Zitat Zitat von StaySafe Beitrag anzeigen
Offenbar wird die Frage nicht ganz verstanden oder gekonnt ignoriert. Beides beunruhigend...

Also, ich behaupte Mal dass ich mich recht gut mit der Geschichte des "Krav Maga" auskenne und beziehe mich dabei ganz klar auf das "Imi System" bzw. seine Vorläufer und das was nach ihm und in seiner Linie kam.

Zunächst wäre natürlich interessant zu wissen auf welche "Israelis" sich derjenige bezieht der diese Behauptung aufgestellt hat. Ohne Namen zu nennen, kann immer viel behauptet werden.

In den 80ern war Lichtenfeld ja bereits im Ruhestand und unterrichtete seine Methode in Tel Aviv und Netanya im Rahmen von Freizeitsport.
Wie ich aufzeigen werde, beschäftigte sich Lichtenfeld in den 80ern im wesentlichen mit Judo dass für seine Idee von Krav Maga eine wichtige Rolle spielte.

Aber der Reihe nach:
1964 kam Eli Avikzar (der erste KM Schwarzgurt und Nachfolger Lichtenfelds in der IDF) zu Lichtenfeld und begann das Training in Lichtenfelds "Krav Maga" und lernte gleichzeitig Judo in der IJA - Israeli Judo Association unter Gadi Skornik und Amos Grinshpen.

Zwischen 1965 und 1968 begann Lichtenfeld Judo (und einige Karatetechniken da Karate auch in der IJA organisiert war) in sein Training aufzunehmen. Der "Lieferant" für die Techniken, war Eli Avikzar.

Seit 1968 lernte Avikzar zusätzlich bei verschiedenen Lehrern Aikido und erhielt 1977 den ersten Dan. Bereits 1974 übergab Lichtenfeld seinen Club in Netanya an Avikzar der hier nun Judo und Aikido ins Training einfließen ließ. Ab 1976 übernahm Avikzar die Leitung der Nahkampfausbildung in der IDF bis 1987.

Seit 1978 war Lichtenfeld damit beschäftigt gemeinsam mit Eli Avikzar die IKMA - Israeli Krav Maga Association aufzubauen. Diese Vereinigung orientierte sich sehr stark an der IJA die Lichtenfeld geradezu bewundert haben soll. Die gesamte Organisationsstruktur, das Graduierungssytem... alles wurde von der IJA übernommen und ging soweit, dass die Gürtelvergabe im "Krav Maga" (zumindest zu Beginn) an den entsprechenden Gürtel im Judo geknüpft war.


Nach Avikzar leitete Boaz Aviram das IDF Nahkampftraining. Aviram legt großen Wert darauf Krav Maga exakt so weiterzugeben wie er es von Lichtenfeld und Avikzar gelernt hat. Übernahme von Kung fu Themen halte ich bei ihm für ausgeschlossen.

Sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich beschäftigte man sich also nachweislich primär mit Judo sowie ein bisschen Aikido und Karate.

Weder vorher noch nachher lässt sich an irgendeiner relevanten Person eine Verbindung zu CMA / inneren Methoden / Bagua / Taiji ausmachen.
Danke
Dann weiss ich Bescheid.

Der User bezieht sich übrigens tatsächlich auf Lichtenfeld. Ich stell den Post jetzt mal auszugsweise ein damit alle wissen was hier das Thema ist.

Zitat Zitat von User krvmga auf reddit vor 3 Jahren
I think most modern Krav Maga practitioners don't realize it but quite a few internal martial art practices were introduced and adapted into the Krav Maga system from baguazhang back in the 1980s at Imi's insistence. (Imi was an amazing man.) Multiple man fighting drills, "zombie" games, intensity drills -- these all arose out of baguazhang methods taught in multiple national seminars to all ranking Krav Maga instructors in Israel at the time. (I know because I was there.)

These were also further adapted from the Conflict Management Institute (CMI) intensive course in Israel. (Imi and I were both charter members of the CMI board.) This was a course designed to improve on civilian/military training and take someone, essentially, from zero to sixty in two and a half days of high intensity work. (After I left Israel and Imi died, the CMI faded and although a couple of instructors tried to continue the course their skill wasn't high enough to make it successful. The intensity drills just went into Krav Maga proper.)

In the 90s, Imi encouraged structural changes in some of Krav Maga's fundamental techniques (punching, for example) based on whole body power drills from taijiquan. This was still going on in 1996 when Imi and I went to Wingate and Bahad 8. (Based on my observation, it seems these changes have only been adopted in a spotty manner worldwide and, perhaps, never learned by some in the new generations.)