Hallo

ich erlaube es mir meine Sichtweise zu diesem Thread zu vertreten.

Der TE Bücherwurm hat klare Vorgaben gemacht.

=Bücherwurm;3681357]Ist die Philosophie schuld?

Es wurde ja schon immermal diskutiert hier über die Praktikabilität des Karate, insbesondere des Shotokan in der heutigen weit verbreiteten Form.

Ich möchte mal die These in den Raum stellen: Dass dieses Karate als unpraktikabel und in Bezug auf Selbstverteidigung als wenig hilfreich empfunden wird hängt mit vier Dingen zusammen.
Diese These wird durch die großen Verbände untermauert, die das Shotokan- Karate in Deutschland vertreten. Der DKV, DJKB, SKI ...
in keinem Verband wird die " Selbstverteidigung " als der wichtigste Baustein für den Unterricht im Karate genannt.
Karate - auch die Stilrichtung Shotokan - hat sich von dem was in Okinawa unterrichtet wurde sehr weit entfernt.
Einfach eine der Verbandszeitungen lesen.

Lerne ich daher noch das Karate - das Gibukai - in seinen Büchern über den Stil Shotokan vorstellt?
Nein!
Sehe ich mir das Karate - Shotokan - in meiner Umgebung in verschiedenen Vereinen an, was finde ich?
In vielen Vereinen des DKV wird Breitensport unterrichtet ( ist für viele ein Grund sich mit Karate zu beschäftigen, eine Kriegskunst ist das nicht mehr!)
Dann haben einige eine " Schüler-Karate-Gruppe" die sich auf Wettkämpfen nach einem Regelwerk vorbereitet - das durch die Olympischen Spiele -
vorgeschrieben ist.
Selbst im DJKB von Ochi -Sensei werden die Wettkämpfe mit Hand- und Fußschutz ausgetragen.
Finde das - meine persönliche Ansicht - besser als ohne Kontakt und dem 3cm Abstand vom Ziel.

Katas lernen viele wie diese in den Büchern vorgestellt wird.
Bunkai ist ein " neuer Büchermarkt " , dort möchten einige Autoren etwas erklären... woher haben sie das Wissen?

Noch eine kleine Bemerkung zu diesem Beitrag

=Yamazuki;3682271]Deine Antwort war keine Zeitverschwendung. Danke für Deine wirklich immer wieder guten Betrachtungen. Ich will jetzt nicht sagen, das man Deine Bücher lesen solle, damit ein besseres Verständnis entsteht, aber es wäre sehr hilfreich. In der Tat wird zu diesem hier diskutierten Thema im Band 1 sehr viel geschrieben und eigentlich wäre damit die Frage schon beantwortet.
"Ist die Philosophie daran schuld?" - klares Jain.
Warum sollte ich mich mit Büchern über die Geschichte des Karate in Okinawa beschäftigen, da die meisten Unterlagen während des Krieges verloren gingen und
vieles nur Vermutungen sind.
Was finde ich in diesen Büchern, was ich unbedingt benötige, wenn ich Karate üben möchte?

Wenn ich mir einige Kampfsport-Arten angesehen und einige Probestunden erlebt,
beginne ich eventuell mit dem Karate.
Ob ich dabei bleibe, ist abhängig vom Trainer, der Gruppe, was ich von Karate erwarte.

Dies muß ich für mich entscheiden.