Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
Mich nervt es aber, wenn Leute ständig irgendwelche plakativen Entschuldigungen erfinden warum sie den Scheiss den sie machen ja nicht ändern können.
Wenn sie "den Scheiss" nicht ändern, dann in der Tat darum, weil unter dem Strich aller Einflüsse (die direkt mit Nahrung zu tun haben können, oder auch mit andern Dingen verknüpft sind, und gerade rund um Ernährung ist das oft hartnäckiges Zeug) - es halt tatsächlich nicht können.

Warum kann man das nicht einfach akzeptieren? Wenn sie es könnten - hätten sie es doch schon längst getan? Da man ja gerade sozial wenig Gewinn hat von Übergewicht, sondern nur Kritik, schräge Blicke, mehr oder weniger diskretes dissen. Glaubst du ernsthaft, dass jemand, der die Wahl hat, dies NICHT zu erleben - es wählt zu erleben? Das ist doch völlig widersinnig.

Dass die Rationalisierungen, die ausgesprochen werden, oft nicht den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen, dürfte wohl so sein.


Oder die Schangsenlohsichkeit weil kein Ferrari kostenlos vor der Tür steht.
hab ich noch nie gehört, so eine Klage. Nicht annährend.

Du schon?

Aber dann darf man sich nicht beschweren dass man dick ist, weil man zuviel isst.
Es sind meist, die kontrolliert (also mit Kalorien zählen, essenfreie Zeiten definieren etc) essen, die sich über andere beschweren, die unkontrolliert essen (und dabei womöglich Übergewicht haben).

Jene, die Übergewicht haben, und gerne essen, finden meist, dass leckeres Essen eine Menge wert ist. Auch Übergewicht, gegebenenfalls. Beziehungsweise, dass der Ärger des kontrollierten Essens den vielleicht zu erwartenden Gewinn nicht aufwiegt.

Wieviel oder wenig auch immer da dran hängt, emotional kann das eine MENGE sein. Ich schlage mich seit 30 Jahren mit bestimmten "Undiszipliniertheiten" rum weil da zu viel drangehangen hat, ich versuche es aber trotzdem weiter, und es wird besser.
ja, es ist eben nicht "einfach weniger essen" sondern da hängt eine Menge dran. und wenn man diese "Menge" an anderem Zeug loswird... verändert sich auch der Appetit. Und zwar ganz von alleine.

Wer, zum Beispiel, zum Trostessen neigt... wird weniger essen, wenn es im Leben mehr Trost auf andere Weise gibt. Aber gerade das sind Dinge, die man meist nicht sehr schnell ändern kann, sogar wenn man weiss, worum es geht.