Alan Watts nimmt diesen Vergleich ganz gerne, aber auch andere, wie z.B. Ken Wilber.
Ich suche immer nach Gemeinsamkeiten in den verschiedenen Richtungen, daher mag ich ja auch Ken Wilber so gerne mit der Idee der „Philosophia perennis“. Letztendlich muss man sich für eine Praktik des Übens entscheiden, denn es geht um Erfahrungen. Da bin ich jetzt halt bei Taoismus und Buddhismus (es gibt taoistsiche Strömungen, die den Buddhismus „integrieren“).
Ich bin aber Westler und Wissenschaftler genug um „Erfahrungen“ im Rahmen der Körperarbeit und geistiger Entwicklung (im Sinne von Persönlichkeitsentwicklung) in die moderne Sprache zu übersetzen. Ich lebe in Europa des 21. Jhd. und spreche dessen Sprache. Was die Leute früher gemacht haben ist nicht sehr viel anders als heute. Es gibt Physiotherapie, Psychotherapie, philosophische Betrachtung um der Psychotherapie eine Basis zu geben, etc.
Es war halt früher mehr aus einem Guss als es heute ist, aber es ging auch damals immer darum wie man körperlich und psychisch gesund bleiben kann und dem Leben einen Sinn gibt. Die Erfahrungen, die man mit bestimmten Übungen macht, sind in allen Traditionen gleich. Vieles kann ich dir, auf Grund meiner Ausbildung, erklären, bei einigem habe ich Vermutungen und bei andere (wie dem Bewußtsein) habe ich keinen Plan.
Ich könnte dir momentan noch nicht einmal genau sagen wie ich aktuell (für mich) „Bewußtsein“ definieren würde, auch wenn ich sehr viele Definitionen kenne.
Die Idee des “Senders“ und „Empfängers“ ist schon sehr schön, ist auch im Einklang mit Buddhismus und Taoismus, aber letztendlich ist es halt auch ein theoretisches Modell.
Man KÖNNTE (nicht das ich das tue) auch sagen die Vakuumenergie/Nullzeitenergie des Universums resoniert auf Quantenebene mit irgendetwas in unserem Körper/Gehirn und das ist „Bewußtsein“.
Ist halt eine Idee, die wir weder belegen können, noch widerlegen können. So wie „Gott“, „Tao“, „Leere“ was auch immer.
Ich, für mich, habe mich damit abgefunden dass ich „Bewußtsein“ nicht in seiner Gesamtheit erfassen kann und mir zwar physiologische und/oder quantenmechanische Ansätze aneignen kann, diese aber letztendlich auch keine befriedigende Lösung haben.
Bestimmte Übungen, mit bestimmten Ideen haben bestimmte Effekte auf Körper und Psyche. WAS genau da passiert kann man bis zu einem gewissen Level lernen und wissen, ab einem gewissen Punkt kommt man aber nicht weiter.
So wie ich dir „Qi-Effekte“ vor 25 Jahren, als ich sie das erste Mal spürte, nicht erklären konnte und es heute ziemlich gut kann, so kann man evtl. in 10, 50, 100 oder 10000 Jahren „Bewußtsein“ ziemlich gut erklären, vlt. aber auch nie.






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