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Thema: KI-Zauber?

Baum-Darstellung

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  1. #11
    carstenm Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Bücherwurm Beitrag anzeigen
    Aber mal angenommen, der Geigenlehrer sagt, du mußt "eins werden mit dem Instrument". Das wird jeder anders verstehen, je nach Persönlichkeit, Fortschrittsgrad, sonstigen Einflüssen ...
    Ja. Damit hast du ganz sicher Recht.

    Aber in der Diskussion hier - und auch in anderen Gesprächen mit Aik50+ - ging es doch fast immer um Basics: Die Einordnung des aikidô als budô. Der Stellenwert von atemi. Das Üben von innerer Struktur durch kamae. Die Bedeutung des statischen Übens. (Ist bei dem shihan und Schüler von Ueshiba unter dem wir üben, bis hin zum yondan die maßgebliche Übungsform.) Die Aspekte, über die wir diskutiert haben, liegen doch dem "Eins werden mit dem Instrument" noch weit voraus, wie das nach etwa drei Jahren doch auch passend ist.

    Ich meine zudem immer wieder persönliche Entscheidungen gehört zu haben: So zum Beispiel die Entscheidung, atemi nicht üben zu wollen. Oder die Entscheidung, aikidô vor allem wegen des athletischen/gymnastischen/gesundheitlichen Aspektes zu üben. Auch die Entscheidung, nicht einen Weg gehen zu wollen, der zu einem tieferen Verständnis (der "mystischen oder mythischen Metaphern") führt.
    Ich habe tatsächlich schon Musiker erlebt, die ihre Geige als Schlagwerk benutzt haben. Aaaaaber. Sie konnten das tun, weil sie sich zuvor entschieden hatten, ihr Instrument ganz und gar zu entdecken und zu erkunden. Sie haben nicht damit begonnen, auf der Geige zu trommeln. Sondern ihr umfassendes Studium des Instrumentes hat sie irgendwann dort hin geführt, es ihnen schließlich ermöglicht.

    Ich machen bei allen japanischen budô, die ich bisher geübt habe, die immer selbe Erfahrung, daß es zunächst darum geht, sich auf sie einzulassen. Sich mit dem eigenen Üben so gut und ganz in sie hinein zu begeben, wie es einem möglich ist. Ein shihan hat mir einmal gesagt: "Du mußt der Form vetrauen." Das gilt m.E. für die jeweilige Kunst insgesamt. Wenn ich mich nicht einlasse, werde ich in meinem Üben immer nur finden können, was ich selber mitbringe und hineinlege. Dann aber begegne ich in meinem Üben immer nur mir selbst. Und nicht dem jeweiligen budô oder der jeweiligen Kunst in all ihren Facetten. Die eigenen Grenzen zu überschreiten, über die Horizonte der eigenen Perpektive hinaus zu gehen, ist aus meiner Sicht ein wesentlicher Aspekt des Übens.

    Aber ganz unberührt von alledem:

    Es geht ja im Leben überhaupt nicht darum, daß ein jeder Mensch aikidô übe.
    Es geht aber aus meiner Sicht sehr wohl darum, daß jeder Mensch seinen oder ihren eigenen guten Weg durch das Leben findet. Und wenn jemand einen Übungsweg für sich findet, der hilft und nützt, der Körper und Seele gut tut, dann ist das ein wunderbares Geschenk!
    Und dann ist es gut und wichtig, sich dabei nicht irre machen zu lassen und diesem eigenen Weg zu folgen.

    @Aiki50+:
    がんばって下さい。
    Geändert von carstenm (13-11-2018 um 14:59 Uhr)

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