Schwierig ist es doch immer dann, wenn Ansprüche und Realität nicht zusammen passen. Ich sehe da letztendlich die Hauptaufgabe für uns Trainer, diese beiden Pole zusammen zu führen. Die Wege sind dabei unterschiedlich. Ob ich nun eine Gruppe nach meinen Ansprüchen betreibe oder mich an die Ansprüche der Schüler anpasse, bleibt mir selbst überlassen, auch in welchem Maße oder mit welcher Methode (z.B. Trainingsplan mit entsprechenden, sich abwechselnden Inhalten; unterschiedlich ausgerichtete Zielsetzungen und entsprechende Gruppen; oder - mehr oder weniger stur - seine Ideale als Standard nehmen, mit der Folge einer übersichtlichen, exklusiven Gruppe).
Auch wenn vieles von (einem) bestimmten Forenmitglied(ern) hier zu einer nachvollziehbaren Abwehrhaltung geführt hat, steht für mich dennoch eine Sache im Kern dahinter, die man sich bewusst machen sollte:
Welches Ziel verfolge ich als Trainer?
Und da mag es welche geben, die ein Training benötigen, um sich und das eigene Ego zu pushen -> hier bleibt der Schüler auf der Strecke
Es mag da welche geben, die ihre Passion zum Beruf machen, dann aber Abstriche an die eigenen Ansprüche in Kauf nehmen müssen, wenn sie ihre "Dienstleistung" verkaufen wollen -> Hier bleibt das eigene Ideal möglicherweise auf der Strecke
Und dann mag es diejenigen geben, die die Ideale ihrer Trainer/ihres Trainings weitergeben und -leben wollen -> hier bleibt womöglich die große Nachfrage auf der Strecke

Mag vielleicht etwas vereinfacht runtergebrochen und in sich nochmals differenzierter zu betrachten sein, aber das wäre so mein Fazit der bisherigen Diskussion (bei Ausklammerung nicht relevanter "Nebenkriegsschauplätzen").