
Zitat von
carstenm
Ich kann nicht für Klaus sprechen.
Aber "auf den Horizont schauen" ist in bestimmten Traditionen eine eigenständige Übungsform und hat nichts mit dem Stehen zu tun. Man kann das gerne auch im Sitzen tun.
So habe ich es kennengelernt. Und in diesem Sinne hatte ich bisher auch Klaus verstanden.
Richtig, so war es gemeint. Mit der Standübung mit der man Pengjin wecken oder bearbeiten möchte hat das gar nichts zu tun, da geht es rein um die Wiederherstellung einer Verbindung zum Shengtai und indirekt zum Dao selbst. Der Shengtai ist übrigens schon da, den muss man nicht "machen". Der freut sich auch wenn man irgendwann mal wieder auf ihn hört.
Die Zeit der hundert Schulen ist verloren, die Inhalte nicht. Der Witz an der Vollständigen Wahrheit ist, dass diese tatsächlich von Innen kommt wenn man sie lässt. Diese Wahrheit ist nur nicht immer die, die man gerne hätte. Deshalb ist es auch so schwer damit anzufangen. Das was dann kommt, und die Reihenfolge, hängt absolut nicht davon ab wo man hin möchte, was man will, sondern nur davon was man gebrauchen kann und was man nötig hat. Im Moment. In jedem Moment. Das was ich - jeweils - falsch gemacht habe war ja das was ich unbedingt so wollte, wenn ich das immer weiter mache wird es nicht richtiger. Das hat erst aufgehört als ich nicht mehr selbst entschieden habe was ich möchte, sondern mich dem anvertraut habe was da kommt. Das ging dann ganz woanders hin. Für Menschen die eine Menge mitgemacht haben ist das aber ein langer Weg.
Mal als Beispiel, heute nacht war es als Bild bzw. "Happening" jede Menge Arbeitskollegen aus der "besseren" Zeit alle zusammen in der Wohnung in der ich von 1975-1985 gewohnt habe. Lange bevor es diese Kollegen gegeben hat. Das Bild verändert was ich momentan empfinde, aber leicht auszuhalten ist es nicht. Viele schlimme Änderungen an mir sind zwischen 1984 und 1996 passiert, schleichend, "irgendwie". Diese Kollegen gab es danach.
"Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)