Kennst du den Begriff "Versportung"? Davon sind auch 80 % der Karatetreibenden betroffen, die statt Karate etwas kennenlernen, das zwar so genannt wird, das aber in vielerlei Hinsicht sinnentleert ist. Dazu gehört, dass die Kata nur noch als formelle Übung gesehen wird, die man für Wettkampf braucht und bestenfalls noch für ne Gürtelprüfung. So wird dann die Übung auch ausgeführt, siehe z.B. diese Diskussion: https://www.kampfkunst-board.info/fo...tkampf-Wertung .
Was will der Kampfrichter auch bewerten, wenn nicht die Äußerlichkeit?
In den Kata ist festgehalten, was die jeweilige KK ausmacht: Techniken, Schritte, im Falle Hanbo die Einbeziehung des Gerätes, auch Strategie und Taktik. Das ist eine Art Rahmen. Die "Entschlüsselung" des hinterlegten Materials nennt man "Bunkai", Analyse. Dabei gibt es offensichtliche Inhalte (Omote) und weniger offensichtliche (Okuden). Hier beginnt der Mythos der "geheimen" Techniken. Die sind geheim insofern, als das man ohne gute Lehrer da nicht hinkommt, und vor allem nicht ohne jahrelange Übungspraxis.
Der Weg geht in jedem Fall vom äußeren zum "inneren", auch dann, wenn man mit Stieblers System anfängt.





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