Der Mensch hat wie jedes andere (Semi)Raubtier all diese Reflexe schon drin, sie sind nur dekonfiguriert, übersozialisiert. Der Weg dahin diese tieferen Empfindungen aus Instinkten wieder zuzulassen ist aber lang, weil man dazu neigt sich daran gewöhnen zu müssen. Neu entstandene Elemente überschwingen, besonders wenn Gefühle da sind die natürlicherweise Zorn, Angst und Schmerz erzeugen. Menschen ohne die Erfahrungen von Kampf und Krieg haben es einfacher.
Ich würde da erst mal unbedingt mit Spass dran gehen. Ballspiele, Jonglieren, Balancieren, Springen, Bouldern, Klettern, Parcours, mit Spass, wie ein Kind. Wenn man da noch kämpferische Dinge unbedingt möchte, fängt man mit ringerischen Mitteln und Defensive an, auch im Sinne von Raufen. Situationen kontrollieren können, instinktiv richtig agieren, absichern, abhauen können. Das ist teils handwerkliches geschicktes Können, entstanden in einer "neutralen", sich schützenden Gemütslage. Teils emotionale Klarheit, instinktbasiertes in sich ruhendes Reagieren, mit animalischen Reflexen. Letzteres entsteht zufällig, oder indem man leer meditiert. Wenn man mit der Absicht in eine Meditation geht, sich vor etwas schützen zu wollen, aber nicht vorgibt wie, dann entsteht eine tiefere Bindung zu sich selbst und den verborgenen Ressourcen die immer vorhanden waren. Man hat sie nur nie benutzt. Indem man dem aber die Führung überlässt, begibt man sich nicht auf fatale Irrwege. Vorstellungen aus dem Fernsehen, oder was man sich mal vorgenommen hat, müssen nicht die beste Lösung sein. Aus sich selbst heraus entstehen Dinge die auch wirklich gehen, die man selbst hinnehmen kann, teils über lange Umwege. Man muss mit dem was dabei herauskommt leben können, sonst hat man immer Konflikte in sich, und das macht vom Aspekt schönes Leben nicht froh.
Man kann in einem schwierigen Umfeld eher abhauen und umziehen, als das durch Können lösen. "Wir sind die Schlimmeren!" "Nein seid ihr nicht." "Wir sind die mehreren!" Und an dem Punkt hast du nur noch die Wahl zwischen vielen miesen Lösungen, ausser eben wegziehen bevor was kommt.
"Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)