Wer chinesische Kampfkunst (z.B. Taijiquan) Energiearbeit (Qigong) oder innere Arbeit als Gesamtpaket (Stichwort Neigong) praktiziert und dieser jeweiligen Kunst ihren Namen lässt, macht bestimmt keinen Fehler, wenn er sich auch zumindest grundlegend mit den Bedeutungen der dahinter stehenden oder sogar zugrunde liegenden Begrifflichkeiten beschäftigt.
Denn dadurch (durch benutzen dieses MODELLS von Jing Chi Shen usw) kann man sich so gut wie alles an Phänomenen/Wahrnehmungen erklären, was während des Übens so geschieht.
Dass das der heutigen Wissenschaft aus Sicht der Wissenschaft nicht gerecht wird, ist in diesem Fall völlig unbedeutend, denn das (altchinesische) Modell an sich erklärt mir ja alles, was da so mit mir und um mich herum geschieht und zeigt mir ob ich auf dem richtigen Weg in der jeweiligen Kunst bin.
Wenn ich z.B. (in tiefer Atmung still) sitze und mein Bauch innen sehr warm wird, weiß ich, dass der Prozess des Umwandelns von Jing zu Chi im unteren Dantien am Arbeiten ist. Wenn ich dann merke, wie etwas spürbar aufsteigt, weiß ich, dass sich das Chi auf den Weg in die nächst höhere Etage macht, ins mittlere Dantien usw...
Na klar heißt das westlich wissenschaftlich alles anders und die Abläufe, die da geschehen, sind vermutlich hoch kompliziert.
Aber um zu wissen, dass ich auf dem richtigen Weg bin um innere Kraft aufzubauen usw, reichen mir die Ausdrücke und das ineinander greifende System der (vergleichsweise naiven?) ursprünglichen chinesischen Nomenklatur.
Dafür muss ich nicht mal die Sprache lernen. Auf grundlegender Ebene reichen da die Prinzipien und diverse Bilder und Grundbegrifflichkeiten, um zu wissen, was da aus dieser Sicht im Körper geschieht.
Eine wunderbare Richtschnur dafür, ob das, was ich an Phänomenen in mir / um mich herum wahrnehme, mit der gewollten Entwicklung der praktizierten Kunst übereinstimmt.
LG Pilger
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