Als Durchreisender ist die Wahrnehmung finde ich allgemein anders gewichtet. Die Junkies die irgendwo tagsüber herum hängen sind eine Sache, das Problem ist imho eher das sonstige Klientel was durch so ein Biotop angezogen wird, wo die Junkies unten an der Nahrungskette die Lebensgrundlage für die darüber darstellen. Andererseits muss das Geld ja irgendwo herkommen und irgendwo hingehen. Da halt Beschaffungskriminalität, Prostitution, etc. und die muss ja nicht am Bahnhof stattfinden.

Finde das ist auch durchaus analog zu sehen mit der Messerthematik und meinem Statement, dass man das Problem verstehen muss bevor man es lösen kann. Das Bonner Loch einfach zu renovieren bzw. zu "verbieten" und da ein Kaufhaus drauf zu setzen oder was auch immer hat halt auch nichts gebracht. Im Gegenteil, da bilden sich dann auf einmal Metastasen an anderer Stelle. Selbst wenn man die Junkies aus Bonn raus bekäme hören die doch nicht auf Drogen zu nehmen und verteilen sich auf einmal an den Gleisen entlang in die Vorstädte.

Nebenbei. So ein ähnliches Problem haben wir hier übrigens mit Papageien . Genauer mit so grünen Halsbandsittichen, die sich in Bonn breit gemacht haben. Die verteilen sich langsam in die Vorstädte und ich hatte letztes Jahr meine erste Sichtung. Ein kleines Schwärmchen flog hier rum.