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Thema: Ist die Philosophie schuld?

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    Zitat Zitat von Bücherwurm Beitrag anzeigen
    Ist die Philosophie schuld?

    Ich möchte mal die These in den Raum stellen: Dass dieses Karate als unpraktikabel und in Bezug auf Selbstverteidigung als wenig hilfreich empfunden wird hängt mit vier Dingen zusammen.
    Ich habe eine Gegenthese.... es liegt an der eigenen inneren Einstellung!

    Konsequentes Training von Karate ermöglicht es, unabhängig vom "Stil", in einer Auseinandersetzung seine Haut so teuer wie möglich zu verkaufen. Eine Garantie, dass ich als Sieger aus so einem Konflikt hervorgehe gibt es nicht!

    Die Philosophie war schon immer da, aber es benötigt Zeit und Reflexion, diese zu erkennen. Karate wurde früher auch erst als Jutsu und erst später mit Do versehen. Wobei ich nicht weiß, ob das aus Marketing oder aber aus dem (plötzlich) resultierten tieferen Bewusstsein entstanden ist.

    In wie weit ich mich damit befasse, ist immer meine persönliche Entscheidung. Ich kann auch ganz ohne Philosophie jemanden eine aufs Maul hauen. Ich kann Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte über etwas philosophieren ohne dass dabei etwas rauskommt. Das Nachdenken über die Welt, oder Teilaspekte davon, ist eine der größten Errungenschaften der Menschheit.

    Ich habe mein Karate in einem Dojo angefangen das nach Ochi Sensei / JKA ausgerichtet ist. Ich fühle mich da seit 18 Jahren wohl. Sicher weiß ich, dass es andere Strömungen gibt, die am Lehrgebäude von Funakoshi viel näher dran sind. Ich spicke auch ab uns zu mal rüber. Aber mein Sensei hat seine Linie und da fühl ich mich gut aufgehoben. Wir machen in jedem Training Partnerübungen und blaue Flecke sind uns allen nicht fremd. Auf die Philosophie wird da nicht groß eingegangen. Es werden aber Regeln an die Hand gegeben die mir unter Umständen vielleicht mal nützlich sein können. ("Wenn Du zuschlagen mußt, dann schlag so hart zu, dass der andere nicht so schnell aufsteht, und dann bring Dich in Sicherheit!").

    Was viele vergessen, der Trainer wird auch von seinen Schülern beeinflusst. Wenn ich viele Schüler habe, die sich Karate als "Ausgleich" ausgesucht haben (das war auch meine usrsprüngliche Intention) wirkt das auf den Lehrer zurück.
    Wenn ich als Schüler gerne die etwas härtere Gangart möchte, ich diese aber nicht im Dojo finde, so sollte ich mir ein anderes Dojo suchen.

    Was mir aber völlig unverständlich ist, wie es in anderen Vereinen gehandhabt wird, dass ein eigener Block "Selbstverteidigung" innerhalb des Karates angeboten wird. Karateka trainieren eine KAMPFkunst, da ist die Selbstverteidigung systemimmanent.

    Brainmaniac
    Geändert von Brainmaniac (15-02-2019 um 11:36 Uhr) Grund: Große, kleine, fehlende und zuviele Buchstaben

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