Ki no nagare, oder das was ich dafür halte, ist die vorherrschende Übungsform, die ich kenne. Es ist für mich das eigentliche Üben, während ich andere Übungsformen als Vorübungen dazu ansehe. Wenn "es" (also das, was in "Settings" vermittelt wird) nicht ist, was mit Aikido gemeint, sondern man über Aikido nur in mythischen Metaphern reden kann und in dem es um eine Beziehung zur "kosmischen Ordnung " gehen soll oder wenn Aikido etwas ganz besonderes in Kampfkunstkreisen sein soll, dann ist das nicht mein Weg.
Die Diskussion um die "Linien" hat mir gezeigt, dass ein weiterer Austausch für mich sinnlos geworden ist. Mit einer Gedankenwelt, in der scheinbar mit dem Alltagsverstand fassbare und eigentlich an eine breite Öffentlichkeit gerichtete Texte und Alltagsbegriffe wie das zuletzt diskutierte Interview mit Kisshomaru Ueshiba* eigentlich eine ganz andere Bedeutung haben sollen, in der die eigentlichen Inhalte nicht in Lehrbüchern, nicht in Lehrvideos, "nicht mal im öffentlichen Unterricht bei großen Seminaren von Lehrern, die das sonst unterrichten", sondern nur in "privaten Seminaren" mit Glück vermittelt werden, möchte ich mich nicht weiter befassen.
Es reicht doch, wenn ich im Geist der Absichtslosigkeit, ohne an etwas zu denken, übe. Auch wenn "Sport" ein Unwort für Aikidoka ist: Das, was ich übe, ist für mich ein wichtiger sportlicher Ausgleich zur Büroarbeit. Mehr nicht.
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*) Danke auch an Pansapiens für die Bestätigung meines Textverständnisses.





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