arbeite ich mit dem Bild des "sich Vorstellen ein Loch durch das Ziel zu schlagen". Ich raste also nicht ein.
Bei schweren Wirkungstreffern (Sandsack, Körper, Medizinbälle) neige ich wieder zum Einrasten, aber doch eher spät im (nicht auf dem) Ziel. Ich tue dies wieder, um meine Gelenke zu schützen und um nicht das Gleichgewicht zu verlieren, falls ich verfehlen sollte. Das wäre in einer echten Auseinandersetzung ziemlich ungünstig, denke ich.
Das mit der "Welle" halte ich generell für überinterpretiert.
Ich vermute, dass das physikalische Prinzip der aufaddierten Geschwindigkeiten gemeint ist. Also läufst in einem fahrenden Bus in Fahrtrichtung und wirfst einen Ball.
Allerdings sehen ich das nicht wirklich als Welle, weil die aufaddierten Geschwindigkeiten selbstverständlich auch funktionieren, wenn alle Bewegungen gleichzeitig gestartet werden. Ich versuche generell alle Bewegungen als Ganzkörperbewegungen auszuführen. Sie beginnen und enden gemeinsam.
Als Welle:
1.) Das gebeugte hintere Bein wird gestreckt und beschleunigt die Hüfte
2.) Die Vorwärts- und die Rotationsbewegung der Hüfte beschleunigt den Schultergürtel.
3.) Die Bewegung des Schultergürtels beschleunigt den Arm
4. ) ...
Bei mir läuft dieses Bewegungsmuster nicht nacheinander sondern gleichzeitig ab. Will heißen:
Streckbewegung des Beins, Rotation der Hüfte, Translation der Hüfte, Rotation und Translation des Schultergürtels, Translation des Unterarms (im Falle eines geraden Zuki)
beginnen und enden gleichzeitig.
Alles klar?
Grüße
SVen







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