Hallo zusammen,
wir können zwar Kanô nicht mehr direkt selber fragen, was er über das Buch von Higashi/Hancock dachte. Brauchen wir auch nicht, denn Kanô hat sich mehrmals über das Buch geäußert. Und diese Äußerungen waren nicht besonders positiv... im Kôdôkan befinden sich gar "3" deutsche Ausgaben, eine im Museum und die beiden anderen in der Bibliothek.
Wir wissen aber auch, wie Kanô über Personen dachte, die "nur" aus diesem Buch lernten, ein Beispiel wäre:
Wien, 1933
Takasaki Masami gibt u.a. folgendes wieder:
Wir sehen, Kanô sensei war von diesem Buch überhaupt nicht begeistert. Versuchte aber dennoch, die Leute die bisher aus diesem Buch gelernt haben aufzuheitern.Danach, Kanô sensei standte und erklärte über Jûdô in der Klasse. Der, der die Klasse unterrichtete, hat den Nebenraum betreten und kam nicht mehr raus. Ich wunderte mich, was passiert war. So ging ich in den Raum. Ich sah, dass er am Boden zerstört war.
"Ich habe Jûdô aus diesem roten Buch "Das Kano Jiu-Jitsu" bis heute gelernt. Wie auch immer, ich habe bemerkt das ich falsch unterrichtet habe! Ich bin sehr verlegen und über mich selbst enttäuscht." Das war was er gesagt hat.
Kanô sensei bemühte sich ihn zu trösten. "Seien sie nicht so traurig, sie haben gute Arbeit geleistet. Sie machen das sehr bemerkenswert. Weil Sie Jûdô nur aus diesem Buch gelernt haben. Diese Jûdô-Techniken sind aus der Mode gekommen. Das hat Kanô sensei zu ihm gesagt.
Und hat nicht gar Moshe Feldenkrais bevor er mit Jûdô Anfing nur aus Büchern gelernt?
In Bezug auf Rahn, bitte ich einfach hier nachzulesen:
Kudô Kazuzô, Sakkô, 1927, November, S. 45-52 - doitsu jûjutsu no genshô (獨逸柔術の現狀).
In Bezug auf Prass sen., der Düsseldorfer Jiu-Jitsu Klub wurde 1928 gegründet, und trat um 1930 den damaligen Verband "RfJ" bei. Wann oder ob Prass sen. Mitglied in diesem Klub war lässt sich heute sicher nicht mehr feststellen.
Gruss
Sukoshi





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