Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
Ich glaube, was Kelte meint, sind eher Kämpfe um des Kämpfens willen. Aber genau das sieht man bei fast allen Tierkindern, von kleinen Tigern (kam gerade gestern im Fernsehen weil selten gefilmt) bis hin zu Antilopen. Junge Tierkinder kämpfen, balgen, raufen um des Kämpfens willen.
Sie kämpfen, weil Sie kämpfen lernen müssen, um überleben zu können.
Gerade bei Raubtieren ist das überlebensnotwendig, aber auch bei den Veganern sind kämpferische Fähigkeiten notwendig, beispielsweise um die Rangordnung auszukämpfen.

Übrigens wurden diese Tierkinder bereits genetisch für diese Kämpfe vorbereitet, Raubtieren ist beispielsweise eine Beißhemmung im Welpenalter angeboren, um schwere Verletzungen unter Geschwistern zu verhindern.
All das trifft aber auf Menschen nicht zu.

Die Natur kennt genau genommen nur ein "Gesetz": Das Recht des Stärkeren. Der nimmt sich, was er will. Punkt.

Wir Menschen sind die einzig bekannte Spezies, welches dieses Prinzip versucht, weitestgehend zu verdrängen. Alle unsere Gesetze und sozialen Wertesysteme zielen bei genauer Betrachtung darauf ab, das "Recht des Stärkeren" weitestgehend zu eliminieren. Und ich denke, dass ist der eigentliche, evolutionäre Sprung, der uns von anderen Lebewesen unterscheidet.

Vom Grundsatz her:
Wenn jemand für eine Sache gearbeitet hat, gehört sie ihm und niemand darf die ihm wegnehmen, nur weil er stärker ist.
Jede Abweichung davon empfinden wir als ungerecht.

Natürlich balgen sich Kinder. Auch Menschenkinder. Sie probieren sich und ihre Umwelt aus.
Das muss man aber von den "Raufereien" und Prügeleien abgrenzen, welchen ein Streit voran gegangen ist.
Und da muss ich eingreifen, um den Kids die richtigen Werte zu vermitteln, dort darf ich nicht zusehen, ob das "Recht des Stärkeren" gewinnt.

Denn das hat in unserer Gesellschaft keinen Platz.
(Mit "Stärke" meine ich übrigens ausnahmslos körperliche Stärke in diesem Zusammenhang)