Etablierte Kampfsportarten haben Abbruch-Kriterien definiert, die einen Kämpfer eigenständig verpflichten, in einer bestimmten Situation die Angriffe auf den Gegner einzustellen. Beim Boxen beispielsweise, wenn ein Gegner stürzt.
MMA hat alle Abbruch-Kriterien für Kämpfer entfernt - und das macht in Kombination mit der Auflage, dass nur ein Ringrichter den Kampf beenden kann, MMA so einzigartig menschenfeindlich.
Mal davon abgesehen, zumindest in Deutschland sind derartige Regelungen juristisch unwirksam.
Du kannst in Deutschland niemanden zwingen, zu kämpfen. Die Zusage für den Kampf kann jeder zu jederzeit widerrufen, dazu braucht er nicht die Zustimmung des Ringrichters. Tappt ein Gegner oder bringt in irgend einer anderen Form zu Ausdruck, dass er aufgibt bzw. nicht mehr kämpfen will, ist
der Kampf ab dieser Sekunde zu Ende -völlig unabhängig davon, ob das dem Ringrichter passt, ob der das gerade gesehen hat.
Ein Gegner kann sich in so einer Situation nur darauf berufen, das tappen etc. nicht bemerkt zu haben, weil jeder Angriff danach eine Straftat ist.
Deine Entscheidungsfreiheit, in einen Kampf einzuwilligen oder diese Einwilligung zu widerrufen, ist dir von gesetzlicher Seite gegeben und kann selbstredend nicht durch ein sportliches Regelwerk eingrenzt werden. Es gibt auch keine vertragliche Möglichkeit, dich zu etwas anderem zu zwingen: Der Vertrag wäre ein Verstoss gegen die guten Sitten und damit wirkungslos.
Auch hier ein Extrembeispiel:
Ich habe vor einiger Zeit irgendwo ein Video aus Argentinien gesehen, wo ein Instruktor vor der Klasse einen Schüler per RNC bewusstlos gewürgt hat.
Der Junge hat während der Würge wild getappt und unbeholfen versucht, sich zu befreien - allerdings erfolglos.
Auch wenn der Junge in diese Demonstration zugestimmt hatte -wovon man ausgehen muss- hat er diese Zustimmung mit dem Tappen widerrufen.
Wirksam. Der Lehrer wäre in Deutschland ein Straftäter, bei einer Würge bis zur Bewusstlosigkeit würde ich sogar von schwerer Körperverletzung ausgehen.
Der Mist, der in manchen Regelwerken steht, dass die Kämpfer solange weiterkämpfen müssen, bis der Ringrichter den Kampf abbricht, ist also genau genommen juristischer Unfug. Maximal kann man den Ringrichter als Erfüllungsgehilfen für den Willen des Kämpfers einsetzen, die Wirksamkeit des Abbruch-Willens eines Kämpfers ist aber auch ohne sein Zutun sofort gegeben.
Wie gesagt, was MMA als Sportart disqualifiziert ist die Kombination aus verschiedenen Dingen, die zusammen dafür sorgen, dass Menschen wie wilde Tiere aufeinander losgehen und während das Kampfes keinerlei Respekt vor dem Gegner, seinem Leben zeigen.
Ich hatte hier ein Video verlinkt, da kloppt ein MMA Kämpfer 40x auf einen offensichtlich wehlosen Gegner ein.
Das hat keine Buhrufe oder Entsetzen zur Folge, das Publikum war voller Begeisterung. Der hätte vermutlich auch noch weitere 10x auf den Kerl eingeschlagen, wenn nicht der Ref aufgewacht wäre. Solchen Kämpfer gehören nach meiner Auffassung eingesperrt. Wer bereit ist, einen anderen Menschen totzuschlagen, nur um irgend einen beschissenen Titel zu gewinnen, gehört in den Knast.
Auch bei dem Kampf im Eröffnungsthread riskiert die Kämpferin das Leben ihrer Gegnerin, indem sie diese mit dem Kopf voran auf den Boden rammt.
Gibt bei UFC/MMA ne Prämie für den coolsten KO.
Keine Moral, keine Menschlichkeit. Kein Sport. So einfach ist das.






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