Ob Formen sinnvoll sind, hängt m.E. vom Ziel ab, das damit verfolgt wird. Für ältere Kampfsportler (ü50-60), die das anstatt Sparring betreiben, um fit und geistig und körperlich beweglich zu bleiben finde ich das ok. Wenn Sparring im Vordergrund steht, sehe ich darin keinen Nutzen, vielleicht als Ergänzung, wenn man viel Zeit und Spass hat. So wie ich es gelesen habe, wurden z.B. Katas als Form der Weitergabe von Wissen entwickelt:
https://iainabernethy.co.uk/article/brief-history-kata
Ketzerisch könnte man sagen, hätte es damals Videoaufzeichnungen gegeben, dann würds Katas evtl. nicht geben. Ist irgendwie wie wenn man geistreiche (o.ä) Texte in Schönschrift abschreibt und dies wird bewertet, anstatt dass man über den Inhalt reflektiert. Es ist für mich vom Mittel zum Zweck (Wie gebe ich Wissen weiter?) zum Zweck an sich geworden.
Für mich geht dabei zu viel Zeit drauf, die perfekte Ausführung zu trainieren. Jeder ist von der Anatomie (v.a. der Hüfte) anders und der eine tut sich leichter im Erlernen der geforderten Ausführung, während sich ein anderer dabei u.U. quält. Fürs Sparring kann ich mir nicht vorstellen, dass Katas was bringen. Die Abfolgen sind zu lange. Kurze Kombinationen zu trainieren, ja - keine Frage.
Oliver





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