jupp, so geht das offenbar. (ich praktiziere das selbst nicht)
ich hatte mich mal mit einem Homöopathen, der macht solche Prüfungen. Dies findet meist im Rahmen einer Gruppe statt, also so im Sinne, zehn Leute testen eine Substanz, dann geht jeder nach Hause und testet das für sich - und ein paar Wochen später kommen alle wieder zuammen und ziehen das Fazit. Seine Erfahrung ist, dass da durchaus Muster und Regelmässigkeiten sichtbar werden, auch in den Fällen, wo er selbst am Abend des öftern da sass und sich fragte, was schreib ich nun auf, was war nun eine ungewöhnliche Empfindung?Das dabei sowohl das Trinkwasser, der Zucker in dem Tee ganz andere Symptome auslösen könnten, ganz zu schweigen von der ganz persönlichen Verfassung, die bei der Behandlung super wichtig ist, bei den Tests dann doch nicht so sehr.
Auch bei Einzelpräparaten wirkt nur, was einen was angeht.Und auch bei Multi-Präparaten nicht, weil da wirkt nur das was muss.
Ist halt Information, sowas wie ein Brief: wenn die dritte Mahnung der Stromrechnung von deinem Nachbarn zufälligerweise in deinem Briefkasten landet - macht das nichts mit dir, denn es betrifft sich nicht.
man muss nun auch kein Hexenwerk daraus machen, darf allerdings auch festhalten, dass eine genaue Beobachtungsgabe, Sorgfalt in der Ausfühgung und die Fähigkeit, Beobachtungen in Worte zu fassen, nicht allen gegeben ist.Aber Obacht - wenn es nicht klappt, lag es daran, dass die Sache hochkomplex individuell ist.
meine Erfahrung aus der Akupressur sagt, dass Erstverschlimmerungen, wenn sie kommen, meist auf darauf folgenden Tag eintreten, und sich in der Regel dadurch auszeichnen, dass sie einerseits recht spektakulär sind, aber andererseits Symptome bringen, die für diesen Menschen untypisch sind. Und dass die Sache dann auch schnell wieder verschwindet.Und schön die Erstverschlimmerung abwarten.
Wenn man die Küche renoviert, wundert sich ja ach keiner darüber, dass es erst mal schlimmer wird (Staub, Dreck, Baustelle...) bevor es besser wird und man eine neue schöne Küche hat.
nein, dann war's das falsche Mittel, nicht ähnlich genug, man muss ein besseres suchen.Wenn sie aber nicht kommt, lag es daran, dass das Mittel dich superer gewirkt hat als erwartet.
Wenn es wirkt, dann wirkt es recht schnell. Oder sonst halt gar nicht.
Aber Homöopathen sind nicht unfehlbar in ihren Diagnosen.
Arzneimittelprüfungen prüfen. welche Symptome eine Substanz am gesunden Menschen auslöst.Sagen wir mal, es hat 100.000 Tester (zu viel, zu wenig?). Zugelassen sind 5.000 Präparate. Davon gibt es etliche Potenzen, sowie hoffentlich Präparate, die verworfen wurden. Man hätte quasi gleich viel Präparate (oder mehr) als Tester und damit will man irgendwas aussagekräftiges produzieren? Mit einem unsystematisierten und unstandandisierten Vorgehen? Das ist Traumtänzerei.
Und der einzige Wirkmechanismus, der mir einfällt und zuverlässig wirken würde, ist Placebo
Das ist was Anderes als eine Prüfung, ob Homöopathie den kranken Menschen hilft.
Bitte nicht vermischen!
und doch, natürlich sind Studiendesigns denkbar und möglich, die sowohl der evidence based medicine wie auch der Homöopathie gerecht werden, sodass Fachleute beider Richtungen eine hohe Qualität bescheinigen. Aber eben: solche Studien sind eher teuer und aufwendig. Nicht unmöglich, aber das notwendige Geld beschaffen ist nun mal ein reales praktisches Hindernis. kennt vielleicht der eine oder andere sogar aus dem eigenen Leben, diesen Sachverhalt...





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