Zitat Zitat von Doomster Beitrag anzeigen
Zur Ausgangsfrage: Am besten heimlich den Übergriff filmen. Eine andere Möglichkeit sehe ich da nicht. Letzten Endes sind es meist nur Videoaufnahmen, anhand derer sich Körperverletzung im Amt zweifelsfrei nachweisen lässt.
Dann sieht man wie immer nur das Ende. Um es jetzt mal plastisch zu machen, du filmst, wie die Polizei jemandem, der am Boden liegt mit zwei Mann mit Gewalt die Arme auf den Rücken bringen und die Handfesseln anlegen. Dabei verletzt sich der Mann. Hast du vorher gesehen, dass der Mann ggf. die Politisten angespuckt, geschlagen, geschupst hat, Widerstand geleistet hat oder nach Aufforderung etwas zu tun oder zu unterlaasen handgreiflich geworden ist und Widerstand geleistet hat?
Wahrscheinlich eher nicht.

Zitat Zitat von a_l_e_x_0 Beitrag anzeigen
Eigentlich sollten die Polizisten trainiert sein, einen Menschen den Umständen entsprechend verletzungsfrei zu Boden zu bringen bzw. die Handschellen anzulegen. Wenn sie es sind, sind die Polizisten selbst Schuld; wenn nicht, deren Leitung.
Wie sieht deine Erfahrung mit wirklicher körperlicher Gewalt aus?
Von deiner Schreibweise her, nicht wirklcih vorhanden, oder?

Zitat Zitat von big X Beitrag anzeigen
@schnüffler:

die argumentation von bodenknuddler kann evtl hiermit unterstützend belegt werden:

quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Polize...(Kriminologie)

das belegt zwar nicht den von bodenknuddler beschriebenen einsatz von pfefferspray, lässt aber durchaus die vermutung zu, dass die polizisten sich gegenseitig decken.

auch fälle wie oury jalloh oder amad a. hinterlassen in ihrer "aufklärung" den nachgeschmack der vertuschung.

das polizisten bei demos zb straffällig werden, hat es schon gegeben. trotzdem keine kennzeichnung der polizisten im einsatz. dann kann mensch nämlich gar nicht erst konsequent ermitteln. der korpsgeist schützt den täter und ermöglicht es ihm weitere taten zu begehen.
Jeder Polizist auf einer Demo ist anhand der Nummer auf dem Rücken eindeutig zu identifizieren. Das sein Name nicht da steht, hat andere Gründe.
Und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schnell eine Anzeige wegen Polizeigewalt gestellt wird.
In einem bestimmten Bereich ist dass das erste, was die Pflichtverteidiger machen, die Anzeige zu stellen, sobald der Beschuldigte nur rote Striemen am Handgeleng von der Handfessel hat. Nicht weil sie zu eng war, sondern weil sie versucht haben, sich in den Fesseln zu drehen. Die sind nicht rund, sondern oval, um eigentlich das drehen der Handgelenke zu verhindern.
Oder man hat eine Festnahme mittels Haftbefehl, spricht die Person an die Wand, er bemerkt, dass er noch Beweismittel offen liegen hat, will sich losreißen und diese vernichten, dabei wird er zu Boden gebracht, stürzt unglücklich und bricht sich die Kniescheibe und reißt sich Kreuzbänder und Minisken.
Oder der Täter wird zu Boden gebracht in seiner Wohnung, weil er versucht zu fliehen und hat einen blauen Fleck an der Schulter, weil er vor den Schrank gestoßen ist.
Beschuldigter sitzt in U-Haft und schlägt immer wieder mit dem Kopf gegen die Wand und behauptet, er wäre geschlagen worden.

All das sind Beispiele, die zu einer Anzeige wegen Polizeigewalt führen.
Und das ist es definitiv nicht.

Das es schwarze Schafe gibt, ist unbestritten, genauso das manche Beamte im Stress übertreiben.

Nur zu sagen, es wird sich immer gedeckt, ist falsch, genauso wie zu sagen, sowas würde esnicht geben.
Nur die eigene Erfahrung zeigt mir, diese Anzeige wird sehr schnell gestellt, auch wenn es das Verschulden des Beschuldigten war.